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Das Kräuter-Verzeichnis

Der Liebstöckel als Frauenkraut

Der Liebstöckel ist vielen Menschen auch als Maggikraut bekannt, da er den typischen Geschmack des weltweit berühmten Gewürzes hat.

Der Liebstöckel hat aber auch noch andere interessante Namen wie beispielsweise den Namen Luststock, Lebensstock oder Gebärmutterwurzel.

Der Liebstöckel als Frauenkraut
Der Liebstöckel als Frauenkraut

Laut Sage und Überlieferung soll alleine der Geruch des Liebstöckels die Lust bei Frauen steigern. Heutzutage weiß man, dass in der Pflanze Pheromone enthalten sind, das sind Sexuallockstoffe, die den körpereigenen menschlichen Lockstoffen sehr ähnlich sind. Eine solche Wirkung könnte also tatsächlich vorhanden sein.

Herausgefunden hat man inzwischen, dass die Inhaltsstoffe der Pflanze die Beckenorgane entstauen, dass sie allgemein Wasser aus dem Körper ausleiten und dass zu sehr kopfgesteuerte Menschen wieder etwas mehr in die Gefühlsebene übergehen.

Seit jeher, und teilweise auch von der heutigen Wissenschaft bestätigte Wirkungen, sind eine harntreibende Wirkung, eine entwässernde Wirkung, eine krampflösende Wirkung, außerdem ist bekannt, dass der Liebstöckel die Menstruation fördert.

Hinzu kommt, dass diese Pflanze dabei helfen kann, dass Schwermetalle aus dem Körper ausgeleitet werden können, die man durch die leider fortschreitende Umweltverschmutzung unweigerlich aufnimmt.

Anwendung des Liebstöckel in der Frauenheilkunde

Bereits Hildegard von Bingen kannte und erwähnte den Liebstöckel als Heilpflanze speziell für Frauen.

Sie fand heraus, dass die Heilpflanze Stauungen im Unterleib der Frauen lösen kann und alles wieder in Fluss bringt. Der Liebstöckel hat nicht nur eine harntreibende bzw. allgemein wassertreibende Wirkung auf den Körper, was zum Beispiel gegen Flüssigkeitsansammlungen im Körper hilft, sondern auch eine menstruationsfördernde Wirkung, die zum Beispiel eine zu schwache Menstruation verstärkt oder eine ausbleibende Menstruation möglicherweise in Gang bringt.

Diese Wirkung ist wahrscheinlich der Namensgeber für den Namen Gebärmutterwurz.

Überhaupt war der Liebstöckel im Mittelalter in jedem Kräutergarten vorhanden, da er nicht nur eine wirksame Heilpflanze war, sondern auch ein beliebtes Gewürz für die Nahrung.

Wie oben schon erwähnt, kann die Heilpflanze dabei helfen, Schwermetalle aus dem Körper auszuleiten. Tatsächlich geht diese Wirkung aber noch viel weiter, denn die Pflanze entzieht sogar dem Boden Schwermetalle, wenn man sie dort angepflanzt hat.

Seien Sie bitte vorsichtig, wenn Sie in einer Schwangerschaft Liebstöckel zu sich nehmen, denn aufgrund der blutungsfördernden Wirkung kann es möglicherweise zu Frühgeburten kommen. Zwar ist es auch heute noch üblich, dass Hebammen einen Liebstöckeltee empfehlen, um Wassereinlagerungen aus dem Körper heraus zu bekommen, jedoch sollten Sie sich unbedingt an die Dosierungsanleitungen halten und nicht auf eigene Faust in größeren Mengen Liebstöckel essen oder trinken. Im Zweifel gibt es auch andere Heilkräuter, die Enzyme auflösen, so zum Beispiel die Brennnessel oder die Goldrute.

Eine weitere Wirkung des Liebstöckel ist eine anregende Wirkung auf die Nieren, was zur Folge hat, dass der Körper besser gereinigt wird und Giftstoffe leichter ausgeschieden werden können. Hand in Hand dazu geht die harntreibende Wirkung der Pflanze, die dann für die Müllabfuhr sorgt.

Die oben erwähnte Wirkung als Sexuallockstoff sei mal dahingestellt.

Was jedoch sicher ist, ist das der Liebstöckel eine den Unterleib wärmende Wirkung hat, was dazu führt, dass wohlige Gefühle bei der Frau leichter entstehen können. Außerdem soll die Anwendung von Liebstöckel dafür sorgen, dass Eizellen leichter "auf den Weg gebracht" werden können, sodass ein Kinderwunsch möglicherweise erleichtert wird.

Eine reinigende und entwässernde Teemischung

Dieser Tee hilft dabei, das Blut und den Körper zu reinigen, außerdem wird Wasser aus dem Körper leichter ausgeschieden und allgemein wird der Stoffwechsel stark angeregt. Es kann also durchaus dazu kommen, dass man dadurch sogar etwas abnimmt.

Sie brauchen dafür

Wegwartenwurzeln, Silbermantelkraut, Liebstöckelwurzel - jeweils 30 g

Artischockenblätter und Ehrenpreis sowie Scharfgarbe - jeweils 20 g

Löwenzahnwurzeln 50 g

Vermischen Sie alle Bestandteile miteinander, geben Sie sie in eine Dose in der Sie sie aufheben können.

Geben Sie pro Tasse Tee von dieser Mischung zwei gehäufte Teelöffel in eine Tasse kochendes Wasser und lassen Sie den Tee dann eine Viertelstunde lang abgedeckt ziehen. Diese Teemischung sollten Sie anderthalb Monate lang trinken, jeweils vier Tassen am Tag.

Ein Tipp: Wenn Sie die Wurzeln der Pflanze ernten wollen, sollten Sie die Wurzeln ernten, bevor die Pflanze geblüht hat, also im Anfang Mai. Ein weiterer guter Zeitpunkt für die Ernte ist der späte Herbst.

Bitte beachten Sie, dass Liebstöckel in der Schwangerschaft mit Vorsicht zu genießen ist. Außerdem gibt es Anwendungsbeschränkungen bei einer Nierenentzündung und bei einer hohen Lichtempfindlichkeit.

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Letzte Änderung am Dienstag, 4.4.2017, 08:32:20 Uhr










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