(Hypericum perforatum L.)
Es wird gesagt, dass das Johanniskraut Johannes dem Täufer geweiht ist.
Volksnamen
Christi Kreuzblut, Sonnenwendkraut, Unser Hergotts Wunderkraut, Hartheu, Johanniswurz, Tüpfel, Elfenblut, Mannskraft, Waldhopfen, Alfblut, St.-Johannis-Blut, Unserer Frauen Bettstroh, Jageteufel, Frauenkraut, Teufelsflucht, Herrgottsblut, Tausendlochkraut, Konradskraut, Hexenkraut
Das Johanniskraut erfreute sich schon im Altertum einer großen Beliebtheit, da es vielfältige heilende Wirkungen hat. Daher wurde es schon von Plinius, Galenos, Dioskurides und Secundus erwähnt. Außerdem pries Paracelsus die Pflanze als blut- und wundreinigendes Heilkraut an. Er würdigte das Kraut mit dem Namen: „Arnika der Nerven“.
Das Johanniskraut wächst bis zu 70cm hoch. Besonders fallen dabei die leuchtend gelben Blüten ins Auge. Ihre Oberfläche hat häufig helle Punkte, sowie schwarze Striche oder Punkte. Es gibt zahlreiche rätselhafte Verwendungen und mythische Sagen über das Johanniskraut. Der Ursprung dafür liegt in dem blutroten Saft, der bei aus der Blüte fließt, wenn man diese zwischen den Fingern reibt. Man erzählte, dieser Saft sei das Blut Christis, weil die Pflanze unter seinem Kreuze wuchs und einen Tropfen von seinem Blut abbekommen habe.
Die Blätter des Krauts sind gegenständig und werden mit steigender Höhe immer schmäler und kleiner. Die Blätter sind elliptischer oder ovaler Form. Im Gegenlicht werden unzählige durchsichtige Drüsen sichtbar. Johanniskraut wächst in Europa, besonders aber in Mitteleuropa. Es favorisiert trockene und sonnige Plätze, wie z.B. Wegränder, Trockenrasen, Berghänge, lichte Wälder und Mauern. Die Pflanze ist entlang von Straßen, an Waldrändern und auf Waldschlägen, sowie auf Grasplätzen und sonnigen Heiden zu finden.
Sammelgut der Pflanze ist das gesamte blühende Kraut. Dies wird von Juni bis September, vor allem aber im Juli gesammelt.
Wirkung:
- Blutreinigend
- Verdauungsfördernd
- Krampf- und schleimlösend
- Schmerzstillend
- Blutdrucksenkend
- Zusammenziehend
- Entzündungshemmend
Wirkstoffe:
Kohlehydrate, Eiweiß, Stearin, Gerb- und Bitterstoffe, Hyperinrot, Pektin- und Myristinsäure, Phytosterin, Harz, Hyperizin, ätherisches Öl
Zu beachten
Es ist bekannt, dass bei einer Anwendung von Johanniskraut über einen größeren Zeitraum, Lichtempfindlichkeit entsteht. Daher sollten bei einer Öl- oder Teekur Solarien, pralles Sonnenlicht usw. gemieden werden.
Quellen zu diesem Artikel
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