Dagmar Herzog-Methode
Die von der deutschen Ernährungsforscherin Dagmar Herzog 1980 entwickelte Methode versucht, Süchte ohne Entzugserscheinungen für immer zu beseitigen.
Ausschlaggebend ist dabei die Arbeit mit Emotionen. Jede Emotion ist eine Hormonausschüttung, die als Botenstoffe (Neurotransmitter) ans Gehirn gehen und so Verhaltensmuster wie Rauchen oder Überernährung programmieren. Ausgehend von der Erkenntnis, dass der Mensch nicht nur süchtig ist nach dem Suchtmittel, sondern vor allem nach dem damit verbundenen Glücksgefühl, zielt diese Methode auf eine emotionelle Umprogrammierung. So wird versucht, Rauch- oder Essgelüste mit negativen Gefühlen zu überschreiben und durch Positivszenen von Wohlfühlen, Sich-schon-fühlen, Bewegung und Laufen zu ersetzen.
Das mentale Training mit Lektüre, CD, Video, Einzel- und Gruppensitzungen erfolgt ein halbes bis ein Jahr lang täglich.
(ama)