Fett-Leber - Nicht nur durch Alkohol!
Oft erkrankt unsere Leber und wir merken nichts davon. Keine Schmerzen, kein Krankheitsgefühl - ein Angriff auf unsere Gesundheit ohne Symptome. Die Diagnose Fettleber wird immer öfter gestellt. Jeder fünfte Erwachsene in unseren westlichen Industrieländern ist davon betroffen. Nicht immer jedoch ist übermäßiger Alkoholgenuss allein die Ursache
Auch Übergewicht, hervorgerufen durch Fehlernährung - zu viel und zu fett - und Bewegungsmangel können die Auslöser sein. Vielfach tritt die Fettleber infolge des sogenannten Metabolischen Syndroms auf, das heißt, Diabetes, hoher Bluttdruck und Fettstoffwechselstörungen begleiten die Erkrankung. Medikamente, Pilzgifte und krankmachende Viren können die Leber zusätzlich belasten.
Bei einer Fettleberhepatitis, einer Entzündung der Leberzellen, besteht die Gefahr, dass sich langfristig Leberzellen in funktionsloses Gewebe umwandeln. Das ist das Krankheitsbild der gefürchteten Leberzirrhose. Das Organ schrumpft und kann nun seine Stoffwechselaufgaben und Entgiftungsfunktionen nicht mehr erfüllen. Dieses Stadium ist nahezu unumkehrbar. Die Leber kann sich nicht mehr regenerieren.
Anders ist die Prognose bei der Fettleber. Hier kann eine gesunde Lebensführung, verbunden mit vollwertiger Ernährung und der Verzicht auf Alkohol, in Kombination mit einem Bewegungsprogramm, wieder zur Gesundung des Organs führen.
Wie erfolgt die Diagnose der Fettleber?
Neben einer ausführlichen Anamnese, einer körperlichen/manuellen Untersuchung des Oberbauchs und der labortechnischen Analyse von Leberwerten ist heute die Ultraschalluntersuchung des Bauchs die gängigste Methode, Leberleiden aufzuspüren. Dabei kann die Größe der erkrankten Leber exakt bestimmt werden, aber auch die Fettbelastung der Leber selbst stellt sich als helle Fläche auf dem Ultraschallmonitor dar.
In unklaren Fällen wird der Arzt eine Feinnadel-Biopsie unter Ultraschallkontrolle vornehmen. Dabei gewinnt er eine winzige Leberprobe als Stanzzylinder, die im Pathologischen Institut untersucht wird.
Die Fetteinlagerungen in der Leber erscheinen dann im Lichtmikroskop als kreisförmige, helle Gebilde. Wenn mehr als die Hälfte des Lebergewebes mit den sogenannten Neutralfetten durchdrungen ist, spricht man von einer Fettleber.
Die Gewinnung von Leberzellen durch die Leberspiegelung (Laparoskopie) ist heute nur noch in Ausnahmefällen gerechtfertigt, da die Auflösung und Detailgenauigkeit moderner Ultraschallgeräte in den letzten Jahrzehnten enorm verbessert wurde.
vbr