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Mastix

Mastix: erst antiker Kaugummi, jetzt beliebt als wirkungsvolles Mundwasser

Der Stoff Mastix, der auch als Träne von Chios bezeichnet wird, ist das Harz eines Baumes namens Pistacia lentiscus.

Bereits zu antiken Zeiten war das Harz bekannt dafür, dass es Zähne besonders gut pflegen kann. Und schon damals wurde dieses Harz deshalb ein beliebter Export-Schlager.

Heute weiß man, dass in Mastix antibakterielle Stoffe stecken, die Krankheitskeime bekämpfen können. So wird zum Beispiel Karies und Parodontose vorgebeugt bzw. sogar leicht gebessert.

Wer öfters mal im Mittelmeerraum Urlaub macht, der hat wahrscheinlich den Mastixstrauch schon gesehen.

Allerdings ist dieser Strauch nicht besonders auffällig, weshalb man ihn gerne übersieht. Der Mastixstrauch ist ein Verwandter der Pistazien und tatsächlich eine der häufigsten vorkommenden Straucharten im Mittelmeergebiet.

Die Sträucher, die dieses Harz bilden, wachsen aber tatsächlich nur auf der griechischen Insel Chios. Nur hier bildet sich unter der Rinde das Harz, das man als Mastix bezeichnet.

Man hat natürlich versucht, diese Sträucher bzw. Bäume von der Insel zu exportieren und sie auch anderswo anzupflanzen, allerdings hat das bisher noch nicht geklappt. Die Pflanzen stellen nach einer Umsiedlung einfach die Herstellung des Harzes ein. Warum das so ist, weiß man bis heute nicht.

Aufgrund der positiven Wirkung des Mastix im Mundraum galt das Harz schon, laut biblischen Überlieferungen, in der Antike als beliebtes und vor allem teures Handelsgut.

So findet man in der Bibel, unter Mose Genesis 43,11: "Nehmt von den besten Erzeugnissen des Landes in eurem Gepäck mit und überbringt es dem Mann als Geschenk: etwas Mastix, etwas Honig,... "

Mastix war also so wertvoll und begehrt, dass man es zu den wertvollsten Gütern zählte.

Bekannt ist auch, dass Mastix im antiken Griechenland oder im alten Rom als eine Art Kaugummi verwendet wurde, mit dem man sich tagtäglich die Zähne reinigte. Es war damals schon bekannt, dass das Harz eine desinfizierende Wirkung im Mundraum ausübt, weshalb die Zähne und das Zahnfleisch wesentlich länger gesund blieben.

Zu Zeiten der Sultane im damaligen Konstantinopel wurde den wunderschönen Haremsdamen Mastix gegeben, damit sie einen reinen Atem hatten.

Und auch heute noch kennt man Mastix als Stoff in der Mundhygiene, zum Beispiel in Mundwassern.

Die Wirkung ist inzwischen auch wissenschaftlich belegt.

Und übrigens wurde das Harz nicht nur zu gesundheitlichen Zwecken eingenommen bzw. gekaut, sondern auch als Gewürz für die Nahrung verwendet.

Wie gewinnt man das Harz aus dem Mastix-Strauch?

Die Gewinnung des Harzes ist eigentlich ganz einfach: man ritzt einige Kanäle in die Rinde des Strauches. Praktisch wird es dann allerdings komplizierter, denn es steckt schon viel an Erfahrung und Wissen dahinter, bis man die Kanäle dort einritzt, wo sie auch tatsächlich Harz zutage fördern.

Das zähe Harz tritt dann wie eine Träne aus der Rinde heraus, weshalb es auch als „Tränen von Chios“ allseits bekannt ist.

Das aufgefangene Harz wird dann bis zu drei Wochen getrocknet, danach gereinigt und schließlich weiterverarbeitet.

Für 1 kg des Harzes braucht es ungefähr fünf Bäume, die ihr Harz geben müssen. Sie sehen schon, dass dies ein rechter Aufwand ist, weshalb dieses Harz auch nicht ganz billig zu bekommen ist. So kostet ein Kilo dieses Harzes im Moment um die 100 €.

Wie kann ich Mastix zur Zahnpflege verwenden?

