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Das Heilkräuter - Verzeichnis

Die Zwiebel

Die Zwiebel gehört zu den ältesten Kulturpflanzen des Menschen. Sie genoss früher ein so hohes Ansehen, dass sie der ägyptischen Göttin Isis geweiht wurde. Schon früher wurde sie nicht nur als Nahrungsmittel angesehen, sondern auch als günstiges Heilmittel, das man bei allerlei Krankheiten einsetzte. Diese Wirkung hat sich bis in unsere heutige Zeit gehalten.

Schon vor über 5000 Jahren bauten die alten Ägypter die Zwiebel an. Man verwendete sie dort als Nahrungsmittel für das normale Volk, das für jeden erschwinglich war. Dadurch wurde die Zwiebel zum wahrscheinlich beliebtesten Gemüse im alten Ägypten. Man gab bündelweise Zwiebeln mit in die Gräber der Toten, damit sie im Jenseits genug zu essen hatten.

In unseren Breitengraden wurde die Zwiebel erst durch die Römer bekannt. Diese brachten die Zwiebel nach Nordeuropa.

Auch im Mittelalter kannte und verwendete man die Zwiebel als Heilpflanze. Und auch hier war sie wieder ein günstiges Nahrungsmittel für arme Leute.

Die Zwiebel hilft zum Beispiel gegen Veränderungen der Blutgefäße, sie regt die Verdauung an, gleichzeitig auch den Appetit und sie treibt den Harn. Ebenso reinigt sie das Blut und verdünnt das Blut. Die Zwiebel senkt den Blutdruck und den Fettspiegel im Blut, weshalb sie zusammen mit dem Knoblauch und dem Bärlauch ein wichtiges Mittel für unsere Blutgefäße ist.

Jeder von uns kennt es wahrscheinlich, wenn er eine Zwiebel schneidet: es schieße einem schnell die Tränen in die Augen. Das ist eine der bemerkenswertesten Eigenschaften der Zwiebel: Sie regt die Bildung von Flüssigkeiten an und hilft, diese auszuscheiden. Außerdem hilft die Zwiebel bei Entzündungen, gerade wenn es um Entzündungen der Atemwege geht. Außerdem kann sie helfen, dass Nasenschleimhäute und die Schleimhäute in Hals und Rachen abschwellen, zudem löst die Zwiebel Husten.

Äußerlich angewendet hilft die Zwiebel bei Insektenstichen, indem man sie in Scheiben schneidet und auf den Einstich legt.

Wenn Ihnen die Gelenke schmerzen, zum Beispiel wenn Sie unter rheumatischen Erkrankungen leiden, können Sie Auflagen mit Zwiebeln machen.

Die Zwiebel für Kinder

In der Naturheilkunde ist die Zwiebel ein besonderes Mittel, wenn es um Erkältungen geht, und da ganz besonders, wenn Kinder erkältet sind. So kennen viele Mütter noch Zwiebelwickel und Zwiebelsirup, die sie ihren Kindern dann geben.

Auch bei Mittelohrentzündungen kann ein solcher Zwiebelwickel helfen. Schneiden Sie dazu eine Zwiebel klein und geben Sie sie in eine kleine Socke. Erwärmen Sie diese Socke dann über Wasserdampf oder auf einer Heizung und legen Sie dann die Socke auf das Ohr auf. Achten Sie aber darauf, dass die Socke nicht zu heiß ist, um dem Kind nicht weh zu tun. Zwiebelwickel und Zwiebelsocken helfen, dass Schwellungen abklingen und die Schmerzen vergehen. Geben Sie zwei bis dreimal am Tag für ungefähr 30 Minuten einen solchen Wickel auf die betroffenen Stellen.

Wenn Sie unter einer verstopften Nase leiden, empfiehlt es sich, eine Zwiebel klein zu schneiden und in ein kleines Säckchen oder ein Taschentuch zu geben. Dieses Taschentuch legt man neben sich, so dass das Sekret leichter ausgeschieden werden kann. Gleichzeitig werden so Bakterien, die in der Luft vorhanden sind, beseitigt.

Wenn Sie unter Husten leiden, so können Sie zum Beispiel einen Sirup aus Zwiebeln herstellen. Ein solcher Sirup löst Krämpfe und hilft, dass man den Auswurf besser los wird. Schneiden Sie dazu 50 g Zwiebel klein und bedecken Sie sie mit Honig. Lassen Sie dieses Gemisch für einige Stunden stehen und sieben Sie dann die Zwiebeln heraus. Nehmen Sie den Sirup dreimal am Tag. Gelagert wird dieser Hustensirup im Kühlschrank, er hält für ca. eine Woche. Bitte beachten Sie, dass dieser Sirup nicht für kleine Kinder unter einem Jahr geeignet ist.





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