Die Gicht ist eine Stoffwechselerkrankung. Hauptsächlich handelt es sich dabei um Harnsäure, die im Gewebe abgelagert wird. Meist findet sich die Harnsäure - durch erhöhten Harnsäurespiegel im Blut nachweisbar — im Knorpel und in dessen Nähe aufgespeichert. In Gelenknähe und Ohrknorpel bilden sich Knoten, die aus chemisch leicht nachweisbaren Harnsäurekristallen bestehen. Die Gicht ist bei bestimmter Veranlagung in den häufigsten Fällen eine Folge unzweckmäßiger und unnatürlicher Ernährung. Einseitigkeit in der Ernährung, wie zum Beispiel überwiegend Fleischkost, führt zu überreichlicher Harnsäurebildung, die durch Alkoholgenuß noch begünstigt wird.
Typische Symptome
Bereits zu Beginn der Erkrankung kommt es zu heftigen Schmerzen in einem kleinen Gelenk. Im Handgelenk etwa treten neben dem Schmerz noch eine Schwellung und deutlich sichtbare Rötung auf. Dazu gesellen sich häufige Fieberanfälle, unerklärbare Müdigkeit und ein Mangel an Appetit. Bei längerem Verlauf der Gicht tritt eine Versteifung und Verdickung der Gelenke auf. Gefährlich wird die Erkrankung dadurch, daß die Nieren schrumpfen können und der Blutdruck ansteigt.
Tipps und Hausmittel
- Zunächst ist der Speiseplan zu überprüfen und auf vegetarische Kost umzustellen.
- Während eines schmerzhaften Anfalles empfehlen sich Heublumen-, Haferstroh- oder Kartoffelsäcke sowie Heublumenoder Haferstrohvollbäder mit Packungen, Ganzdampf-, Schienzbäder, Heublumenhemden und Heublumenwechselfußbäder.
- Später soll der Übergang zur kalten Anwendung erfolgen. Das sind Ganz- und Oberkörperwaschungen, Güsse, Halbbäder, Wassertreten und Spanischer Mantel.
Quellen zu diesem Artikel
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