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Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)


Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)

In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird der Körper als eine "harmonische Landschaft" gesehen. Die Untersuchung besteht aus der Suche nach Zeichen und Symptomen und basiert zum Großteil auf der Pulsanalyse. Weitere Themen sind Tage Heilatmen und Massage.

Darüber hinaus könnten wir noch über viele Heilmethoden, Zubereitungen von Arzneien und noch vieles mehr sprechen, hier wollen wir uns nur auf wenige markante Punkte zu beschränken.

Dem chinesischen Arzt gibt das betasten des Patienten wichtige Hinweise für die Diagnoseerstellung. Im Mittelpunkt steht dabei das Pulsfühlen. Das geschieht mit drei Fingern an der Speichenschlagader am Handgelenk. Die beste Zeit dafür ist der Morgen, wenn der Körper noch am ruhigsten ist. Aber das Pulsfühlen der chinesischen Medizin ist keineswegs so einfach, wie wir das im Westen handhaben. Der chinesische Arzt kennt nämlich 28 klassische Pulsarten, deren Kenntnis für ihn wichtig ist. Da sind beispielsweise der oberflächliche Puls, der tiefe Puls, der langsame, der schnelle Puls, ein feiner Puls, ein großer, ein leerer, ein voller Puls. weitere Unterscheidungskriterien für den Puls sind; schlüpfrig, rau, drahtig, jagend, intermittierend, lang, sanft, überflutend. Außerdem wird noch differenziert in verschwindenden, kraftlosen, zerfließenden Puls. Das sind jedoch nur einige der allerwichtigsten Pulsmerkmale.

Der Puls "schlägt" von selbst und Atmen ist die einfachste Sache der Welt, man braucht nur Luft durch die Nase einsaugen und durch den Mund wieder rausblasen – das ist alles, das kann doch jedes Kind - das werden Sie vielleicht sagen, wenn Sie den begriff Atemtherapie hören. Sehr viele Menschen atmen falsch, zu flach oder zu tief. Und: Atmen wurde in der chemischen Medizingeschichte schon in lange vergangenen Zeiten zu therapeutischen Zwecken genutzt.

Wir haben hier für Sie eine ursprünglich auf 12 Jadesteinen verfasste Inschrift in deutscher Übersetzung vorbereitet. Sie lautet: "Beim Atmen muss man so vorgehen: man behält den Atem und er sammelt sich. Wenn er sich gesammelt hat, dehnt er sich aus. Wenn er sich ausdehnt, geht er nach unten. Wenn er nach unten geht, wird er ruhig. Wenn er ruhig geworden ist, wird er fest. Wenn er fest geworden ist, beginnt er zu keimen. Wenn er ausgekeimt hat, wächst er. Wenn er gewachsen ist, muss man ihn wieder zurückdrücken, wenn er zurückgedrückt ist, erreicht er den Scheitel, Oben drückt er dann gegen den Scheitel, unten abwärts. Wer dieses befolgt lebt, wer das Gegenteil davon tut, stirbt".

Weshalb richtiges Atmen so wichtig ist? Weil, wie schon die alten Chinesen wussten, die Atmung "den Zugang zur Seele" öffnet. Und, weil jede Spannung seelischer oder körperlicher Natur zur Behinderung des Atmungsprozesses führt. Dabei verändern sich auch Körperhaltung, Muskelspannungen, Stimmungslage, was wiederum zu einen Rückkoppelungsprozess auf die Atmung führt und diese behindert.

Doch gleich vorweg: Die Atemtherapie ist – wie übrigens alle Heilmethoden – kein "Wundermittel". Mit ihr können beispielsweise keine ansteckenden Krankheiten geheilt werden, keine Vergiftungen und keine Geisteskrankheiten.

Aber: Wer richtig atmen lernt und diese Kenntnis im Sinne der Atemtherapie anwendet, der wird von den Vorteilen dieser Heilmethode voll profitieren, die da sind: Die Funktion innerer Organe bewusst beeinflussen. Meister dieser Technik könne sogar Blutgefäße und Herz unabhängig voneinander damit steuern.

Die Atemübungen, die in China als Therapie verwendet werden, bestehen nicht nur aus schlichtem Ein- und Ausatmen. Sie verlangen die Einbeziehung des ganzen Körpers und des Bewusstseins. Jede Übung beginnt mit Entspannungstechniken. Was besonders für Menschen wichtig ist, die aus einer westlichen Kultur kommen, bei der Hektik anscheinend ein unauslöschlicher Bestandteil ist.

Erst wenn man die innere Ruhe gefunden hat, wird zu den kombinierten Übungen und hernach zu den inneren Übungen übergegangen.

Das heißt aber nicht mehr und nicht weniger, als dass sich der Patient selbst heilt. Er Arzt, der die Übungen leitet, weist nur an, wie dieser Vorgang in die Wege geleitet werden muss. Wenn Sie mit der Atemtherapie etwas erreichen wollen, müssen Sie sich Zeit nehmen, will heißen, ihrem Organismus Zeit lassen. Ungeduldiges Üben kann hingegen zu unerwünschten Schäden und manchmal auch zum gegenteiligen Effekt dessen führen, was man erreichen will.

Tuina-Massage Sie können mit dieser Massage unter anderem Müdigkeit vertreiben, Stress widerstehen lernen, Magenverstimmung, Kopfschmerzen vertreiben und vieles mehr.

Diese Massage-Methode dient auch der Vorbeugung. Wer noch gesund ist, erreicht durch Selbstmassage bestimmter Stellen eine Stärkung der Abwehrkraft. Er ist in der Folge nicht so krankheitsanfällig. Bei chronischen Krankheiten verhindert die chinesische Massage zumindest eine Verschlechterung. Grundvoraussetzung ist dafür allerdings eine regelmäßige Anwendung. Bei akuter Behandlung darf sich der Patient auf keinen Fall selbst behandeln.

Für die vorbeugende Selbstmassage wurden von den chinesischen Ärzten schon vor vielen Jahrhunderten sechs Grundgriffe erarbeitet. Und zwar: An (drücken), Mo (streichen), Tui (schieben), Na (zwicken bzw. kneten), Rou (reiben bzw. friktieren) und Yao (kreisen, passive Bewegungen).

Dabei ist zu beachten:

1. Alle Griffe mit Ausnahme des Zwickens und Knetens sind zart und leicht durchzuführen

2. Während des Massierens sollte kein Schmerz auftreten, sondern bloß ein Druckgefühl

3. Der Raum, in dem die Akupressur-Tuinamassage durchgeführt wird, sollte wohl temperiert sein

4. Man sollte sich auf einem Sessel sitzend massieren

5. Nichts Einengendes tragen! Die Kleidung sollte bequem sein und nirgends drücken

6. Der günstigste Zeitpunkt für die Massage ist der Morgen, gleich nach dem Aufstehen oder nach der Dusche bzw. nach einem Bad

7. Zur Unterstützung der Massage können Kräuteröle verwendet werden.

Massageverbot besteht allerdings bei allen entzündlichen Prozessen, bei Herdinfektionen, Erkrankungen des Gefäßsystems (zum Beispiel Krampfadern oder Thrombosen) sowie bei frischen Verletzungen.

(ama)




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