Amazon.de Widgets
Das Kräuter-Verzeichnis
25.6.2012


Kräuter-Suppennudeln


Zutaten:

  1. 250 g Mehl
  2. 2 Eier
  3. ½ Teel. Salz
  4. 3-4 Essl. Wasser
  5. 3-4 Essl. Frische Kräuter

Für die Kräuter-Suppennudeln habe ich Liebstöckel, Basilikum und Petersilie verwendet. Selbstverständlich können Sie die Kräuter ganz nach Ihrem persönlichen Geschmack auswählen und mischen – probieren Sie es einfach aus!


Das Mehl auf ein Backbrett sieben, in der Mitte eine Vertiefung machen. Die Eier, das Salz und das Wasser hineingeben.


Die fein geschnittenen Kräuter dazugeben.


Aus den Zutaten einen festen Teig kneten, in vier Teile schneiden und jedes Stück dünn auswellen.


Lassen Sie die Teigplatten an der Luft etwa 1 Stunde trocknen, bis er nicht mehr klebt. Dann aufrollen und in schmale Streifen schneiden.


Sie können die Nudeln direkt in eine fertige Suppenbrühe geben und 10 Minuten ziehen lassen.


Die Gemüse- oder Rindfleischbrühe nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken.


Wenn Sie die Nudeln nicht gleich verwenden möchten, lassen Sie diese auf einem Backbrett gut trocken.












Der Beitrag "Kräuter-Suppennudeln " wurde 4725 mal gelesen.

Kompletten Beitrag lesen
Nach oben



25.6.2012


Schnittlauch-Blütenessig


Die schönen fliederfarbigen Blüten des Schnittlauchs sind zum Wegwerfen viel zu schade und lassen sich mit ihrem leicht scharfen Geschmack wunderbar in der Küche verwerten.


Dekorieren Sie Blattsalate mit den frischen Blüten, oder Wurst- und Käseplatten. Der würzige Geschmack passt auch gut zu vielen Gemüsegerichten und Suppen.


Für den Winter einfach ein paar Blüten an einem luftigen Platz trocknen und in einem luftdichten Gefäß aufbewahren.


Die getrockneten Blüten haben einen leicht pfeffrigen Geschmack und können daher beim Kochen als Pfefferersatz eingesetzt werden.



Einfach zubereiten lässt sich auch ein würziger Blütenessig, der bei der Anwendung die Zwiebel im Salat ersetzen kann.


Eine Hand voll Schnittlauchblüten verlesen und in eine saubere Flasche geben.


Mit gutem Weißweinessig aufgießen und an einem warmen Ort 3 Wochen stehen lassen.

Danach abseihen.


Fertig ist Ihr Schnittlauch-Blütenessig.



















Der Beitrag "Schnittlauch-Blütenessig" wurde 5249 mal gelesen.

Kompletten Beitrag lesen
Nach oben



25.6.2012


Kräuter-Essig


Für die Herstellung eines Kräuteressigs benötigen Sie:

  1. ¾ Liter guten Weißweinessig
  2. 2 Zweige Basilikum
  3. 2 Zweige Thymian
  4. 2 Zweige Rosmarin
  5. 2 Zweige Dill
  6. 2 Lavendelblüten

Ernten Sie die Kräuter bei voller Blüte, am besten bei Sonnenschein, denn dann enthalten Sie am meisten Aroma. Die verlesenen, gereinigten Kräuter in eine saubere Flasche geben, Sie können die Kräuter auch vorher zerkleinern. Danach die Flasche mit dem Weißweinessig auffüllen.


Jetzt muss der Kräuter-Essig ziehen.


Stellen Sie die Flaschen an einen sonnigen, warmen Platz. Ab und zu sollten Sie die Flaschen schütteln und darauf achten, dass die Kräuter vollständig mit dem Essig bedeckt sind. Nach etwa 3 Wochen haben die Kräuter ihr Aroma an den Essig abgegeben und können abgesiebt werden.


Füllen Sie Ihren Kräuter-Essig in die endgültigen Flaschen um.


Zuletzt noch schön beschriften und fertig ist Ihr Kräuter-Essig.


Ihrer Experimentierfreude sind bei der Herstellung eines Kräuter-Essigs keine Grenzen gesetzt.


Richten Sie sich einfach nach Ihren eigenen Vorlieben.


Zum Ansetzen eignen sich auch:

Bohnenkraut, Estragon, Petersilie, Zitronenmelisse, Minze, Oregano, Kerbel, Salbei, essbare Blüten wie Kapuzinerkresse, Veilchen,…


Weitere Aromarichtungen erzielen Sie durch die Zugabe von Knoblauchzehen oder ganzen Pfefferkörnern.

Viel Freude beim Probieren!

























Der Beitrag "Kräuter-Essig" wurde 5320 mal gelesen.

Kompletten Beitrag lesen
Nach oben



24.6.2012


Madonnenlilie


Die Lilie stand im Altertum und in der Antike für die Schönheit, die Fruchtbarkeit, für die Reinheit und die Unschuld. Im Christentum steht sie deshalb in enger Verbindung zur Mutter Gottes, zur Jungfrau Maria. Davon leitet sich auch der Name Madonnenlilie ab.

Auf alten Bildern sieht man oft die Jungfrau Maria zusammen mit einer Madonnenlilie. Und weil die Maria so keusch und jungfräulich war, bekam die Lilie auch die Beinamen Marienlilie, Unschuldsblume oder Keuschblume.


Etwas anders verlief die Geschichte um die Lilie in der griechischen Mythologie: Die Göttin Hera stillte ihren Sohn, den kleinen Herakles, an ihrer Brust, allerdings tropfte etwas Milch herab, und daraus entstand unsere Milchstraße. Einige wenige Tropfen trafen auch die Erde, und daraus entstand die Weiße Lilie. Nun waren die altgriechischen Götter aber auch recht menschlich, was ihre Regungen anging, und so wurde die an und für sich recht hübsche Liebesgöttin Aphrodite so dermaßen neidisch auf die Blüten, die so schön und rein waren, und vor allem dass sie nicht aus ihr entstanden waren, so dass sie das männliche Glied eines Esels als den übergroßen gelben Stempel einpflanzte.

