Die Milzvergrößerung wird in der Medizin als eine Form der Weißblütigkeit (Leukämie) bezeichnet. Die Vermehrung der weißen Blutkörperchen, der sogenannten Leukozyten, von normalerweise 5000 bis 7000 auf 10.000 bis 500.000 pro Kubikmillimeter ist nämlich unter anderem auch auf eine geschwulstartige Wucherung der Blutbildungsherde im Knochenmark zurückzuführen. Wissenschaftler sind der Ansicht, daß es zu diesem Leiden überwiegend durch vererbbare Veranlagung kommt. Nur in ganz seltenen Fällen handelt es sich um die Folgen von Benzolvergiftung, von Schäden durch Röntgen- oder Radiumstrahlen. Bedenklich erscheint der Medizin, daß die Häufigkeit der Milzvergrößerung in den vergangenen Jahrzehnten sprunghaft zugenommen hat. Es sind alle Altersstufen betroffen, vorwiegend jedoch die jüngeren Jahrgänge.
Typische Symptome
Der Patient klagt über Druck- und Völlegefühl im linken Oberbauch. Zu diesem Zeitpunkt ist mitunter eine Vergrößerung der Milz noch nicht einmal vom Facharzt zu erkennen. Oft kommt es nach solchen Beschwerden erst Jahre später zum Ausbruch des Leidens. Milzvergrößerung äußert sich für den Laien in Mattigkeit, Schwächezuständen, Gewichtsabnahme, Nachtschweiß, Kopfschmerzen, Ohrensausen. Schwindelanfällen, Herzklopfen, Beklemmung und Hautjucken. Nahezu immer verzeichnet der Arzt leichten Temperaturanstieg. Im fortgeschrittenen Stadium der Milzvergrößerung tastet der Mediziner bei einer gründlichen Untersuchung einen großen Milztumor. Eine Bestimmung des Blutbildes ergibt massenhaft vermehrte Leukozyten.
Die Wissenschaft unterscheidet zwischen zwei Arten der Milzvergrößerung: der chronischen und der akuten. Weitaus häufiger findet man die chronische Milzvergrößerung. Sie beginnt schleichend und führt nach einer durchschnittlichen Krankheitsdauer von vier Jahren zum unaufhaltsamen Ende. Die akute Milzvergrößerung dagegen beginnt mit außerordentlich hohem Fieber, mit Schweißausbrüchen, Mundschleimhautentzündung sowie Mandelentzündung. Außerdem kommt es zu Blutungen.
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Quellen zu diesem Artikel
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