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Das Heilkräuter - Verzeichnis

Fenchel - Geschichtliches und Sagen

Traditionell bekamen Frauen nach der Entbindung Fenchel geschenkt... um Fliegen vom Baby abzuhalten und um mit einem daraus zubereiteten Tee die Milchproduktion anzuregen.

Im alten Ägypten kannte man den Fenchel wegen seiner blähungstreibenden Wirkung.

Im antiken Rom beschrieb Plinius (23 - 79 n. Chr.) die gute Wirkung auf die Verdauung.

"Mit Wasser getrunken sänfftiget er den Unwillen und die Hitze deß Magens"

Dioskurides empfahl den Fenchel bei Unwohlsein des Magens und Sodbrennen.

Eine der ältesten bekannten Heilpflanzen

Der Fenchel gehört zu den ältesten bekannten Heilpflanzen.

Schon Walahfrid Strabo erwähnte ihn in seinem Hortulus:

"Auch die Ehre des Fenchels sei hier nicht verschwiegen: er hebt sich kräftig im Spross, und er strecket zur Seite die Arme der Zweige. Ziemlich süß von Geschmack und süßem Geruch desgleichen. Nützen soll er den Augen, wenn Schatten sie trübend befallen. Und sein Same, mit Milch einer Mutterziege getrunken, lockre, so sagt man, die Blähungen des Magens und fördere lösend alsbald den zaudernden Gang der lange verstopften Verdauung. Ferner vertreibt die Wurzel des Fenchels, vermischt mit dem Weine, Trank des Laeneus, und so genossen, den keuchenden Husten."

Fenchel am Johannistag in die Schlüssellöcher des Hauses gesteckt, ließ die unerwünschten Geister das ganze Jahr nicht mehr herein!

"Begierde zum Essen, stärcket die leiblichen Geister und mehret den natürlichen Samen/ richtet die hangenden Mannsruten wieder auf"

Plinius

Macht müde Männer munter

Fenchel macht also müde Männer wieder munter!

Plinius gab dem Fenchel auch den Namen Foeniculum, was so viel wie Heu bedeutet. Getrocknetes Fenchelkraut sieht tatsächlich etwas wie Heu aus...

"Der Fenchel wirkt gegen Krämpfe und kräftigt den Magen."

Sebastian Kneipp





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