Naja, der Frömmste kann nicht in Frieden leben, wenn’s dem bösen Nachbarn nicht gefällt - das galt sogar auf dem griechischen Olymp.


Aber selbst im Christentum fiel wohl auf, dass der innere Schwengel doch sehr ausgeprägt ist, und prüde und verklemmt wie die Welt im Altertum und Mittelalter war, hat man die Blüte deshalb oft ohne den Stempel und die Staubgefäße gemalt.


Nichts desto trotz galt die Madonnenlilie aber auch schon im Altertum als Heilkraut, so schrieb Dioskurides: "Die Wurzeln gebraten / mit Rosenöl gemischt / heilt sie verbrannte Schäden / erweichen die "Geburtsglieder" / treibt die Mondzeit (die Menses) der Frauen / und heilt Geschwüre". Ach ja, ich liebe solche alten Weisheiten.


In den orientalischen Ländern gelten die gebratenen Lilienzwiebeln oder die getrockneten Blüten auch heute noch als Gewürz. Besonders beliebt sind die Zwiebeln hier auch wegen ihrer besonders wirksamen Eigenschaften gegen schuppige Haut. Die Zwiebeln und die Blütenblätter werden so im Orient Salben zugesetzt, die Muskeln und Sehnen heilen können.


In den asiatischen Ländern erweist man der Pflanze eine besondere Ehre dafür, dass sie uns ihre besonderen Kräfte zu Verfügung stellt: Pflücken dort die Heiler die Blütenblätter, so verneigen sie sich vor der Blume als Dank dafür, dass sie unser Herz und unsere Sinne betört, dass sie uns heilt und dass sie sogar die Lust auf die Liebe anregt. In Asien gelten die Lilien als Blumen der Unschuld, der Reinheit, man schreibt ihnen dort eine gewisse aphrodisierende Wirkung zu.


Die Weiße Lilie ist bekannt für ihre adstringierende Eigenschaft, sie kann dadurch Wunden zusammenziehen, Blutungen stillen, verletzte Haut heilen.


Innerlich hilft die Heilpflanze bei vielen Frauenleiden oder gegen Ödeme, das Hauptanwendungsgebiet liegt aber im äußerlichen Gebrauch.


Madonnenlilie wirkt erweichend auf Geschwüre und Entzündung der Haut, ebenso auf Hühneraugen.

Wenn man die Pflanze äußerlich auf Verbrennungen oder Verletzungen aufträgt, so heilen diese Wunden ohne Narben ab.


Die Zwiebeln der Lilie verwendet die Naturheilkunde in Form eines Umschlages gegen Abszesse und Furunkel.

Ein Essig, mit der Zwiebel der Weißen Lilie angesetzt, ist bekannt gegen Warzen.


Jüngere Studien weisen auf eine krebsvorbeugende Wirkung der Blüten hin. Die enthaltenen Saponine scheinen dafür verantwortlich zu sein.


Salben oder Öle mit Lilienblumenextrakten sind in der Kosmetik bekannt als Mittel gegen Couperose.


Die Blüte ist bekannt als Mittel für die Atemwege, sie lindert Schmerzen und wirkt schleimlösend. Schleim wird verflüssigt und kann leichter abgehustet werden.


Die Blüte beruhigt das Nervensystem, ist hilfreich bei Herzerkrankungen, da sie den Herzschlag normalisieren kann.


Die Blüten haben durch ihre Hauptwirkstoffe, die Saponine und Polysaccharide, eine entzündungshemmende und schützende Eigenschaft, die man sich besonders bei Wunden zunutze machen kann.

Sie geben der Haut zudem Feuchtigkeit zurück, helfen so gegen trockene und gereizte Haut, sie lassen kleine Falten verschwinden. Die Haut bleibt weicher und widerstandsfähiger gegen schädliche Umwelteinflüsse.



Madonnenlilie für Frauen


Madonnenlilie gegen Scheidentrockenheit

Die Madonnenlilie ist ein ausgesprochenes Frauenkraut, so wurde sie ja auch namentlich der heiligen Madonna gewidmet. In der Naturheilkunde ist die Madonnenlilie seit Jahrhunderten bekannt als Mittel gegen eingerissene Scheidenhäute, was zum Beispiel nach einer Geburt vorkommen kann. Die Madonnenlilie hilft aber auch im Klimakterium gegen einen Östrogenmangel im weiblichen Körper, was zum Beispiel dazu führen kann, dass Frau nicht mehr genug Scheidensekrete produzieren kann. Hier hilft ein öliger Auszug aus den Blüten, den man pur oder in Form einer Salbe auf die Vagina auftragen kann.


Geben Sie dazu ausreichend Blüten der Lilie in Mandelöl oder Jojobaöl, so dass alle vom Öl bedeckt sind, und lassen Sie dies dann 14 Tage lang stehen. Dann absieben und in ein dunkles Glas umfüllen. Bei Verletzungen an der Scheide oder bei Scheidentrockenheit auftragen.


Madonnenlilie in der Bibel

Hoheslied 2,1 – 2, 2:

„Ich bin die Narzisse in Saron, die Lilie in den

Tälern. Wie die Lilie unter den Dornen, so ist meine Freundin unter

den Mädchen.“


Matthäus 6, 28 – 6, 29:

"Und was sorgt ihr euch um eure Kleidung?

Lernt von den Lilien, die auf dem Feld wachsen: Sie arbeiten nicht

und spinnen nicht. Doch ich sage euch: Selbst Salomo war in all

seiner Pracht nicht gekleidet wie eine von ihnen."


