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Das Kräuter-Verzeichnis

Wald-Geißbart

Wald-Geissbart
Wald-Geissbart

Der Wald-Geißbart ist eine nur selten anzutreffende Pflanze, die man kaum in unseren Bergwäldern antrifft. Jedoch wächst sie tatsächlich in ganz Europa.

Wenn man nicht so ganz genau hinsieht, verwechselt man sie schnell mit dem geläufigeren Mädesüß. Wenn man dann aber wirklich genauer hinsieht, erkennt man schnell die ausgeprägten Blütenrispen.

Insbesondere die Wurzeln des Wald-Geißbartes wurden früher in der Naturheilkunde verwendet, die etwas giftigen Blätter der Pflanze kannte man als eine Art Gemüse im Frühling, die Blätter wurden also gegessen.

Heutzutage ist der Wald-Geißbart in der Naturheilkunde relativ unbekannt und wird kaum mehr eingesetzt. Allerdings hat er dennoch unsere Gärten erobert, so ist er doch wegen seiner Schönheit in manchen Regionen eine häufig anzutreffende Gartenzierpflanze geworden. Sie ist umso beliebter, da sie trotz ihrer Größe und Schönheit nur wenig Arbeit macht.


Übersicht

Wald-Geißbart wurde früher gegen fiebrige Beschwerden oder Magenerkrankungen verwendet.

Wirkt zusammenziehend (adstringierend), wirkt beruhigend auf unsere Nerven, senkt Fieber, beruhigt den Magen, stärkt den Organismus.

Heutige Anwendungsgebiete sind Magenerkrankungen, fiebrige Erkrankungen und Fieber, gegen schmerzende Gelenke, bei Insektenstichen und -bissen, auch bei Schwellungen davon, bei erkrankten Venen.

Lateinischer Name

Aruncus dioicus

Gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae)

Englischer Name

Buck's beard

Volksnamen

Waldgeissbart

Verwendete Teile

Verwendung finden die Wurzeln, das ganze Kraut und die Samen der Pflanze.

Wirkstoffe

In der Pflanze befinden sich giftige Blausäureverbindungen und Saponine.

Sammelzeit

Die Sammelzeit reicht von September bis März, wenn Sie die Wurzeln sammeln wollen, und von April bis Juli, also während der Blütezeit, wenn Sie die Blüten sammeln wollen.

Anwendungsmöglichkeiten

Die Blätter des Wald-Geißbartes sowie die Stängel der Pflanze beinhalten kleine Dosen giftiger Blausäureverbindungen, deswegen kann man dieses Heilkraut wirklich nicht zum längeren Gebrauch empfehlen, ebenso nicht zur Anwendung in größeren Mengen.

Schwangere Frauen sowie stillende Mütter sollten besser die Finger davon lassen, gleichwohl die alte Naturheilkunde Tees für diese Zeit empfohlen hat.

Ein Aufguss (Tee)

Nehmen Sie einen Teelöffel des Heilkrautes, den Sie in 1/4 Liter heißes Wasser geben. Dann 5 Minuten stehen lassen, und dann absieben.

Wenn man diesen Tee trinkt, so hat er eine beruhigende Wirkung auf unseren Magen, außerdem kann man den Tee auch dazu verwenden, um Fieber zu senken.

Ein Brei aus den Wurzeln gegen Insektenstiche

Frischer Wurzelbrei hilft gut, wenn man von den lästigen Insekten gebissen oder gestochen wurde. Dazu gräbt man einige der Wurzeln aus dem Boden aus, reinigt sie und zerdrückt sie entweder mit den Fingern oder, falls man schon zu Hause ist, mit dem Nudelholz und trägt die Masse auf die Einstichstellen auf. Idealerweise legt man dann einen kleinen Verband herum, sodass der Brei nicht gleich wieder herunterfällt.

Ein Tee aus den Wurzeln

Sie brauchen dazu einen Teelöffel der getrockneten Wurzeln.

