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Kann mich mein Körper verraten?


Kann mich mein Körper verraten?

Jeder Mensch sendet andauernd körperliche Signale aus, die etwas über seinen Gemütszustand aussagen. Normalerweise kann man solche Signale nicht unterdrücken, auch wenn man es lange übt. Der geübte Betrachter kann daraus jedoch Aufschluss über sein Gegenüber ziehen.

  1. Augenbrauen hochziehen

    Jemand, der die Innenseiten seiner Brauen hochzieht, empfindet Trauer.

    Ein sehr starkes und verlässliches Zeichen, das in Kombination mit weiteren, etwa dem Hochziehen der Wangen, noch deutlicher wird.

  2. Mund spitzen

    Bei Schluss-Argumentationen in Prüfungen, Verhandlungen oder Diskussionen spitzen Gegner des Redners oft unbewusst den Mund, um ihre Ablehnung zu zeigen. Oft denken sie in diesem Moment auch schon über mögliche Alternativen nach. Man sieht diesen Body-Tell auch bei politischen Diskussionen, besonders bei Anschuldigungen, die auf falschen Informationen basieren. Der Beschuldigte spitzt die Lippen zum Widerspruch.

  3. Lippensprache

    Im Gegensatz zur vorgetäuschten Wut, bei der nur die Muskeln der Augenbrauen, Nasenwände und Mundwinkel bewegt werden (stechender Blick), sind bei einem Menschen, der echten Zorn verspürt, die Lippen schmaler und das Lippenrot schwächer.

  4. Die Sprache der Ohren

    Der Griff mit der Hand zum Ohrläppchen bedeutet: „Ich will schärfer sehen". Im Ohrläppchen ist der Akupunkturpunkt für die Augen, über den unbewusst das Sehvermögen stimuliert wird. Ein Reiben des Ohrläppchens signalisiert: „Ich möchte einen besseren Überblick haben."

  5. Naserümpfen

    Sobald ein Mensch etwas erfährt, das ihm nicht gefällt, zieht er für wenige Millisekunden die Nasenflügel hoch. Wie die Augenblockade gehört auch diese Reaktion zu den unbewussten Mikroausdrücken.

  6. Augenblockade

    Die Augenlider senken sich für einen kurzen Moment um wenige Millimeter. Der Befehl dafür wird vom Gehirn gegeben, sobald ein Mensch etwas sieht oder hört, das ihm Angst macht oder ihn an eine unangenehme Situation erinnert.

  7. Pupillenreflex

    Es sind nur 25 Millisekunden, doch es passiert: Wer eine Frage gestellt bekommt und bei der Antwort seine Pupillen nach oben bewegt (Himmelsblick), lügt. Der Mikroausdruck ist ein klares Indiz dafür, dass sich jemand etwas ausdenkt und visuell nach Ideen sucht.

  8. Ablehnungssignale

    In verschiedenen Studien fanden Körpersprache-Experten heraus: Sobald ein Mensch seinen Gegenüber unsympathisch findet und ein Gegenstand vor ihm liegt, versucht er, diesen Gegenstand mit seinem Mittelfinger vorzuschieben.

  9. Fingerspiele

    Wer seine Hände so zusammenlegt, dass sich ausschließlich die einander gegenüberliegenden Fingerspitzen berühren (etwa in der Form eines Kirchendachs), ist von seiner Idee beziehungsweise von seinen Gefühlen fest überzeugt.

  10. Handsignal

    Wer seine Hände auf die Knie legt, gibt ein deutliches Signal, dass er gehen will. Grund: Diese Bewegung ist die erste körperliche Aktion, die gestartet wird, wenn man aufstehen möchte.

  11. Hüftposition

    Die Arme zu einem V in die Hüften stemmen bedeutet, dass ein Mensch Dominanz ausstrahlen möchte.

    Er versucht, sich mit dieser Pose breiter zu machen, als er ist.

  12. Stirn reiben

    Menschen, die sich bedroht fühlen oder unsicher sind, berühren sich selbst, um sich zu beruhigen oder zu beschwichtigen.

