Amazon.de Widgets
Das Kräuter-Verzeichnis

Die Baumwolle als Frauenkraut

Auch wenn viele Menschen es nicht wissen, gehört die Baumwollpflanze zu den Heilpflanzen. Sie ist außerdem eine spezielle Pflanze für allerlei Frauenbeschwerden, also ein Frauenkraut. Die Baumwollpflanze hilft zum Beispiel, wenn der Blutfluss gehemmt werden soll, wenn die Gerinnung gefördert werden soll oder die Menstruation ausgelöst werden soll. Außerdem muss man wissen, dass diese Pflanze Wehen anregen kann und sogar eine Fehlgeburt auslösen kann.


Die Samen haben eine teilweise milchbildende Wirkung. Hinzu kommt, dass ein Inhaltsstoff, das Gossypol, das in der Wurzelrinde zu finden ist, die Beweglichkeit von Spermien sowie die Neubildung von Spermien beim Mann hemmen.

Wer hätte das gedacht, dass die Baumwollpflanze das alles kann?

In der Baumwollpflanze findet man neben dem oben erwähnten Gossypol auch Flavonoide, Linolensäure, Öle, Glyceride und Vitamin E.

Die Baumwollpflanze ist wohl eine der ältesten Kulturpflanzen, da man aus ihr den allseits gebräuchlichen Baumwollstoff herstellen kann. Außerdem gewinnt man aus den Samen Öl, welches man als Speiseöl verwenden kann. Heutzutage verwendet man es auch zur Herstellung von Margarine.

Die erste Anwendung der Baumwolle als Heilkraut fand wohl in der arabischen Kultur statt. Unter anderem verwendete man die Blätter gegen Koliken bei Kindern, die Samen der Baumwollpflanze setzte man gegen Husten ein und das Öl aus den Samen setzte man in kosmetischen Artikeln ein, um zum Beispiel Sommersprossen wieder los zu werden.

Im alten China und dessen Medizin stellte man fest, dass das Öl aus den Samen einen gewissen Einfluss auf die männliche Fruchtbarkeit hatte. Genauer gesagt stellte man fest, dass Männer, die regelmäßig dieses Öl zu sich nahmen, unfruchtbar wurden. Die heutige Medizin weiß, dass dies an dem giftigen Inhaltsstoff Gossypol liegt, der die Beweglichkeit und die Neubildung der Spermien unterdrückt. Dieser Inhaltsstoff galt eine Zeit lang als Hoffnung, die Pille für den Mann daraus herstellen zu können. Allerdings fand man wesentlich später heraus, dass es zu teilweise schwerwiegenden Nebenwirkungen kommen kann, die nicht mehr rückgängig gemacht werden können.

Die Industrie liebt dieses Öl wegen des enthaltenen Vitamins E, das sie daraus in größeren Mengen gewinnen kann. Außerdem stellt man aus dem Öl Seife her.

Als Frauenheilkraut hilft eine Tinktur oder eine Abkochung aus der Rinde der Wurzel. Diese Rinde kann zum Beispiel Kontraktionen des Uterus stimulieren und wurde früher zum Einleiten von Wehen bzw. zum Verstärken von Wehen verwendet. Auch die Nachgeburt kann damit leichter ausgetrieben werden. Eine Urtinktur aus der Rinde hat eine stärkende Wirkung auf die Gebärmutter und soll auch gegen Unfruchtbarkeit helfen. Früher setzte man eine solche Urtinktur außerdem ein, wenn eine Frau immer wieder Fehlgeburten hatte, weil die Gebärmutter das ungeborene Kind nicht halten konnte. Außerdem gab man sie bei Blutungen nach der Geburt eines Kindes.

Bitte beachten

Bitte beachten Sie, dass Sie Präparate mit Baumwolle nicht während einer Schwangerschaft verwenden sollten, wenn Sie nicht genau wissen, welche Wirkung dadurch ausgelöst werden kann.

Baumwolle
Baumwolle





Ähnliche Themen:

Ähnliche Themen:




Mein Shop









Letzte Änderung am Donnerstag, 5.10.2017, 07:54:46 Uhr