Geschichten um die Madonnenlilie

Wenn man Lilie sagt, dann ist die Madonnenlilie der Inbegriff davon. Sie hat große, wunderschöne, schneeweiße Blüten, die im Juni und Juli erblühen. An dem Stängel, der bis zu 1,2 m hoch werden kann, wachsen zwischen 5 und 20 dieser wunderschönen Blüten. Die Lilie ist ein Angehöriger der Familie der Zwiebeln. Wenn man die Madonnenlilie im eigenen Garten anpflanzen will, so sollte man die Zwiebel schon im späten Sommer oder im frühen Herbst des Vorjahres in den Erdboden einsetzen. Noch in diesem Jahr wachsen daraus die ersten Blätter, die die Zwiebel im Winter vor dem Erfrieren schützen sollen und die bereits die ersten Nährstoffe bilden. Bis die Pflanze dann aber wirklich erblüht, dauert es bis zum nächsten Sommer.


Der deutsche Name Lilie entstammt dem Wort „leirion“, das aus dem arabischen bzw. griechischen Wort „leiros“ entspringt, das wiederum so viel wie „glatt“ oder „zart“ bedeutet. Die Vorsilbe „li“ hingegen kommt aus der alten keltischen Sprache und bedeutet so viel wie „weiß“. Schon in uralten Sagen wird die Lilie immer wieder beschrieben, sie galt schon im Altertum als etwas ganz ganz Besonderes, sie war sehr geheimnisvoll und viele Mythen rankten sich um sie.


Die Lilie wurde bereits im siebten Jahrhundert vor Christi im alten Assyrien auf einem Bild verewigt, dies ist ein Zeichen, wie sehr die Menschen damals von ihr beeindruckt waren. Im alten Ägypten galt die Lilie als die Blume für Würde und Freiheit, man findet sie immer wieder auf Statuen der Pharaonen.


Im dunklen Mittelalter dachte man zum Beispiel auch, dass die menschliche Seele die Form einer Lilie habe, und wenn man eine Lilie abriss, dann sollte auch Seele zerrissen werden und der Mensch starb bald danach. Trug man am Körper die Wurzeln der Madonnenlilie, so sollte dies das Leben anziehen, ebenso die Liebe und die Freundschaft.


In Israel, in der Zeit vor Christi Geburt, schmückte man Altare mit dieser Pflanze, ebenso war die Lilie eine Pflanze, die immer wieder in Verbindung mit Königen auftauchte.


Die Schönheit der Lilie war dann wohl auch der Anlass dafür, dass man zur gleichen Zeit in Persien die Hauptstadt, die zu dieser Zeit wohl in voller Blüte stand, auch die Lilienstadt nannte.


Bei den alten Germanen stellte man eine Verbindung zwischen der Lilie und dem Gott Thor her, der angeblich in seiner rechten Hand Blitz und Donner hielt, in seiner linken Hand jedoch ein Zepter, gekrönt mit Lilien.


Im alten Rom, in der frühen Zeit des Christentums, trugen die Christen als Zeichen ihres Glaubens oft Kränze aus Lilien. Und noch heute sieht man immer wieder, dass besonders zu katholischen Kirchenfeiern Lilien als Schmuck verwendet werden, besonders wenn es darum geht, Maria auszuschmücken. Aber auch jenseits der kirchlichen Feste ist es immer noch üblich, dass man Lilien als Schmuck verwendet und gleichzeitig als Symbol des Lebens und der Hoffnung.


Laut einer Legende soll es der Erzengel Gabriel gewesen sein, der der Maria mitgeteilt hat, dass sie schwanger mit Jesus war. Angeblich soll er dabei eine Weiße Lilie in seiner Hand gehalten haben.


Auf einem anderen Bild sieht man zum Beispiel, wie Jesus durch einen Hain voller Lilien geht und sich diese Lilien vor ihm verneigen. Die Lilie steht also in vielen Sagen in direktem Zusammenhang mit Maria und Jesus.


Die Lilie steht aber gleichzeitig auch mit dem Tod in Verbindung, denn in einigen Ländern gilt eine Weiße Lilie auch als ein Symbol für den Tod und der darauffolgenden Auferstehung. So gibt es Geschichten, nach denen auf den Gräbern von unschuldig hingerichteten Menschen Weiße Lilien hervorwachsen sollen. Angeblich sollen die Toten die Pflanzen selbst pflanzen, als Zeichen seiner Unschuld!


Zu Fronleichnam tragen die jungen Mädchen bei den Umzügen weiße Kleider und Weiße Lilie, was deren Unschuld ausdrücken soll.


In der Weihnachtsnacht soll die Madonnenlilie Schlösser aufsperren, ja sogar aufsprengen können - auch geistige Schlösser, also Probleme, die man nicht lösen kann.


Wenn eine Frau kurz vor der Niederkunft stand, so gab man ihr zwei Scheiben der Wurzel zu essen, das sollte die Geburt erleichtern und gleichzeitig Maria um Hilfe bitten. Heutzutage weiß man, dass man die Wurzel klein hackt und sie kurz etwas in heißem Wasser kocht, was man dann gegen die Schmerzen bei der Geburt trinken kann.


Paracelsus empfahl, dass man die Staubgefäße mit etwas Honig vermischen sollte und dies dann gegen Beschwerden an den Sehnen, Muskeln und gegen Krampfadern äußerlich und innerlich anwenden soll. Wenn man sich durch heißes Wasser verbrüht hat, so soll man aus der Wurzel einen Brei herstellen, den man äußerlich auf die verbrühte Stelle aufträgt.


In einem alten deutschen Lied heißt es auch:

"Drei Lilien, drei Lilien, die pflanzt ich auf mein Grab.

Da kam ein stolzer Reitersmann und brach sie ab.

