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Das Kräuter-Verzeichnis

Pfingstrose

Die Pfingstrose als Frauenkraut

Die Pfingstrose enthält verschiedene Wirkstoffe, zum Beispiel Flavonoide, Gerbstoffe, Monotherpenesther und Anthocyane.

In der Pflanzenheilkunde ist die Pfingstrose dafür bekannt, dass sie Adern und Venen kräftigt, dass sie sowohl äußerlich als auch innerlich gegen Entzündungen hilft, dass sie eine allgemein abschwellende Eigenschaft hat und dass sie die Gebärmutter stärkt.

Die Pfingstrose, die man auch "Rose ohne Dornen" nennt, findet man auf vielen Altaren aufgemalt, denn sie steht für die unbefleckte Empfängnis der Maria. So wie alle Pflanzen, die der Maria geweiht sind, hat auch die Pfingstrose besondere Eigenschaften, die sich bei Frauenkrankheiten bewährt haben.

So galt die Pfingstrose im Mittelalter als Schutz gegen Krämpfe, die Kindern durch üble Mächte zugefügt wurden.

Auch sollte die Pflanze vor dem sogenannten bösen Blick helfen, sie sollte vor Albträumen schützen und vieles mehr. Dazu zog man die Samen zu einer Kette auf, die man dann um den Hals tragen musste.

Die wunderschönen roten Blüten der Pfingstrose stehen laut Signaturenlehre in Bezug zum Blut, und tatsächlich weiß man heute, dass die Pfingstrose eine menstruationsfördernde Wirkung hat. Hinzu kommt, dass sie auch Geburten erleichtern kann.

Es gibt bereits aus dem 15. Jahrhundert Aufzeichnungen, die die Pfingstrose auch als "Monatsblum" bezeichneten, also frei übersetzt als Blume, die die monatliche Regelblutung förderte. Im Mittelalter verwendete man die Pfingstrose auch, um die Nachgeburt auszutreiben.

Heutzutage verwendet man die Pfingstrose nicht mehr für diese Anwendungsgebiete. Ein Grund dafür ist, dass eine zu hohe Dosierung den Magen und den Darm reizen kann.

Allerdings hat man gleichzeitig herausgefunden, dass ein in der Pfingstrose enthaltenes Glykol bei Koliken hilft, die Gebärmutter stärkt und auch die Blutung anregen kann.

Heutzutage verwendet man die Blüten der Pfingstrose eigentlich nur noch als schönes Beiwerk in Teemischungen, ohne dass man sich davon eine tatsächliche Wirkung erhofft.

Die Pfingstrose wird aber wohl noch in Fertigpräparaten oder in der Homöopathie eingesetzt, wo sie gute Wirkung zeigt.

Ein Sitzbad gegen Hämorrhoiden und Analfissuren

Sie brauchen dafür
  1. jeweils 60 g Eichenrinde und Hamamelisblätter
  2. jeweils 40 g Walnussblätter und Pfingstrosenblüten
  3. jeweils 30 g Wundkleeblüten und Ringelblumenblüten

Diese pflanzlichen Bestandteile mischt man gut durcheinander und gibt dann davon eine bis zwei Hand voll in ungefähr zweieinhalb Liter kochendes Wasser.

Dies lässt man dann eine halbe Stunde ziehen und siebt danach ab. Diesen Absud gibt man dem Badewasser bei und badet mindestens eine Viertelstunde darin.

Vorsicht

Man sollte die Pfingstrose während einer Schwangerschaft nur äußerlich anwenden, da der Uterus stimuliert wird und es so zu einer Fehlgeburt kommen kann. Auch eine Anwendung als homöopathisches Mittel ist während der Schwangerschaft möglich.

Beachten Sie bitte, dass alle Pflanzenteile, also die Wurzeln, die Samen und die Blätter, bei zu hoher Dosierung den Magen und den Darm stark reizen können, sodass es zu Koliken kommen kann, außerdem zu Durchfall und zu Erbrechen.

Fotos von der Pfingstrose





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Letzte Änderung am Donnerstag, 16.2.2017, 14:54:22 Uhr








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