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Autogenes Training - Nicht nur in den Wechseljahren

Autogenes Training wird meist in kleinen Gruppen in zweistündigen Kursen pro Woche über eine Dauer von ca. acht Wochen von einem speziell ausgebildeten Arzt oder Psychologen vermittelt.

Die einzelnen Übungen des autogenen Trainings sind so aneinander gereiht, dass sie mit den einfachen beginnen.

Das autogene Training hat den Sinn, sich mit genau vorgeschriebenen Übungen innerlich zu lösen. So kann dem autogen Trainierten eine entspannt-gelassene Haltung zur "zweiten Natur" werden. In der "Basisstufe" werden besonders körperliche Vorgänge beeinflusst. Der Übende liegt entspannt auf dem Rücken oder befindet sich in lockerer Sitzhaltung und schließt die Augen. Nach der Konzentration mit dem Satz "Ich bin ruhig und entspannt" werden in der Regel folgende Grundübungen durchgeführt.

Schwereübung

Es findet eine Konzentration auf den rechten (für Linkshänder auf den linken) Arm mit dem Satz "Mein rechter (linker) Arm ist angenehm schwer" statt. Dann wird die Schwere auf die anderen Körperteile ausgedehnt. Hierdurch entspannt sich die Muskulatur. Die jedem Übenden einfallenden Gedanken, Vorstellungen und Erinnerungen sollen nicht abgewehrt werden, weil dies sonst eine Verkrampfung bedeuten kann. Die Übungsformeln sollten vielmehr wie ein Tonband ruhig mit oder ohne Stimme gesprochen werden.

Wärmeübung

Der Ablauf ist ähnlich wie bei der Schwereübung, beginnend beim Arm mit dem Satz "Mein rechter (linker) Arm ist angenehm warm". Durch diese Übung kommt es zu einer Gefäßentspannung. Auch das Wärmeerlebnis ist die Folge einer Entspannung, nämlich der "unwillkürlichen" Muskeln, die die Blutgefäße umgeben.

Herzübung

Der Herzschlag wird gleichmäßig und ruhig durch Konzentration, man stimmt sich auf den Takt des eigenen Herzens ein. Die Herzübung wird meist weniger eindrucksvoll erlebt als Schwere und Wärme. Ihr Sinn liegt vornehmlich in einem Hinwenden der Aufmerksamkeit nach innen (einer fortschreitenden Konzentration).

Atemübung

Formel könnte sein: "Mein Atem ist ruhig und gleichmäßig." Der Übende soll sich der Atmung hingeben und dem natürlichen Atemrhythmus folgen.

Bauchübung

Die Bauchorgane sollen entspannt werden. Hierzu versucht der Übende, sich auf seinen Bauchraum zu konzentrieren und Wärme im Oberbauch zu empfinden.

Stirnübung

Formel könnte sein: "Meine Stirn ist angenehm kühl". Wer sich auf "Stirn angenehm kühl" konzentriert, richtet die Aufmerksamkeit auf die Stirn und nimmt dadurch auch leichtere Luftbewegungen wahr, die dann subjektiv das Gefühl der Kühle vermitteln. Durch die Übung "Stirn angenehm kühl" wird der Kopf als geistig steuerndes Zentrum aus dem übrigen Körperbereich herausgenommen, so dass zusätzlich ein besonders angenehmes subjektives Empfinden entsteht.

Die Gesamtübung wird intensiv "zurückgenommen" - ausgenommen, wenn Sie die Übungen als Einschlafhilfe benutzen möchten, dann können Sie vor der Stirnübung aufhören. Das "Zurücknehmen" soll in folgender und gleich bleibender Weise geschehen:

1. Der Übende beugt und streckt beide Arme mit geballten Fäusten einige Male mit energischem Ruck.

2. Er atmet tief ein und aus.

3. Er öffnet die Augen.

Mit der besseren Stressbewältigung durch das autogene Training steigert sich nicht nur das Wohlbefinden, sondern es können auch verschiedene Beschwerden verhindert werden oder sanft behandelt werden, zum Beispiel: nervöse Herz- und Kreislaufstörungen, Beschwerden im Magen-Darm-Trakt, Migräne, Wetterfühligkeit, Schlafstörungen, Nervosität, Unterstützung bei Raucherentwöhnung. Bei schweren Angstzuständen, Depressionen oder Wahnvorstellung führt es eher zu einer Verschlechterung des Krankheitsbildes durch eine weitere Konzentration auf den inneren Rückzug. Entspannungsverfahren wie autogenes Training, progressive Muskelentspannung, Yoga usw. werden in vielen Kursangeboten z. B. durch Volkshochschulen angeboten.





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Letzte Änderung am Montag, 30.3.2015, 13:09:59 Uhr








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