Ach Reitersmann, ach Reitersmann, laß doch die Lilie stehn,

Sie soll ja mein fein Liebster noch einmal sehn."

Die Lilie steht also auch hier wieder für die Hoffnung.


Zeichen der Macht

Die Madonnenlilie ist aber nicht nur ein Zeichen für das Leben und die Liebe, sie stand ebenso für die Macht. So ist die Lilie zum Beispiel traditionell mit den französischen Königshäusern verbunden. Die Lilie ist aber auch in vielen Wappen anderer Königshäuser zu finden, außerdem steht die Lilie auch mit der Kirche in Zusammenhang, die besonders im Mittelalter teilweise mehr Macht im Lande hatte als der König selbst.


Dass die Madonnenlilie bei uns in Mitteleuropa einen so hohen Stellenwert als Heilpflanze hat, liegt von Großteil an Karl dem Großen, der von 768 - 814 nach Christus lebte. Karl der Große selbst war sehr interessiert an der heilenden Kraft der Pflanzen, und da er der König war, befahl er, dass in den Klöstern einige der wichtigsten Heilpflanzen angepflanzt werden mussten. Darunter war auch die Madonnenlilie.


Und so kam es dann auch, dass die Madonnenlilie eine hoch angesehene Heilpflanze wurde. Damals wusste man ja zum Großteil nicht, woher die Krankheiten kamen, sie galten teilweise als Strafe Gottes oder als Werk des Bösen, also als etwas Übernatürliches. Und da die Krankheiten etwas Übernatürliches waren, lag es also nahe, sie auch mit etwas Übernatürlichem zu bekämpfen und genau das war ja die Madonnenlilie: Etwas Übernatürliches, das in die Nähe Gottes und Maria gestellt wurde. So sollte die Behandlung mit der Madonnenlilie das Böse austreiben und so auch die Krankheit heilen. Oder aber man wollte, wenn man die Krankheit als Strafe Gottes ansah, ihn durch die Verwendung der Madonnenlilie besänftigen und so auf Heilung hoffen.


Der 3-Blumen-Segen

Es gab auch den Brauch, dass man besonders schwere Verletzungen oder Schmerzen mit dem sogenannten "3-Blumen-Segen" besprach. Dadurch sollten sich die Schmerzen lindern und besonders Blutungen zum Stillstand kommen - in einer Zeit, in der es viele Kriege gab, sicherlich sehr wichtig für die damalige Bevölkerung. Unter diesen drei Blumen war natürlich die Lilie, die beiden anderen Blumen waren die Rose und der Rosmarin, den man auch Rosmarien aussprechen kann. Die Lilie, die Rose und der Rosmarin sind allesamt Blumen, die mit der Jungfrau Maria in Zusammenhang gebracht werden, man betete sie dadurch also an, dass sie durch ihre göttliche Gnade die Beschwerden lindern mögen.


Der sogenannte "3-Blumen-Segen" ging folgendermaßen:

3-Blumen-Segen

Während man dies aussprach, hielt man die drei Blumen in der rechten Hand über die verletzte Stelle.


Walahfried Strabo schrieb im Kloster am Bodensee über die Lilie

"... wenn die tückische Schlange spritzt ihr Gift aus durch eine kaum erkennbare Wunde ins innerste Herz, dann zerreibe Lilien im Mörser und trinke den Saft.

Bei Quetschungen lege sie auf die Stelle, ... gebe Liliensaft auf Verrenkungen der Glieder..."


Im antiken Ägypten, bei den Pharaonen, war die Lilie eine beliebte Pflanze zum Ausschmücken von Tempeln und Sälen. Man stellte viele der Blumen in Vasen in die Räumlichkeiten, so dass sie ihren göttlichen Duft verströmen konnten. Der Duft wurde auch zur Herstellung von Parfüms verwendet.


Culpeper riet dazu, die frischen Zwiebeln gegen Wassersucht zu verwenden.

Kocht man die Blütenblätter in Wein auf, so soll dies gegen Verstauchungen und Prellungen helfen. Man tränkt Umschläge damit und legt diese dann auf.


Die schleimhaltigen, zerriebenen Zwiebeln verwendeten die ägyptischen Ärzte für erweichende Umschläge bei Entzündungen und Verbrennungen. Ein Lilienöl war damals bekannt gegen Brandwunden und Ohrenschmerzen. Die alten Römer sollen die Zwiebeln der Madonnenlilie in Öl haben und mit diesem Öl dann ihre wunden Füße gepflegt haben.


Die heilige Hildegard von Bingen kannte die Lilie in Form einer Salbe oder als so genanntes Lilienwasser gegen Akne und gegen Hautausschläge. Außerdem schrieb sie:

"Der Duft der frisch austreibenden Lilien und auch der Duft der Lilienblüten erfreuen das Herz und führen zu rechten Gedanken."


Alte Anwendungen

Früher sagte man, eine Frau solle sich regelmäßig mit einer Mischung von Liliensaft und Andorn waschen, so würde die Haut jung und hübsch bleiben.


Gegen Zahnfleischbeschwerden wurden früher die Blüten in Milch gekocht und dann wurde diese Milch im Mund gehalten.


Die Blüten gab man über Nacht in Wasser und wusch dann schmerzende Augen damit aus.


Die Blütenblätter, in Alkohol angesetzt als Tinktur, nahm man innerlich gegen innere Wunden, äußerlich trug man sie verdünnt auf äußere Wunden auf.


Ein Tee aus den Blüten war bekannt zur Blutreinigung oder als Waschung bei Weißfluss.


Die abgekochten Lilienwurzeln eigneten sich äußerlich gegen Schwellungen und infizierte Wunden, oder man legte warme Umschläge auf die Brust auf, wenn man Husten hatte.


Etwas utopischer war die Anwendung, eine Salbe mit Madonnenlilie auf die Augenbrauen zu schmieren, damit diese besser wuchsen. Naja, wenn’s schee macht...

