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Das Heilkräuter - Verzeichnis

Weidenröschen

Das Schmalblättrige Weidenröschen (Epilobium parviflorum) enthält viel an Vitamin C, man könnte es auch eine echte Vitamin-C-Bombe nennen.

Für die Anwendung in der Küche als Salatzugabe sammelt man im Frühling zwischen April und Juli Blütenknospen und Blätter, die Blütenstände und Blüten sammelt man von Juli bis in den August.

Die Triebe kann man wie Stangenspargel garen und zubereiten, einen Salat stellt man aus frischen Blättern her. Man kann die Blätter auch in etwas Fett andünsten und einem Salat beigeben.


Die Männerpflanze Weidenröschen

Das Weidenröschen war schon in der Antike als Nahrungsmittel bekannt. Junge Triebe, Blätter und auch Wurzeln gab man Salaten bei, Stängel aß man auch schon mal roh.

Als Heilpflanze wurde das Weidenröschen erst später bekannt, nämlich erst im Mittelalter.

In dieser Zeit galt es als reizlinderndes und entzündungshemmendes Mittel gegen Magen-Darm-Beschwerden.

Richtig bekannt wurde das Weidenröschen bei uns aber wohl erst durch Maria Treben, die auf die Wirkung gegen Blasen-Nieren-Beschwerden, Prostataerkrankungen und auch bei Prostata- und Blasenkrebs schwörte. Teilweise hatte sie auch große Erfolge damit. Eine krebsheilende Wirkung konnte bis heute nicht bewiesen werden.

Thema Blase und Prostata

Die unterschiedlichen Weidenröschen-Arten beinhalten unterschiedlich viele Wirkstoffe. Einige jedoch, das fand die Wissenschaft heraus, sind vielversprechend bei der Behandlung von Blasen- und Prostatabeschwerden sind. Die Flavonoide hemmen Entzündungen, die Gerbstoffe sind antiviral und beugen Tumoren vor. Das vermindert das Risiko für Prostatakrebs.

Ein Tee oder auch eine Tinktur empfehlen sich bei Beschwerden bei der Prostata, etwa einer Vergrößerung der Prostata, Beschwerden beim Urinieren, tröpfelndem Harn oder ständigem Wasserlassen in der Nacht.

Leider gibt es auch Weidenröschenarten, die nicht bei Prostataleiden verwendet werden dürfen. Angezeigt sind nur das schmalblättrige oder das kleinblütige Weidenröschen. Wenn Sie nicht wissen, welche der Pflanzen Sie tatsächlich vor sich haben, können Sie das Weidenröschen auch in der Apotheke bekommen.


Geschichten und Sagen

Das kleine Weidenröschen galt früher in Europa als Blitzschutz, da es angeblich Blitze abwehren konnte.

Das Weidenröschen war und ist Bestandteil des Kräuterbuschens zu Maria Himmelfahrt.

Frauen, die gerade ein Kind zur Welt gebracht hatten, gab man das Kraut als Beigabe ins Bettstroh, da sich dadurch das körperliche Befinden der jungen Mutter und des Kindes bessern sollte.

Die in Amerika und Kanada bekannte Bezeichnung "Fireweed", was so viel wie Feuergras bedeutet, leitet sich davon ab, dass die Pflanze nach einem Waldbrand sehr schnell die verbrannten Flächen für sich vereinnahmt. Das Heilkraut hat es so sogar in das Wappen des kanadischen Yukon-Territoriums geschafft.

Das Kraut bildet haarige Samen, die mehrere Kilometer weit fliegen können. Früher wurde aus den Härchen der Samen sogar Wolle gesponnen, bei den Indianern in Amerika wurden die Haare wohl auch anderer Wolle zugegeben, um Decken und Stoffe, teilweise sogar Schnüre und Fischernetze daraus zu fertigen.

In Amerika verräucherten die Indianer das Weidenröschen, um Krankheiten zu behandeln, oder in einen tranceartigen Zustand zu kommen.


Übersicht



Das Weidenröschen ist eine ausdauernde Pflanze, deren Wuchshöhe bis zu 1,80 m beträgt.

Seine Blätter sind an ihren Rändern zurückgerollt, die Unterseite der Blätter ist bläulich-grün.


