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Meldungen über Beifuß

Mit geschätzt 500 Millionen Erkrankungen im Jahr gehört Malaria zu den großen Geißeln der Menschheit. Lebensgefährlich ist diese Krankheit vor allem für Kleinkinder und Schwangere in den Tropen, aber auch für reisefreudige Touristen aus gemäßigten Klimazonen. Nach Schätzungen sterben zwischen einer und drei Millionen Menschen im Jahr an Malaria.

Nachdem der erste Großangriff der Weltgesundheitsorganisation WHO auf die Malaria in den fünfziger und sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts weitestgehend gescheitert ist, läuft nun eine neue Angriffswelle. Ganz zentral dabei ein Wirkstoff aus der traditionellen chinesischen Medizin, Artemisinin. Artemisinin ist enthalten im Einjährigen Beifuß (Artemisia annua) und wird seit jeher in China zur Heilung der Malaria eingesetzt. Heute steht er ganz oben auf der Empfehlungsliste der WHO.

Sein entscheidender Vorteil: Anders als bei den herkömmlichen Medikamenten gibt es bisher kaum Probleme mit resistenten Erregern. (FAZ)

Resistente Erreger sind eines der ganz großen Probleme, mit denen die modernen medizinischen Wirkstoffe zu kämpfen haben.

An ihnen vor allem war auch der erste Versuch der WHO gescheitert, die Malaria, ihre Überträger (Stechmücken der Gattung Anopheles) und Erreger auszurotten.

Das große Ziel in weiterer Ferne ist es, einen Impfstoff gegen Malaria zu entwickeln. Bis dahin ist der Einjährige Beifuß bzw. seine Wirkstoffe eine wertvolle Hilfe im Kampf gegen die Malaria. Hoffentlich wird er nicht auch bald in Europa gebraucht, da durch die Klimaerwärmung Gefahr besteht, dass die Malaria nach Europa zurückkehrt.

Entnommen aus

An der Front gegen die Malaria (FAZ v. 28.5.08)





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