Man gab dazu die 2 kleine Zwiebeln in Schweinefett, kochte dies auf, siebte ab und trug die Salbe dann auf, bevor man zu Bett ging.



Sammeln und lagern

Die einzelnen Schuppen der Zwiebeln reinigt man und trocknet sie dann in der Sonne. Danach lagert man sie in einem Glas.


Die Blütenblätter sollte man frisch verwenden.


Wurzeln werden gereinigt und gründlich getrocknet, sei es halbschattig oder im Herd. Dann in einer Dose lagern.



Gesundheitliche Wirkung

Abszesse, adstringierend, Antispasmodikum, blaue Flecken, Brandwunden, Diuretikum, Eiterbeulen, erweichend, fördert Haarwuchs, Geschwüre, harntreibend, Hautunreinheiten, Hepatitis, Husten, Krämpfe, krampflösend, Leberentzündungen, leichtere Verbrennungen, Magenbeschwerden, Muskelkrampf, Ohrenschmerzen, Prellung, Quetschung, schleimlösend, wassertreibend, Wunden, Amenorrhö, Ausbleiben der Menstruation, fördert Menstruation, zur Geburt


Übersicht



Volksname

Madonnenlilie, Lilie, Marienlilie



Pflanzenfamilie und Größe

Gehört zur Familie der Liliengewächse, ist eine mehrjährige Pflanze, wird bis zu 1,2 m groß.



Wuchsort

Mag normalen Gartenboden, steht gerne halbschattig bis sonnig.



Blütezeit

Juni und Juli



Sammelzeit

Gesammelt wird in und nach der Blüte, im August bis in den September.



Verwendete Pflanzenteile

Verwendung finden die Zwiebeln, die Staubgefäße und die Blüten.



Eigenschaften

Die Madonnenlilie wirkt erweichend und heilend, leicht harntreibend.



Rezepte und Anwendungen rund um die Lilie







Tee

Die äußere und innere Verwendung kann per Abkochung der Blüten erfolgen. Dazu gibt man einen Teelöffel der getrockneten Blüten in eine Tasse kochendes Wasser, lässt abgedeckt 15 Minuten ziehen und siebt dann ab.



Tinktur

Geben Sie Lilienblütenblätter in Alkohol, Wodka reicht dazu aus, und lassen Sie dies 2 Wochen stehen. Dann absieben.



Blütenwasser

Gegen Augenschmerzen oder andere Augenerkrankungen legen Sie 2 Teelöffel der Blütenblätter am Abend in eine Tasse kaltes Wasser, am Morgen danach sieben Sie dies ab und waschen die Augen damit.



Ein Lilienöl

Geben Sie die weißen Blütenblätter in Olivenöl, Mandelöl oder Jojobaöl, lassen Sie dies 2 - 6 Wochen stehen, sieben Sie dann ab und füllen Sie das Öl dann in eine dunkle Flasche um.

Dieses Öl kann als Hautöl verwendet werden, das kleinste Falten verschwinden lässt und ebenso kleinste Verletzungen wieder abheilen lässt.



Eine Creme gegen Falten

Schälen Sie 2 Lilienzwiebeln und hacken Sie sie ganz klein. Vermischen Sie dies mit 2 Esslöffeln Honig, geben Sie dann ungefähr 50 g Bienenwachs hinzu und 50 ml Lavendelwasser oder Rosenwasser. Erhitzen Sie die Mischung dann vorsichtig auf kleinster Flamme, sodass das Wachs schmilzt. Wenn das Wachs geschmolzen ist, verrühren sie alles gut, sie können noch ein bis zwei Tropfen Lavendelöl hineingeben. Dann wird die Masse in kleine Tiegel umgefüllt. Diese Creme hilft gegen Falten, man trägt sie jeden Abend auf das Gesicht auf.


Die Creme ist maximal zwei Wochen haltbar, man sollte also nicht zu viel davon herstellen und sie zügig verbrauchen. Außerdem wird empfohlen, dass man die Creme im Kühlschrank lagert.



Ohrenschmerzen

Stellen Sie ein Madonnenlilienöl her, indem Sie ca. 50 g der Blütenblätter in Olivenöl geben, so dass alles bedeckt ist, und lassen Sie dies 2 Wochen stehen. Dann mehrmals am Tag je 3 Tropfen des Öls in das Ohr träufeln, wenn man Ohrenschmerzen hat.



Dekubitus

Das Madonnenlilienöl ist besonders mild zur Haut und eignet sich auch bei Wundliegen, also wenn man aufgrund einer Verletzung oder im Alter nicht mehr aufstehen kann und so die Haut an den Liegestellen wund wird.


Dazu stellt man wiederum ein Öl aus den Blütenblättern her, die man in Jojobaöl, Mandelöl oder Johanniskrautöl (Rotöl) einlegt. 2 Wochen stehen lassen, dann absieben und jeden Tag 2-mal die Stellen damit einreiben. Nicht innerlich anwenden!














Der Beitrag "Madonnenlilie" wurde 8410 mal gelesen.

Kompletten Beitrag lesen
Nach oben



15.6.2012


Winterheckezwiebel






Der Beitrag "Winterheckezwiebel" wurde 2973 mal gelesen.

Kompletten Beitrag lesen
Nach oben



15.6.2012


Spornblume





  • Spornblume
  • Spornblume
  • Spornblume
  • Spornblume
  • Spornblume
  • Spornblume
  • Spornblume
  • Spornblume
  • Spornblume
  • Spornblume
  • Spornblume



Der Beitrag "Spornblume" wurde 2886 mal gelesen.

Kompletten Beitrag lesen
Nach oben



15.6.2012


Gartennelke








Der Beitrag "Gartennelke" wurde 5013 mal gelesen.

