Makrobiotik
Die heute geübte Form – und Lehre – der Makrobiotik hat ihren Ausgang in Japan genommen und von dort aus – nicht zuletzt ewigen ihres "exotischen Touch"– die Welt erobert.
Sie basiert auf der japanischen Kultur und deren Verständnis der Natur und Naturvorgänge. Art der Nahrungsmittel und deren Zubereitung sind aus der buddhistischen Tradition entnommen. Was gar mancher Anhänger dieser Lehre allzu wörtlich nimmt.
Der Begründer dieser Lehre, Prof. George Ohzawa, sagt nämlich ausdrücklich, dass Nahrungsauswahl und Essenszubereitung im Einklang mit der Natur stehen müssen. Damit wird gesagt, dass sich der Mensch den örtlichen Verhältnissen der Natur entsprechend ernähren soll. Makrobiotik ist aber nicht nur Ernährungsweise sondern umfasst die ganze Lebenseinstellung, Atmung, Körperhaltung, Geisteshaltung.
Kernaussagen der heutigen Makrobiotik sind:
Man soll sich nur zu 70 Prozent satt essen.
Man unterscheidet zwischen Hauptnahrung und Zusatznahrung.
Die Hauptnahrung soll aus Naturreis und Vollgetreide bestehen. Zusatznahung gibt es in zwei Graden. Der erste Grad besteht aus Gemüse. Es sollte rund 20 Prozent der Ernährung ausmachen. Zwei Drittel davon sollten gekocht, geschmort oder anderweitig heiß zubereitet auf den Tisch kommen, ein Drittel roh.
Zusatznahrung Nummer zwei sind Hülsenfrüchte, Samen und Nüsse (zehn Prozent). Macht alles zusammen 90 Prozent. Auf die restlichen zehn Prozent (dritte Zusatznahrung) entfallen auf Obst aller Art.
Tierische Nahrungsmittel, Milch und Zucker sind der modernen makrobiotischen Lehre zufolge zu vermeiden, wenden jedoch nicht durch ein striktes verbot abgelehnt. So wird Fisch oder Hühnerfleisch durchaus zeitweise geduldet.
Trinken sollte man nur mäßig – Kräutertee und Getreidekaffe sind dabei die bevorzugten Getränke.
Wir wollen uns mit diesem ganz kurzen Überblick hier begnügen und nur noch anmerken, dass es aus der Sicht der Ernährungswissenschaft gegen diese Japan-Ideologie der Ernährung durchaus nicht unbegründete starke Einwände gibt.