Die Menstruation - auch Unwohlsein, Regel oder Periode genannt - ist die in regelmäßigen monatlichen Abständen erfolgende Blutung aus der Gebärmutter der geschlechtsreifen Frau. Sie erfolgt in individuellen Abständen von 21 bis 31 Tagen. Überwiegend liegt sie bei 28 Tagen. Die Dauer beträgt durchschnittlich drei bis fünf Tage. Die Medizin kennt verschiedene Arten von Menstruationsstörungen, die Amenorrhöe (das Aussetzen der Regel), die geringe und schmerzhafte Blutung und die zu starke Monatsblutung, auch Dysmenorrhöe genannt.
Typische Symptome
Amenorrhöe: Entscheidend ist ein vollkommenes Ausbleiben der Menstruation außerhalb der Schwangerschaft. Dies kann durch seelische Einflüsse und durch plötzliche Orts- oder Milieuveränderungen eintreten, aber auch bei Tuberkulose und Blutarmut. Frauen, deren Eierstöcke unterentwickelt sind, leiden ebenfalls darunter.
Zu geringe und schmerzhafte Blutung: Die Frau klagt mitunter über heftige Krämpfe, die in schweren Fällen bis zu Ohnmachtsanfällen führen können. Zu diesem Leiden kommt es bei allgemeiner Körperschwäche, bei Blutarmut, bei Unterentwicklung der Geschlechtsorgane, bei Lageveränderung der Eierstöcke, bei chronischer Verstopfung, bei Entzündungen und Blutstauungen im Unterleib. Die Krankheit tritt vor allem bei Frauen auf, die einen sitzenden Beruf ausüben. Typisch sind Schmerzen im Kreuz und zum Unterleib ziehend, Kopfweh, Migräne, Neuralgien und seelische Verstimmungen.
Zu starke Monatsblutung macht sich durch heftigen Blutverlust und besonders lange Regeldauer bemerkbar. Die Patientinnen klagen über Übelkeit, Ohnmacht und Schmerzen im Unterbauch. Häufiges Erbrechen.
Tipps und Hausmittel
- Die Amenorrhöe, das Aussetzen der monatlichen Regel, erfordert viel Bewegung in frischer Luft, wenn es zu einer raschen Heilung kommen soll.
- In jedem Fall ist sofort ein Frauenarzt aufzusuchen.
- Anhänger der Kneippkur raten zu kalten Sitzbädern und zu Halbbädern morgens vom Bett aus. Auch Wechselbäder, Lendenwickel, Fußbäder und nasse Socken haben sich bewährt.
- Auf gesunde, naturverbundene Kost sowie auf eine exakte Regelung des Stuhlganges ist besonders zu achten.
- Die Homöopathie setzt gegen die Amenorrhöe vorwiegend Belladonna D 4, Aconitum D 4, Calcium carbonicum Hahnemann D 3-6 und Aristolochia D 1-3 ein.
- Die geringe und schmerzhafte Blutung bei allgemeiner Körperschwäche verlangt in erster Linie viel Ruhe. Manche Frauen empfinden bereits Erleichterung, wenn sie in einem abgedunkelten und vor Lärm geschützten Raum liegen.
- Auch heiße Leibaufschläge, kalte Kompressen und Fußbäder werden empfohlen.
- Pfarrer Kneipp riet zu Sitzbädern. Wichtig ist, daß rasch etwas gegen die Stuhlträgheit getan wird.
- Die zu starke Monatsblutung -Dysmenorrhöe - wird sowohl äußerlich als auch innerlich behandelt. Zur sofortigen Blutstillung Essigtücher auf den Unterleib.
- Dazu als Getränk Zinnkrauttee, Kreuzkrauttee, Hirtentäschelkrauttee.
- Homöopathen setzen vorwiegend Belladonna D 3-4, Seeale cornutum D 1-3 und Hamamelis zur Behandlung ein.
- Kneippkur: Blut stillen! Reizlose Kost, viel frische, sauerstoffreiche Luft.
Bei allen Menstruationsstörungen erweist sich die sofortige Zuziehung eines erfahrenen Facharztes als unbedingt notwendig, sollen unangenehme Nebenwirkungen und Folgen schmerzhafter Krankheitserscheinungen ausgeschlossen werden.
Quellen zu diesem Artikel
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