Kompletten Beitrag lesen
Nach oben



15.6.2012


Wollziest





  • Wollziest
  • Wollziest
  • Wollziest
  • Wollziest
  • Wollziest
  • Wollziest
  • Wollziest
  • Wollziest
  • Wollziest
  • Wollziest
  • Wollziest
  • Wollziest
  • Wollziest
  • Wollziest



Der Beitrag "Wollziest" wurde 4662 mal gelesen.

Kompletten Beitrag lesen
Nach oben



12.6.2012


Holunderblüten-Orangensaftgelee

Zutaten

  1. Ca. 6 Orangen
  2. 600 ml Wasser
  3. 1 Zitrone
  4. 15 Holunderblüten
  5. 500 g Gelierzucker 2:1

Sammeln Sie die Holunderblüten an einem warmen, sonnigen Tag, nicht direkt an einer Straße.


Die Holunderblüten gut ausschütteln, um von Insekten zu befreien.


Die Orangen und die Zitrone auspressen.


500 ml Saft abmessen und mit dem Wasser mischen.


Die verlesenen Holunderblüten in ein entsprechend großes Gefäß geben und die Saft-Wasser-Mischung dazu gießen.


Das ganze zugedeckt 2 Tage stehen lassen, zwischendurch umrühren.

Gießen sie das Ganze durch ein mit einem sauberen Baumwolltuch ausgelegtes Sieb und drücken den Saft aus. Sie benötigen 1 Liter Flüssigkeit für 500 g Gelierzucker 2:1, bei weniger Flüssigkeit die Zuckermenge entsprechend anpassen.


Mit dem Gelierzucker in einem großen Topf vermengen und 4 Minuten sprudelnd kochen.


Sofort in die vorbereiteten Gläser geben und gut verschließen. Die Gläser kurze Zeit umgedreht stehen lassen – fertig ist Ihr leckeres Holunderblüten- Orangensaftgelee.


















Der Beitrag "Holunderblüten-Orangensaftgelee" wurde 5842 mal gelesen.

Kompletten Beitrag lesen
Nach oben



12.6.2012


Holunderblütensirup

Zutaten

  1. 20 große Holunderblüten
  2. 1 Liter Wasser
  3. 1 kg Zucker
  4. 2 unbehandelte Zitronen

Die Holunderblüten an einem sonnigen Tag sammeln. Schütteln Sie die Dolden kurz und kräftig um von Insekten zu befreien, am besten über einem Tuch.


Geben Sie die Holunderblüten in eine große Schüssel.


Die Zitronen in Scheiben schneiden. Zusammen mit dem Wasser und dem Zucker in einem großen Topf zum Kochen bringen. Weiterkochen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat.


Die Flüssigkeit über die Holunderblüten gießen. Stellen Sie die Mischung 3 Tage an einen kühlen Ort und lassen diese zugedeckt ziehen.


Danach durch eine Mullwindel oder ein Sieb gießen.


Den fertigen Sirup in die heiß ausgespülten, sauberen Flaschen füllen und gut verschließen.

















Mischen Sie 1-2 Esslöffel des Sirups mit Wasser und Sie erhalten ein erfrischendes Sommergetränk.




Der Beitrag "Holunderblütensirup" wurde 5226 mal gelesen.

Kompletten Beitrag lesen
Nach oben



12.6.2012


Holunderblüten-Kräutersirup

Zutaten

  1. 1,5 kg Zucker
  2. 1 Liter Wasser
  3. 2 Zitronen
  4. 10-12 Holunderblüten
  5. 2 Zweige Pfefferminze
  6. 2 Zweige Zitronenmelisse
  7. 1 Zweig Ananassalbei

Sammeln Sie die Holunderblüten an einem sonnigen Tag und achten Sie darauf, dass der Sammelort nicht direkt an einer Straße liegt.

Die Zitronen auspressen und den Saft zusammen mit dem Zucker und dem Wasser kochen bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat.

Abwarten bis die Flüssigkeit etwas abgekühlt ist.


Inzwischen die Pfefferminze, Zitronenmelisse und den Ananassalbei am besten frisch ernten.


Um die Holunderblüten von Insekten zu befreien kurz und kräftig schütteln.

Die Kräuter und die Holunderblüten bitte nicht waschen.



Geben Sie die Kräuter und die Holunderblüten in eine Schüssel und gießen die abgekühlte Zuckerlösung darüber.


An einem kühlen Ort zugedeckt 48 Stunden durchziehen lassen, zwischendurch immer mal wieder umrühren.

Das ganze durch ein Tuch abseihen. In einen Topf geben und aufkochen.

Sofort in die vorbereiteten sauberen Flaschen füllen.


Zur Bereitung eines erfrischenden Getränkes im Sommer geben Sie etwa 2 Esslöffel des Sirups in 250 ml Wasser.






















Der Beitrag "Holunderblüten-Kräutersirup" wurde 5360 mal gelesen.

Kompletten Beitrag lesen
Nach oben



12.6.2012


Mehlbeere








Der Beitrag "Mehlbeere" wurde 3203 mal gelesen.

Kompletten Beitrag lesen
Nach oben



12.6.2012


Färberweid


Ernten und trocknen

Man erntet die Blätter im Sommer, trocknet sie dann sonnig oder im Ofen bei maximal 40 Grad.

Die Wurzeln kann man im Herbst ernten, dann säubern und in der Sonne oder im Ofen trocknen.

Danach in einer Dose aufbewahren.




















  • Faerberweid
  • Faerberweid
  • Faerberweid
  • Faerberweid
  • Faerberweid
  • Faerberweid
  • Faerberweid
  • Faerberweid
  • Faerberweid
  • Faerberweid
  • Faerberweid
  • Faerberweid
  • Faerberweid
  • Faerberweid
  • Faerberweid
  • Faerberweid
  • Faerberweid
  • Faerberweid
  • Faerberweid
  • Faerberweid
  • Faerberweid
  • Faerberweid
  • Faerberweid
  • Faerberweid
  • Faerberweid
  • Faerberweid
  • Faerberweid
  • Faerberweid
  • Faerberweid
  • Faerberweid



Der Beitrag "Färberweid" wurde 2873 mal gelesen.