Man findet die Heilpflanze in Gärten, auf ödem Land, an Wegen und Böschungen.


Das kleine Weidenröschen wird bis zu 60 cm groß, es wächst auf armen Böden, auf Schutt, aber auch im heimischen Garten, Brachland, Gräben, Bahnstrecken, an Bachufern.

Der Stängel der Pflanze ist rund, an ihm sind lange Blätter zu finden, die einen leicht gezahnten Rand haben. Die Blätter stehen gegenständig am Stängel und umfassen ihn halb, sie haben eine lanzenförmige Form.

Am Ende des Stängels bildet sich die Blüte mit ihren 4 Blütenblättern. Deutlich erkennbar sind die Einkerbungen in den Blütenblättern. Die Blüten stehen in einer Traube. Die Blüte ist strahlig und lila bis purpur, ungefähr 2–3 cm breit. Es bilden sich Kelchblätter, die drüsig behaart sind. Aus diesen Blüten erwachsen Schoten, in denen wiederum die Samen enthalten sind.


Wissenschaftlicher Name

Epilobium angustifolium


Volksnamen

Antonskraut, Waldröschen, Feuerkraut


Pflanzenfamilie

Nachtkerzengewächse


Die Sammelzeit ist

Für das blühende Kraut in Juni bis September, am Nachmittag


Inhaltsstoffe

Sterole, Vitamin C, Flavonoide, Anthocyane, Gallussäure, Mineralstoffe, Gerbstoffe.


Rezepte



Ein Weidenröschentee

Sie brauchen dazu 4 Teelöffel getrocknetes Weidenröschenkraut, das Sie mit 1/4 Liter kochendem Wasser überbrühen, 10 Minuten stehen lassen, dann absieben. 2 Tassen pro Tag trinken, die Erste gleich morgens auf nüchternem Magen, die 2. eine halbe Stunde vor dem Abendmahl. Dieser Tee kann auch vorbeugend als 3wöchige Kur verwendet werden.


Ein Männertee

Sie brauchen dazu

Jeweils 15 g Brennnesselwurzeln, Goldrute, Löwenzahnblätter und 30 g Weidenröschen. Alles vermischen und dann einen Teelöffel davon mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten stehen lassen und dann absieben. 3 Tassen jeden Tag trinken. Aber Vorsicht: nicht für den Dauergebrauch geeignet, man sollte immer mal eine Pause einlegen.


Eine Weidenröschentinktur

Sie brauchen dazu

50 g getrocknetes Kraut oder 100 g frisches Kraut, das Sie mit einem halben Liter Wodka ansetzen und für 4 Wochen stehen lassen. Dann absieben und in eine dunkelwandige Flasche füllen.

Pro Anwendung 20 Tropfen jeden Tag einnehmen, kann auch mit Wasser verdünnt werden.








Tipps zum Ernten und Sammeln des Weidenröschens

Man erntet das erblühende Kraut, jedoch ohne die Wurzeln.

Günstigerweise schneiden Sie dazu die oberirdischen Teile mit einem Messer oder einer Schere ab.

Sie können dann kleine Bündel daraus herstellen und an einem gut belüfteten Platz trocknen.






Fotogalerie














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Kurzinfo
Weidenröschen
  • Gehört zur Pflanzenfamilie der Nachtkerzengewächse
  • Herkunftsgebiete: Nordamerika, Europa, Asien
  • Zu finden auf Waldlichtungen, in Gebüschen, ödem Land
  • Pflanzenbeschreibung: wird bis zu 1,5 m groß
  • Aufrecht stehende, kantige, ins Rote übergehende Stängel
  • Die Blätter sind schmal lanzenförmig, auf der unteren Seite blau-grün

    bis hin zu purpurrot. Blüten stehen in Trauben.


  • Der Wuchsort ist in der Sonne oder im Halbschatten
  • Pflanze mag humose Erdböden, stellt keine weiteren Ansprüche daran.
  • Die Vermehrung erfolgt durch Aussaat.
  • Verwendungsmöglichkeiten: junge Blätter schmecken leicht pfefferartig. Passen zum Salat und ins Gemüse. Die Wurzeln ähneln dem Spargel. Blüten für Gebäck und Süßes.

    Tee aus dem erblühenden Kraut gegen Prostatabeschwerden und bei Entzündungen der Blase.