Es gibt inzwischen natürlich einige fertige Kosmetika, in denen Mastix enthalten ist. Zum Beispiel gibt es Zahncremes und Mundwasser, die man in der Drogerie oder der Apotheke kaufen kann.

Auf der griechischen Insel Chios gibt es außerdem noch Kaugummis mit dem Namen Elma, die dort zum alltäglichen Leben gehören und die vor allem auch in arabische Länder exportiert werden.

So soll alleine Saudi-Arabien mehr als die Hälfte der gesamten Jahresproduktion importieren, weil die Kaugummis dort so beliebt sind.

Bei uns in Deutschland findet man diese Kaugummis teilweise in griechischen Restaurants oder Läden.

Über die Wirkung von Mastix

Mastix-Harz ist nachgewiesener Weise ein Mittel gegen Zahnbelag, es wirkt antiseptisch und schenkt einen reinen, angenehmen Atem. Daher wird es auch oft gegen Mundgeruch verwendet.

Die Erfahrungsmedizin kennt Mastix auch als Mittel bei Magengeschwüren, da es gegen den Auslöser Helicobacter pylori helfen kann.

Mastix kann zudem äußerlich auf die Haut aufgetragen werden, wodurch die Haut geschmeidiger wird und sogar Falten vorgebeugt werden kann. Hinzu kommt, dass kleine Verletzungen schneller abheilen.

Heutzutage haben viele weltweite wissenschaftliche Studien die Wirkung von Mastix bewiesen.

Keime, die die Auslöser von kariösen Zähnen sind (Streptococcus mutans), ebenso die Auslöser von Parodontitis, Porphyromonas gingivalis, und die Auslöser von Magengeschwüren, Helicobacter pylori, kann man durch die dauerhafte Anwendung von Mastix bekämpfen.

Wirkstoffe

In dem Harz sind unter anderem folgende Wirkstoffe enthalten:

Ätherisches Öl und α-Pinen.

Über den Mastixstrauch

Der Mastixstrauch ist eine immergrüne Pflanze. Das bedeutet nichts anderes, als dass er auch im Winter grüne Blätter trägt.

Er ist ein typischer Strauch im Mittelmeerraum, und sogar auf den kanarischen Inseln ist er anzutreffen.

Der Mastix Strauch kann bis zu 3 m hoch werden, oftmals bleibt er aber kleiner im Wuchs.

Mastix wird oft auch als "Wilde Pistazie" bezeichnet, wobei er tatsächlich ein Verwandter der Pistazie ist.

Mastix war schon immer als Handelsware begehrt

Besonders auf der Insel Chios ist die Pflanze eng mit der Geschichte verbunden.

So gelangte im Mittelalter die Insel Chios zu Wohlstand und Reichtum, da nur hier Sträucher wachsen, aus denen man das Harz gewinnen kann. Es entwickelte sich ein reger Handel mit der ganzen damaligen Welt.

Und auch heute noch verdienen sich tausende von Bewohnern der Insel ihren Lebensunterhalt durch die Herstellung von Mastix. Es sollen über zwei Millionen dieser Bäume auf der Insel wachsen.


Der Mastixstrauch (Pistacia lentiscus), auch Wilde Pistazie genannt, gehört wie die echte Pistazie auch zu der Familie der Sumachgewächse.

Der Mastixstrauch wächst als Strauch, seltener als kleiner Baum, und erreicht Wuchshöhen von 1 bis 3 Meter. In Ausnahmefällen bis 8 Meter. Die immergrünen Blätter sind paarig gefiedert, wobei die 8 bis 12 einzelnen Fieder bis fünf Zentimeter lang werden. Die Fiedern sind stumpf mit einer aufgesetzten Spitze. Die Blattspindel ist breit geflügelt. Die zweihäusigen Blüten stehen in einem kurzen, dichten Blütenstand in den Blattachseln. Die männlichen Blüten besitzen auffällig dunkelrote Staubbeutel. Die weiblichen Blüten sind grünlich. Die etwa 4 mm großen Früchte sind anfangs rot, später schwarz.


Übersicht

Wirkung und Anwendung von Mastix-Pistazien

Früher Klebstoff für Pflaster

Verwendete Pflanzenteile

Verwendet wird das Harz aus der Rinde

Blütezeit

März bis Juni

Mastix
Mastix




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