Die Lorbeere stammt heute vorwiegend aus dem Mittelmeerraum. Die getrockneten, lederartigen, leicht gewellten Blätter werden vor allem bei Fisch, Wild, Kartoffelgerichten, Eintöpfen oder zum Einlegen von Gurken verwendet. Der Geschmack entwickelt sich nur langsam und nach längerem Kochen. Lorbeer verleiht den Gerichten ein kräftiges, warmes Aroma.
Der Lorbeer gehört zu den mehrjährigen, immergrünen Bäumen bzw. Sträuchern.
Man kann die Blätter des Lorbeers über das ganze Jahr hinweg selbst sammeln. Diese werden natürlich als Gewürz in der Küche eingesetzt, sie haben jedoch auch eine heilende Wirkung. Man kann aus ihnen Öl herstellen, das für die Durchblutung der Haut eingesetzt werden kann oder bei rheumatische Beschwerden, bei Verstauchungen und Quetschungen.
Bei Babys kann es äußerlich angewendet gegen Blähungen eingesetzt werden. Lorbeere kann auch gegen Schuppen und Krätze helfen. Die Lorbeere hat eine antibakterielle Wirkung, kann jedoch auch Rauschzustände auslösen, wenn man zu viel davon nimmt. Menschen, die eine empfindliche Haut haben, sollten wissen, daß Lorbeer Hautreizungen auslösen kann.
Sagen und sagenhaftes zur Lorbeere
Man schätzte dieses Kraut bereits im Altertum. Es wurde dem griechischen Gott Apollo gewidmet. Dieser verliebte sich in Daphne, und als er sich aus einer Umarmung löste, wurde Daphne in einen Lorbeerbaum verwandelt. Apollo trug seitdem einen Lorbeerkranz auf seinem Kopf. Er sollte ihn vor dem Bösen schützen - und er riet seinen Anhängern, dies ebenfalls zu tun.
Apollo erbaute später ein Delphi einen Tempel alleine aus Lorbeerzweigen. Später errichtete man an dieser Stelle einen Tempel aus Stein, der jedoch im Inneren mit Lorbeer ausgestaltet war.
In Griechenland feiert man immer noch das Lorbeerfest, ein Fest der Freude.
Propheten sollen durch Lorbeer in der Lage sein, Weihsagungen zu erstellen.
"Sich auf den Lorbeeren ausruhen" verwendet man heutzutage noch, wenn man zufrieden ist mit dem, was man bisher erreicht hat.
Der Lorbeer ist die Pflanze für alle, die am 14. Juli Geburtstag haben.
Die Lorbeere steht für Ruhm und Zuneigung. Er ist verbunden mit der Sonne und steht für das Sternzeichen Löwe.
"Ich habe gesehen einen Gottlosen, der wart trotzig und grünte wie ein Lorbeerbaum"
Die Bibel, Psalm 37;35
Lorbeere, nah am Haus gepflanzt, soll vor Blitz und Donner schützen.
Wenn man eine Lorbeerblatt unter das Kopfkissen legt, soll man von der Zukunft träumen.
Lorbeer soll böse Geister vertreiben. Im Mittelalter hängte man Zweige der Lorbeer in den Kirchen auf, damit gute Feen und auch Elfen diesen Ort aufsuchten.
Die Besen der Hexen sollen der Sage nach aus Lorbeerholz gefertigt gewesen sein.
Starb ein Lorbeerbaum ab, so war Unglück gewiss.
Vor dem Brand in Rom, den Kaiser Nero legte, sollen dort kurz zuvor alle Lorbeerbäume eingegangen sein.
Im alten Rom und Griechenland trugen die Dichter und Denker, Sportler oder siegreiche Feldherren Lorbeerkränze. Die Lorbeere stand also für Erfolg. Zum Beispiel trug Julius Cäsar einen Lorbeerkranz.
Man setzte Lorbeere früher gegen Schlangenbisse, Bienenstiche oder gegen ansteckende Krankheiten ein. Frauen sollten bei einer Geburt 7 Lorbeeren essen, so daß das Kind schnell zur Welt käme. Zugleich galt sie aber auch als Mittel gegen eine ungewollte Schwangerschaft und zur Abtreibung.
Hauptwirkung der Lorbeere
Lorbeer regt die Produktion der Galle an, wirkt appetitanregend und hilft gegen Druck- und Völlegefühl im Magen.