  13. Kopf hoch

    Der erhobene Kopf signalisiert Selbstbewusstsein, steht für das Gefühl, eine Situation im Griff zu haben und souverän zu überblicken. Die Kopfhaltung drückt Stolz sowohl auf Geleistetes als auch Durchsetzungskraft und Entschlossenheit angesichts zu bewältigender Aufgaben aus.

  14. Der gesenkte Kopf

    Ein klares Zeichen für mangelndes Selbstvertrauen und Mutlosigkeit. Hier hat jemand resigniert, ist von Schmerz, Trauer und Enttäuschung überwältigt. Der Kopf wird aber auch bei Schuldgefühlen kurz gesenkt.

  15. Der nach links geneigte Kopf

    Neigt jemand im Gespräch den Kopf nach links, zeigt das Skepsis und Zweifel.

  16. Der nach rechts geneigte Kopf

    Diese Haltung signalisiert Gesprächsbereitschaft. Eigene Interessen werden vorübergehend in den Hintergrund gestellt, um andere zum Zug kommen zu lassen, ohne dabei eigene Positionen aufzugeben. In jedem Falle werden so Aufgeschlossenheit, Unvoreingenommenheit und Sympathien nonverbal unterstrichen.

  17. Fußzeichen

    Die Fuß- und Rumpfhaltung bei der Begrüßung unseres Gegenübers zeigt uns, ob wir in einer bereits laufenden Unterhaltung willkommen sind oder nicht. Bewegt sich der Fuß zusammen mit dem Rumpf zu uns, so bedeutet dies, dass wir „hereingelassen" werden und an der Konversation teilnehmen dürfen. Bewegt unser Gegenüber jedoch nur seinen Rumpf in unsere Richtung und behält dabei seine Füße in der Ausgangsposition, sollten wir besser auf Abstand gehen.

  18. Fußwippen

    Das Bewegen der Füße und Beine gehört zu den verlässlichsten Körpersignalen. Verspürt ein Mensch Freude, bewegt er sie hin und her. Um diesen Body Tell zu lesen, muss man jedoch nicht unter den Tisch schauen, denn sobald ein Mensch die Füße oder Beine bewegt, „wippen" auch seine Schultern wenige Zentimeter auf und ab.

  19. Der Sitz der Macht

    Sitzt uns jemand mit weit zurückgelehntem Oberkörper gegenüber, signalisiert er Desinteresse oder auch nur das Gefühl, alles im Griff zu haben. Kombiniert mit verschränkten Armen ist diese Position ein sicheres Signal dafür, dass der Gesprächsinhalt abgelehnt wird.

  20. Ellbogen zeigen

    Wer die Hände hinter dem Kopf verschränkt und gleichzeitig die Ellbogen nach außen dreht, zeigt Stärke, indem er empfindliche Stellen präsentiert: die Innenseite der Oberarme und den Bereich der Achseln. Dies tut ein Mensch meist unbewusst, weil er sich in einem sicheren Umfeld befindet und keinen Angriff erwartet, oder weil er sein Gegenüber für einen Schwächling hält, der keine Gefahr darstellt.

  21. Der verwundbare Hals

    Wer im Gespräch die Hand an den Hals legt, hat gerade bemerkt, dass er etwas nicht weiß oder nicht ausdrücken kann. Die Geste soll diese Schwäche verdecken, indem die empfindliche Halspartie geschützt wird.

  22. Nackenmassage

    Das Berühren des Nackens ist eines der stärksten Stresssignale. Hier sitzen besonders viele Nervenenden, die durch leichte Massage stimuliert werden, den Blutdruck senken, die Herzfrequenz verringern und somit beruhigend wirken.

  23. Fluchtwunsch

    Schaut jemand mit geradem Kopf knapp an uns vorbei, irritiert uns das nachhaltig, weil die Nackenmuskeln dabei gespannt sind. Ein deutliches Indiz dafür, dass ein Mensch sich gedanklich oder körperlich in eine andere Richtung bewegen, der Situation entfliehen möchte.





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