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Das Kräuter-Verzeichnis

Der Beinwell als Frauenkraut

Der Beinwell ist in der Kräuterheilkunde für seine wundheilende, abschwellende, schmerzstillende und entzündungswidrige Wirkung bekannt. Außerdem fördert er das Zusammenwachsen von gebrochenen Knochen.

Die Volksnamen Wallwurz und Beinheil deuten darauf hin, dass die Pflanze seit jeher dafür bekannt ist, Knochen und Wunden wieder verheilen zu lassen.


Schon die heilige Hildegard von Bingen und auch Paracelsus kannten den Beinwell und erwähnten ihn im Zusammenhang mit Wunden, schlecht abheilenden Geschwüren und gebrochenen Knochen. Dazu empfahlen Sie Auflagen von Beinwell auf die betroffenen Stellen aufzulegen.

Außerdem galt der Wallwurz früher als Mittel gegen Magengeschwüre.

Heutzutage weiß man aber, dass eine innerliche Anwendung von Beinwell nicht ratsam ist, da im Beinwell die sogenannten Pyrrolizidinalalkaloide zu finden sind, die in Tierversuchen eine krebserregende Wirkung zeigten. Außerdem schädigen sie die Leber und das Erbgut des Menschen.

Zwar sind diese Tierversuche nicht in vollem Umfang auf den Menschen übertragbar, da man in Tierversuchen wesentlich höhere Dosen gab, als sie ein Mensch je zu sich nehmen würde, allerdings sei gesagt, dass man Beinwell vorsichtshalber nur äußerlich anwenden sollte. Gleiches gilt für eine Beinwelltinktur.

Und es sei noch darauf hingewiesen, dass sowohl eine Beinwelltinktur, ein Beinwelltee als Waschung oder der Beinwell selbst nur auf unverletzte Haut gegeben werden sollte, damit eventuelle krebserregende Stoffe nicht in den Körper gelangen können.

Und zum Schluß sei noch gesagt, dass Beinwell nur sechs Wochen am Stück verwendet werden sollte, da die Inhaltsstoffe natürlich auch über die Haut in den Körper eindringen.

Salben und Cremes, die in einer Apotheke gekauft werden, können meist auch länger verwendet werden, da diese Produkte eine gezüchtete Form von Beinwell beinhalten, bei denen die giftigen Stoffe nicht mehr vorhanden sind.

Solche Salben eignen sich zum Beispiel, wenn Sie unter entzundenen Gelenken leiden, wenn die Knochenhaut gereizt ist oder wenn Sie unter einer Sehnenscheidenentzündung, einem Tennisarm oder einer Maushand leiden. Man kann eine solche Salbe oder Creme aber auch auf Verstauchungen geben, auf Zerrungen und Prellungen, wo sie dafür sorgt, dass Schwellungen schneller abklingen und das Schmerzen ebenfalls erträglicher werden.

Für diese Wirkung ist das im Beinwell enthaltene Allantoin zuständig, wovon im Beinwell wirklich viel vorhanden ist. Dieser Inhaltsstoff wirkt ähnlich wie ein Hormon, das die Regeneration von Körperzellen stimuliert. So fand man heraus, dass Allantoin bei schlecht verheilenden Wunden, bei Geschwüren auf der Haut oder bei Geschwüren in Magen und Darm die Heilung wesentlich positiv beeinflusst.

Als Frauenkraut hilft der Beinwell bei vielen verschiedenen Beschwerden. So kann eine Tinktur aus den Wurzeln, die Sie mit Wasser auf 20 % verdünnen, gegen entzündete Brustdrüsen helfen. Dazu tränkt man einen Umschlag mit dieser Flüssigkeit und legt sie regelmäßig auf die Brüste auf.

Beinwellsalben können zum Beispiel bei entzundenen, schmerzhaften Venen helfen. Dazu kann man auch wieder die oben erwähnte verdünnte Tinktur verwenden.

Bitte beachten

Bitte beachten Sie, dass Sie den Beinwell nicht innerlich anwenden sollten, schon gar nicht, wenn Sie schwanger sind.

Beinwell
Beinwell





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Letzte Änderung am Freitag, 6.10.2017, 08:27:07 Uhr