Kompletten Beitrag lesen
Nach oben



12.6.2012


Gartenschneeball














Der Beitrag "Gartenschneeball" wurde 4597 mal gelesen.

Kompletten Beitrag lesen
Nach oben



3.6.2012


Anis-Baiser - Rezept und Zubereitung

Sicher haben auch Sie beim Backen manchmal übrig gebliebenes Eiweiß, weil nur das Eigelb verwendet wurde. Mit wenig Aufwand und Zutaten werden aus dem Eiweiß leckere Anis-Baiser, die Sie auf Vorrat backen können.


Nett verpackt haben Sie immer ein süßes Mitbringsel, über das sich Ihr nächster Gastgeber bestimmt freut.


Zutaten für die Anis-Baiser:

  1. 2 Eiweiß
  2. Saft und Schale von einer unbehandelten Zitrone
  3. 100 g Puderzucker
  4. 1 TL Anis

Das Eiweiß mit den Schneebesen des Handrührgerätes kurz anschlagen, zusammen mit dem Saft und der Schale der Zitrone zu sehr steifem Schnee schlagen.


Den Puderzucker fein sieben und löffelweise unter den Eischnee rühren. Die Masse so lange schlagen, bis diese glänzt.



Den gut verlesenen Anis im Mörser fein zerstoßen und unter die Eischnee-Zucker-Masse heben. Die Masse in einen Spritzbeutel füllen, alternativ eignet sich auch ein Gefrierbeutel (nach dem Einfüllen eine Ecke abschneiden).


Kleine Häufchen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech spritzen.


Danach nach Belieben mit Zuckerstreuseln oder Zuckerperlen bestreuen.


Die Anis-Baisers bei maximal 100°C etwa 3 Stunden trocken. Dazu nach 20 Minuten die Ofentür einen Spalt öffnen.














Der Beitrag "Anis-Baiser - Rezept und Zubereitung" wurde 4379 mal gelesen.

Kompletten Beitrag lesen
Nach oben



1.6.2012


Gartenmohn














Der Beitrag "Gartenmohn" wurde 3736 mal gelesen.

Kompletten Beitrag lesen
Nach oben



1.6.2012


Jakobsleiter















Der Beitrag "Jakobsleiter" wurde 7198 mal gelesen.

Kompletten Beitrag lesen
Nach oben



1.6.2012


Mispel

Die Mispelfrucht ist eine bei uns nur wenig bekannte Frucht, die jedoch in den Mittelmeerländern sehr beliebt ist.



Die Mispel ist ein sehr langsam wachsender Baum mit einem sehr harten Holz, was früher dazu führte, dass man aus diesem wirklich harten Holz Pfeile und Speere herstellte, ebenso Stöcke, die im Kampf nicht gleich kaputt gingen. Beliebt war das Holz außerdem für Möbel oder zum Beispiel auch in den Rädern von Windmühlen, die ja Wind und Wetter möglichst gut aushalten mussten.




Die Mispel kommt ursprünglich aus China, allerdings wurde sie schon vor langer langer Zeit von dort nach Japan exportiert und in größeren Mengen angebaut. Inzwischen ist die Mispel auch in Brasilien in großen Plantagen zu finden, und natürlich in den Ländern um das Mittelmeer herum, denn da ist die Mispel ja, wie bereits erwähnt, sehr beliebt. Bei uns hingegen führt die Mispel immer noch ein Schattendasein und wird teilweise als Zierpflanze im Garten angebaut.


Die Mispel ist ein bis zu 5 m hochwachsender Baum, an dem im Frühjahr weiße Blüten wachsen, aus denen sich im Lauf des Jahres braune Früchte bilden. Diese Früchte sollte man erst essen, wenn sie einen Frost abbekommen haben, denn vorher schmecken sie scheußlich. Durch diesen ersten Frost bildet sich Zucker in den Früchten, wodurch sie genießbar werden. Diese Früchte sind bis zu pflaumengroß und haben ein goldgelbes Fruchtfleisch. In der Frucht ist ein glänzendbrauner Kern.


In den Früchten sind verschiedene Inhaltsstoffe enthalten, zum Beispiel Gerbstoffe, Pektin und Mineralien, sowie Apfel- und Zitronensäure. Daneben finden sich verschiedene Vitamine, wie Vitamin B2. Sehr gering ist allerdings der Gehalt an Vitamin C. An Mineralien sind besonders größere Mengen von Eisen und Magnesium enthalten, sowie Calcium, Kalium und Phosphor.


In der Naturheilkunde kennt man die Mispel schon seit dem Altertum, es wurden damals schon Anwendungen zum Beispiel gegen Durchfall oder gegen Beschwerden mit der Darmschleimhaut beschrieben.


Die Mispelfrucht hat einen besonders stopfenden Effekt, der sich aber verringert, wenn man die Früchte kocht. Außerdem hat man durch neuere Forschungen herausgefunden, dass die Mispel den Cholesterinspiegel senken kann, was an dem enthaltenen Pektin liegt. So soll bereits durch den regelmäßigen Verzehr der Cholesterinspiegel bedeutend abgesenkt werden können.


Die Mispel hat außerdem noch eine antientzündliche Wirkung, was sich besonders positiv bemerkbar macht, wenn man gerade eine Operation hinter sich hat. Die Frucht hilft so, dass die Wunden wieder verheilen. Aber generell ist eine solche Wirkung von Vorteil, denn ständig bilden sich im Körper kleinste Verletzungen, die so gar nicht erst zu größeren Problemen werden können.


