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Das Heilkräuter - Verzeichnis

Faulbaum

Die Faulbaumrinde, also die Rinde des Faulbaumes (Frangula alnus), hat eine abführende Wirkung und wird deshalb bei Verstopfung angewendet - allerdings darf sie nur kurzfristig eingenommen werden.

Der Faulbaumstrauch erblüht im Mai und im Juni, die Rinde kann man von März bis in den Mai sammeln. Getrocknet wird die Rinde dann in der Sonne, danach sollte sie ein Jahr liegen oder nochmals eine Stunde lang auf 100 Grad Celsius erhitzt werden.

Früchte sind giftig

Die Früchte des Faulbaums sind giftig!

Naturheilkundlich setzt man Faulbaumrinde z. B. als Abführmittel ein, bei chronischen Verstopfungen, zur Behandlung von Gallekrankheiten, Erkrankungen der Leber und der Bauchspeicheldrüse.

Wissenschaftlich bewiesen ist inzwischen die abführende Wirkung.

Faulbaumrinde wird in unserer Zeit auch in Tees eingesetzt, die beim Abnehmen helfen sollen. Davon sollte man höchstens zehn Teelöffel pro Tag einnehmen.


Ernten und trocknen

Man sammelt die Faulbaumrinde zwischen Mai und Juli, bevor die Pflanze blüht, und zwar von Zweigen, die schon wenigsten 2 Jahre alt sind. Denn dann sind am meisten Wirkstoffe in deren Rinde enthalten.

Ist die Pflanze älter, ist die Wirkstoffkonzentration in der Pflanze nicht mehr so hoch.

Das Sammelgut wird in der Sonne und an einem gut belüfteten Platz getrocknet.

Nach dem Trocknen muss die Rinde noch mindestens 12 Monate lagern, da in ihr gesundheitsschädliche Stoffe sind, die sich dadurch erst verflüchtigen können.

Danach wird das Sammelgut in einem Glas, einer Dose oder einer Papiertüte gelagert.


Übersicht

Volksnamen

Gicht-, Grind-, Pulver- oder Schusterholz

Wo findet man Faulbaum:

Auwälder, Erlenbrücke

Vorsicht - Risiken und Nebenwirkungen

Faulbaumrinde kann zur Gewöhnung führen. Höhere, andauernde Tagesdosen wirken wie Gift.

Kinder verwechseln die Früchte des Faulbaums manchmal mit Wildkirschen: Die Früchte lösen heftige, von Koliken begleitete Durchfälle aus.


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