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Das Heilkräuter - Verzeichnis

Ein Kräuterkissen selbst gemacht

Ein Dinkel- oder Kirschkernkissen hat heutzutage fast jeder zu Hause. Doch auch Heilpflanzen sind wunderbar als Füllung für Kräuterkissen geeignet.

Ein Heublumensack ist eine "Kissen-Variante", die im Wasserdampf erwärmt wird. Und die Heilpflanzenkissen eignen sich sogar, um unangenehme Besucher fernzuhalten: Ein Säckchen mit Walnussblättern etwa hilft gegen Motten. Allergiker allerdings sollten bei der Verwendung solcher Kissen vorsichtig sein.

Empfohlen werden verschiedene Heilpflanzen zur Befüllung Ihres speziellen Kräuterkissens. Das sind z. B. Schafgarbe, Walnussblätter, Birkenblätter, Brennnessel, Ringelblume, Johanniskraut, Hopfen und Lavendel.

Mischen Sie diese Kräuter und geben Sie die Mischung in einen Kissenbezug. Legen Sie sich das Kissen in den Nacken. Das Kissen sorgt für einen ruhigen Schlaf. Hopfen hilft bei überreizten Nerven und Schlafstörungen. Die ätherischen Öle des Lavendels sorgen für einen anregenden und erfrischenden Duft, außerdem kann Lavendel Kopfschmerzen lindern. Die Schafgarbe war bereits in der Antike als ein Allheilmittel bekannt, auch bei depressiver Verstimmung. Die Ringelblume ist gut für die Atemwege und die Bronchien. Birkenblätter und Brennnessel wirken lindernd bei schmerzenden Gelenken und rheumatischen Beschwerden.

Ein Kräuterkissen für jeden Geschmack

Doch Sie müssen diese Pflanzen nicht zwingend alle zusammengeben. Wenn Sie zum Beispiel an Frühjahrmüdigkeit leiden und Ihre Stimmung schlecht ist, Sie nervös sind und nur schlecht Ruhe finden, empfiehlt sich ein Kissen mit Johanniskraut. Hier füllen Sie den Kissenbezug nur mit getrockneten Johanniskrautblüten. So können Sie noch auf viele weitere Heilpflanzen zurückgreifen. Thymian und die Blüten und Blätter des Holunders etwa wirken befreiend auf die Atemwege.

Stinkender Storchenschnabel gegen Tinnitus

Leiden Sie unter Ohrengeräuschen, können Sie auf den Stinkenden Storchenschnabel zurückgreifen. Natürlich ersetzt dies nicht den Gang zum Arzt, doch so können Sie die Heilung unterstützen. Nehmen Sie dafür das getrocknete Kraut des "Stinkenden Storchenschnabels" und füllen Sie es in einen Kissenbezug. Legen Sie dieses Kissen dann auf das betroffene Ohr. Sie können auch ein kleineres Säckchen einfach mit einem Stirnband am Ohr direkt befestigen.

Ein Heublumensack

Eine weitere Variante eines heilsamen Kissens ist ein Sack mit Heublumen. Diesen allerdings sollten Sie erwärmen. Heublumen sind eine Mischung aus Wiesengräsern und -blumen. Bis zu 50 Pflanzensorten können in einer Handvoll Heublumen enthalten sein. Ein Heublumensack hilft bei lokalen Muskelverspannungen, rheumatischen Beschwerden, Magenkrämpfen und Blasen- und Nierenentzündung.

Vorsicht Allergiker

Vor allem der Heublumensack ist nicht für Allergiker und Heuschnupfenpatienten geeignet aufgrund der Vielfalt an verschiedenen pflanzlichen Inhaltsstoffen. Doch auch für die anderen Kissen gilt: Wer Allergiker ist, sollte erst einmal testen, ob er es verträgt.

Füllen Sie ein Leinen- oder Baumwollsäckchen zu zwei Drittel mit Heublumen und binden Sie es mit einer Schnur fest zu. Im Gegensatz zu den anderen Kissen, wird das Säckchen mit Heublumen warm angewendet. Geben Sie hierfür den Heusack zwei Minuten in kochendes Wasser. Nehmen Sie ihn dann mit dem Schaumlöffel heraus und drücken Sie ihn im Waschbecken aus. Legen Sie ihn dann auf die zu behandelnde Stelle. Falls es zu heiß ist, legen Sie ein Tuch auf die Haut und dann den Heusack darauf. Nehmen Sie den Sack nach ca. 20 Minuten wieder herunter. Wer es sich einfacher, aber teurer machen will: Den Heublumensack können Sie auch fertig in der Apotheke oder im Reformhaus erwerben. Ebenso sind verschiedene Kräuterkissen im Angebot.

Die Kissen wirken durch die Luft und ihren Duft dieser wird mit der Zeit natürlich schwächer und damit natürlich auch die Inhaltsstoffe. Deshalb sollten Sie, wenn Sie selbst ein Kräuterkissen füllen, die Füllung nach einiger Zeit wechseln. Ein fester Zeitpunkt kann dafür allerdings nicht genannt werden, nur so viel: Schnuppern Sie einfach an Ihrem Kissen. Verströmt es immer noch einen intensiven Geruch, müssen Sie es noch nicht wechseln. Maximal aber sollten Sie Ihr Kissen nach einem halben Jahr neu befüllen.

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