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Orangensaft - Welcher ist der beste?


Orangensaft - Welcher ist der beste?

Nirgendwo auf der Welt wird mehr Saft getrunken als in Deutschland. Der Orangensaft rangiert in der Beliebtheitsskala auf Platz zwei, gleich hinter dem Apfelsaft. Orangensaft schmeckt lecker und ist sehr gesund. Er enthält viel Vitamin C und eine Reihe von B-Vitaminen, Mineralstoffen, Magnesium, Kalzium und Kalium und nicht zu vernachlässigen: sekundäre Pflanzenstoffe, darunter Flavonoide und Carotinoide, die dem Saft unter anderem seine sattgelbe Farbe verleihen und antioxidativ wirken.

Orangensaft kommt in vielerlei Weise auf unseren Frühstückstisch: als Saft aus Konzentrat, als Direktsaft aus dem Kühlregal und als frisch gepresster Saft.


Orangensaft aus Konzentrat

Nach der Ernte im Anbauland wird der Saft zunächst gepresst. Danach werden ihm bei niedrigen Temperaturen und unter Vakuumbedingungen das Aroma und das Fruchtwasser entzogen, bis der Saft auf etwa ein Sechstel seines ursprünglichen Volumens verdichtet wird. Das so gewonnene Orangensaftkonzentrat, ein dicker Fruchtsirup, wird getrennt vom Aroma in Tanks gelagert und auf Kühlschiffen nach Deutschland transportiert.

Hier angekommen, wird das Konzentrat wieder mit Aroma und Trinkwasser angereichert, bis der Saft seine ursprüngliche geschmackliche und farbliche Qualität erreicht hat. Nach dem Abfüllen wird der Saft pasteurisiert.

Orangensäfte aus Konzentrat werden als solche deklariert. Sie dürfen weder Zusätze von Zucker, noch Aromen oder Konservierungsstoffe enthalten.

Der Vorteil dieser Herstellung liegt in erster Linie im Transport: Fruchtsaftkonzentrat ist deutlich leichter und verbraucht weniger Lager- und Transportkapazitäten als der vollständige Saft. Das schlägt sich natürlich auch im Preis nieder.

Orangensäfte aus Konzentrat stehen üblicherweise im normalen Supermarktregal. Sobald die Verpackung geöffnet wird, sollte der Saft kühl gelagert und zügig verbraucht werden.


Orangendirektsaft aus dem Kühlregal

Nach dem Pressen im Anbauland wird der Saft kurz pasteurisiert. Danach wird er in speziellen Kühltanks eingelagert und nach Deutschland transportiert. Hier angekommen wird der Saft abermals pasteurisiert und auf unter 4° Celsius abgekühlt. Nach der Kaltabfüllung gelangt der Saft in die Kühltheken der Supermärkte. So gesehen handelt es sich um einen frisch gepressten Saft, der konstant in der Kühlkette gehalten wird. Nach Öffnung der Verpackung sollte der Saft zügig verbraucht werden.


Frisch gepresster Orangensaft

Frisch gepresster Orangensaft ist nach wie vor die beste Alternative; sowohl geschmacklich als auch in Punkto Vitamin C-Gehalt. Allerdings ist er verglichen mit den im Handel erhältlichen Säften teuerer. Für einen Liter frisch gepressten Orangensaft benötigt man – je nach Qualität und Saftigkeit der Früchte – gut zwei Kilo Orangen. Wer seinen Saft lieber selber presst, sollte darauf achten, die Früchte vor dem Pressen ordentlich zu waschen und mit einem Tuch abzureiben, damit keine Rückstände von Pestiziden und Schalenbehandlungsmitteln in den Saft geraten.

Ferner gilt: Nur ein frisch gepresster Saft ist ein gesunder Saft. Sobald er offen herumsteht und Licht, Luft und Sonne ausgesetzt ist, verliert er seine kostbaren Vitamine. Gerade die Vitamine C sowie die B-Vitamine sind ausgesprochen flüchtig. Durch den Einfluss von Licht, Luft und Wärme werden sie zerstört. Deshalb gilt: Den Saft möglichst schnell trinken!

Vor allem die seit einigen Jahren in Mode gekommenen Saftbars bieten Säfte an, die mitunter über längere Zeit in Glaskrügen stehen. Insbesondere im Sommer schwindet das Vitamin C schnell aus dem Glasgefäß. Dann schmeckt der Saft zwar noch immer gut, aber reich an Vitamin C dürfte er dann nicht mehr sein.

(vbr)




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