Geben Sie dies in einen viertel Liter kaltes Wasser, stellen Sie dies dann auf den Ofen und lassen Sie dies dann aufkochen. Danach muss der Tee eine Viertelstunde lang ziehen, bevor man ihn absiebt.

Dieser Tee, hergestellt aus den Wurzeln, wird empfohlen bei Blutungen nach einer Geburt, bei Problemen mit dem Magen, bei Fieber.

Umschläge mit der Wurzelabkochung

Wenn man die oben genannte Abkochung in Form eines Umschlages

auf von Rheuma geplagte Körperstellen auflegt, so hilft dies gegen die Schmerzen in den Gelenken.

Fußbäder mit der Wurzelabkochung

Führt man mit der oben erwähnten Abkochung Fußbäder durch, so helfen diese gegen geschwollene Füße, besonders im Sommer.


Geschichten und Geschichtliches

Insbesondere die Wurzel der Pflanze wurde früher rege verwendet zum Teil als eine Art Gemüse, wenn die Nahrung ansonsten knapp war, man aß jedoch auch die Blätter, in denen aber leicht giftige Bleisäureverbindungen vorhanden sind.

In der Naturheilkunde kannte man die Pflanze als Mittel gegen eine Reihe unterschiedlicher Beschwerden.

In der Anwendung im gesundheitlichen Bereich orientierte man sich dabei am Mädesüß, der dem Wald-Geißbart sehr ähnlich sieht. Wahrscheinlich ist es sogar so, dass nur aufgrund dieser Verwechslung der Wald-Geißbart überhaupt für medizinische Zwecke verwendet wurde, da die Wirkung der Pflanze ansonsten durch ungefährliche andere Pflanzen ersetzt werden kann.

Tatsächlich ist es so, dass heutzutage der Wald-Geißbart in der Heilkunde nicht mehr groß verwendet wird.


Der Wald-Geißbart ist eine in Europa und Asien wachsende Pflanze, die aufgrund ihrer Seltenheit aber nicht jedermann bekannt ist.

Die Pflanze liebt Bergwälder, außerdem mag sie den Halbschatten.

Der Wald-Geißbart ist eine mehrjährige Pflanze, die bis zu 2 m groß werden kann. Die Blätter der Pflanze sind doppelt gezahnt, sie sind eierförmig und gefedert.

Die Blüten sind weiß bis elfenbeinfarbig, sie zeigen sich in den Monaten Mai und Juni.

Die einzelnen kleinen Blüten haben einen Durchmesser von bis zu 4 mm, die Blüten stehen in Rispen und werden bis zu einem halben Meter lang.

Aus diesen weißen Blüten wachsen bis zum Herbst die kleinen Samen, die nach ihrer Reifung durch den Wind davongetragen werden.



Sammeltipps

Ob man diese Pflanze wirklich sammeln will, sollte man sich bitte zweimal überlegen, da die Pflanze inzwischen recht selten geworden ist. Und es wäre doch schade, wenn es den Wald-Geißbart irgendwann bei uns nicht mehr geben sollte.

Die Pflanzenteile, die oberhalb der Erde wachsen, also das Kraut, sammelt man zur Blütezeit. Nach der Ernte trocknet man die Pflanzenteile an einem gut belüfteten schattigen Platz.

Gelagert wird das getrocknete Kraut idealerweise in einer Dose oder in Papiertüten.

Wenn man Wurzeln selber ernten will, so geschieht das ab dem späten Sommer. Die Wurzeln werden gereinigt, in kleine Stücke geschnitten und an einem warmen Platz getrocknet, danach in einer Dose aufgehoben.


Vorsicht - Risiken und Nebenwirkungen

Giftig

Die Blätter enthalten giftige Blausäureverbindungen, eine längere Anwendung ist nicht empfohlen. Ebenso nicht eine Verwendung in größeren Mengen.




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Letzte Änderung am Montag, 22.6.2015, 08:26:24 Uhr








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