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Das Kräuter-Verzeichnis

Der Beifuß als Frauenkraut

Der wohl allseits bekannte Beifuß gilt auch als typisches Frauenkraut. Schon Albertus Magnus sagte "Beifuß oft genutzt, macht die Frauen fruchtbar"

Der Beifuß wird unter anderem auch Jungfernkraut, Besenkraut oder Johannesgürtel genannt.

Im Beifuß findet man unter anderem große Mengen von Bitterstoffen, ätherischen Ölen, Kampfer und Thujon, Flavonoide, Systosterol und Cumarine. Die Wissenschaft bestätigt heutzutage eine Wirkung zum Beispiel gegen Mikroben und Bakterien, außerdem gegen Pilzsporen und gegen Insekten. Außerdem treibt dieses Heilkraut den Harn, die Galle, es löst Krämpfe, es erleichtert Geburten und fördert die Menstruation.

Beifuß

Auch heute noch werden mit Beifuß Räucherungen durchgeführt, die böse Dämonen vertreiben sollen. Früher, als man die eigentlichen Krankheitserreger noch nicht kannte, dachte man, dass Dämonen eine Ursache für Erkrankungen waren. Der Beifuß galt dabei besonders als Pflanze gegen den Dämon der Melancholie und der Verzweiflung, heutzutage würde man dies wohl eher als Depression bezeichnen. Eine andere Variante der gebräuchlichen Räucherungen ist das Rauchen von Beifußblättern.

Die innerliche Verwendung von getrockneten oder frischen Beifußblättern ist ebenso seit Jahrhunderten bekannt, so zum Beispiel als Gewürz, um besonders fettes Essen besser verdauen zu können. Früher war außerdem bekannt, dass die Wurzeln der Pflanze gegen Epilepsie helfen können.

Beifuß bringt alles in Fluß

Als spezielles Frauenkraut hilft der Beifuß, alles ins Fließen zu bringen. Dies bedeutet, dass der Harn besser fließt, dass der Schweiß besser fließt, dass die Keimdrüsen einen Eisprung begünstigen, dass die Menstruation gefördert wird, ebenso wie die Verdauung allgemein.

Die menstruationsfördernde Wirkung des Beifuß kann sich eine Frau zum Beispiel dann zunutze machen, wenn sie die Pille abgesetzt hat und es nicht gleich zu einer richtigen Blutung kommt.

Sollte mehrere Monate hinweg die Regel ausbleiben und keine Schwangerschaft bestehen, so kann man eine Teekur mit Beifuß durchführen. Dazu nimmt man pro Tasse Tee zwei Teelöffel der getrockneten Pflanze, lässt dies eine Viertelstunde ziehen und trinkt dann davon bis zu vier Tassen am Tag. Allerdings sollte man wissen, dass, je länger die Blutung bereits ausgeblieben ist, umso länger dieser Tee getrunken werden muss.

Wenn bereits junge Mädchen zu Beginn ihrer Pubertät Probleme mit der Regel haben, weil sie oft ausbleibt, sollten sie regelmäßig diesen Beifußtee trinken. Er hilft außerdem bei Zyklusstörungen und Krämpfen während der Menstruation.

Da der Beifuß auch den Eisprung begünstigt, kann man den Beifuß auch als Tee trinken, wenn man einen Kinderwunsch hat und dieser nicht klappen will.

Sollte eine Frau eine ständig zu schwache Regelblutung haben, kann dieser Tee auch helfen, die Gebärmutter zu reinigen, da er die Blutung anregt.

Stichwort Reinigung: Beifuß reinigt allgemein das ganze Blut im Körper. Außerdem kann er Gifte aus dem Körper ausleiten, da er die Schweißbildung und den Harndrang fördert.

Da der Beifuß eine solch stark reinigende Wirkung hat, nahmen ihn die Frauen im Mittelalter in Form eines Honigweins zu Reinigungskuren, besonders nachdem sie krank waren oder nachdem sie ein Kind geboren hatten.

Auch heute findet man teilweise noch Räucherungen, die die Geburt eines Kindes anregen sollen. Dies ist ein alter Brauch, der schon seit Jahrhunderten bekannt ist. Früher dachte man, dass der Rauch des Beifuß die bösen Dämonen vom Kindbett fernhalten konnte, heutzutage weiß man, dass er einfach Krankheitserreger bekämpft.

Auch heute noch geben Hebammen hoch dosierten Beifußtee oder Beifußwein, um den Muttermund zur Geburt zu öffnen und die Wehen anzuregen.

Ein Beifußwein

Dieses Rezept stammt angeblich von Paracelsus. Er verwendete dafür frische ausgegrabene Wurzeln des Beifuß und dessen oberirdische Bestandteile.

Die Pflanzen erntete er im Juni bzw. Juli und setzte daraus einen Wein an.

Bitte achten Sie darauf, dass Sie Pflanzenteile nur dort ausgraben, wo sie nicht von Schadstoffen belastet sind.

Herstellung des Beifußweines
  1. Die Wurzeln werden gut gesäubert und gewaschen. Gleiches gilt für die oberirdischen Teile der Pflanze. Zerkleinern Sie dann die Wurzeln und die oberirdischen Pflanzenteile getrennt voneinander und hacken Sie sie möglichst klein, sodass ein Brei entsteht. Erst wenn dieser Brei fertig ist, mischt man alles zusammen.

  2. Diesen Brei gibt man dann in ein verschraubbares Glas mit ca. 1 l Fassungsvermögen. Geben Sie dann eine Flasche guten Weißwein darüber und verschrauben Sie das Glas.

  3. Lassen Sie das Glas an einem warmen sonnigen Platz stehen, ungefähr 14 Tage lang. Schütteln Sie das Glas jeden Tag einmal gut durch.

  4. Nach diesen 14 Tagen sieben Sie die pflanzlichen Bestandteile aus dem Wein heraus und füllen den Weinen eine dunkelwandige Flasche. Der Wein sollte möglichst kühl aufbewahrt werden, damit er sich möglichst lange hält. Die Haltbarkeit beträgt bis zu einem Jahr.

Trinken Sie bis zu zweimal am Tag ein Schnapsglas von diesem Wein. Beginnt man ca. eine Woche vor dem eigentlich gedachten Geburtstermin damit, sorgt das dafür, dass die Geburt nicht wesentlich später eintritt.

Trinkt man diesen Wein zu Beginn der Geburt, so regt er die Wehen an, verhindert Krämpfe und hilft auch dabei, die Nachgeburt schneller auszutreiben.

Eine weitere Anwendung ist, eine zu schwache oder gar ganz ausgebliebene Regel wieder anzuregen.

Bitte beachten Sie

Bitte beachten Sie, dass Sie den Beifuß nur mit Vorsicht verwenden, wenn Sie schwanger sind, wenn Sie eine sowieso sehr starke Regelblutung haben oder wenn Sie unter hohem Blutdruck leiden. Bitte beachten Sie auch, dass es Menschen gibt, die gegen den Beifuß allergisch sind.

Beifuß
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Letzte Änderung am Donnerstag, 5.10.2017, 09:35:50 Uhr


Verwechslungsgefahr

Der Beifuß kann mit dem Wermut verwechselt werden. Dieser ist kleiner, die Blätter sind silbrig grau und behaart.

Es besteht außerdem eine Verwechslungsgefahr mit der Beifuß-Ambrosie, die starke Allergien auslösen kann!