Außerdem sollte man erwähnen, dass die Mispel antibakteriell wirkt und auch gegen Viren helfen kann, sie lindert bereits bestehende Entzündungen, sie hilft bei entzundenen Mandeln, sie hilft auch bei Entzündungen im Magen oder in den Atemwegen.


Man sollte unbedingt darauf achten, dass man keine unreifen oder gar grüne Früchte isst, denn diese sind relativ unverträglich und können Übelkeit oder Erbrechen auslösen, abgesehen davon eben, dass sie ziemlich schrecklich schmecken.


Allerdings gibt es ältere Rezepte, nach denen man daraus einen Tee herstellen kann, der wohl sehr stark entzündungshemmend wirkt. Ein solcher Tee hilft zum Beispiel gegen Entzündungen im Mund, wenn man damit gurgelt, oder wenn man ihn äußerlich in Form von Umschlägen auflegt, gegen entzundene Verletzungen. Dieser Tee aus den unreifen Früchten kann außerdem Blutungen stoppen.


Ebenso verwendet wird die Rinde des Mispel-Baumes, die man im Frühling oder im frühen Herbst erntet. Früher wurde diese Rinde zum Beispiel dafür verwendet, Malaria damit zu behandeln, generell wirkt diese Rinde antibakteriell und antiviral. Jedoch muss man sagen, dass die Rinde heutzutage eher selten noch zum Einsatz kommt.


Die Samen, die sich in der Frucht befinden, enthalten Schleimstoffe, die freigesetzt werden, wenn man sie im Wasser einweicht. Diese Schleimstoffe kann man zum Beispiel äußerlich auf die Haut auftragen, wenn man eine gereizte und entzundene Haut hat. In den Samen befindet sich außerdem noch ein Giftstoff, weshalb man die geöffneten Samen nicht verzehren sollte.


Hinzu kommen noch folgende Anwendungsgebiete: Die Mispel wirkt sich gut auf die Augen aus, sie hat eine leberstärkende Wirkung, sie stärkt ebenso die Nieren, sie hilft bei Schwindel, sie hilft der Verdauung, außerdem soll sie sogar bei Impotenz helfen. Zudem soll die Mispel gegen Schlafprobleme helfen, sie wirkt sich gut auf die Verdauung aus und soll Schmerzen lindern können.



[alp:mispel128.jpg x=530 'Mispel']


Rezepte mit Mispel

Eine Marmelade aus Quitten und Mispel

Sie brauchen dafür ungefähr 500 g gewaschener Mispeln, die Sie in kleine Stücke geschnitten haben, ebenso 500 g geschnittener Quitten.


Geben Sie die Mispeln und die Quitten in einen Topf und lassen Sie beides mit ein wenig Wasser eine Viertelstunde lang kochen. Die weichgekochten Früchte werden danach durch ein Sieb gedrückt, wodurch schließlich ein Mus entsteht.


Jetzt gibt man den Gelierzucker hinzu, wobei man beachten muss, welcher Art dieser Gelierzucker ist. Beachten Sie also die Mengenangaben, die auf der Packung des Zuckers stehen.


Nachdem Sie den Zucker beigegeben haben, geben Sie schließlich noch den Saft einer ganzen Zitrone hinzu, das gibt einen frischen spritzigen Geschmack. Jetzt erhitzt man die Masse bis zum Kochen, dabei wird immer wieder umgerührt. So nebenbei kann man auch die Marmeladengläser vorbereiten. Geben Sie sie in den Backofen bei ungefähr 200°.


Idealerweise gibt man die noch heiße Marmelade in die ebenfalls noch heißen Marmeladengläser und verschraubt sie dann sofort. Danach dreht man die Marmeladengläser auf den Kopf und lässt sie so etwas abkühlen. So nach ca. 10 Minuten dreht man sie dann wieder in die richtige Richtung zurück. Jetzt muss die Marmelade nur noch abkühlen und man kann sie schon genießen.




Ein Mispel-Mus

Sie brauchen dazu 500g ausgereifter Mispeln, die Sie gut reinigen, dann in Viertel schneiden und dann in wenig Wasser 10 Minuten lang kochen. Diesen Brei drücken Sie durch einen Sieb und geben dann den Saft einer ganzen Zitrone dazu. Nach Belieben mit Zucker süßen. Genießen!


Ein solches Mus kann man auch mit Apfelmus und Birnenmus kombinieren.



Ein Schnaps aus Mispel

Sie brauchen dazu ein halbes Kilogramm reifer Mispeln, ungefähr 100 g Wasser, ca. 50 g Zucker und 1 l Korn oder Wodka.


Schneiden Sie die Früchte auf und entfernen Sie Samen und sonstige Teile, bis auf das Fruchtfleisch.

Das Fruchtfleisch wird dann im Wasser gekocht, danach gibt man den Zucker hinzu und verrührt alles gut miteinander. Nach dem Erkalten gibt man den Korn oder den Wodka darüber und lässt dies abgedeckt zwei Wochen lang stehen.

Danach filtriert man das Fruchtfleisch heraus und füllt den Schnaps in eine Flasche.


Ein Tee aus unreifen Früchten

Sie brauchen dazu 1 Esslöffel kleingehackter grüner Früchte, die Sie in 200 ml Wasser kochen.

Lassen Sie dies abgedeckt 1 Stunde lang stehen, danach sieben Sie die Früchte heraus. Diesen Tee trinkt man zum Beispiel, wenn man unter Durchfall leidet, man kann auch damit gurgeln, wenn man unter einer Entzündung im Hals, unter einer Zahnfleischentzündung oder sonstigen Entzündungen im Mundraum leidet.


Sagen und Geschichten um die Mispel

Schon die alten Griechen und die alten Römer der Antike genossen die Erzeugnisse, die man aus der Mispel herstellen kann, besonders das Mus. Besonders erwähnt wurde die Mispel im alten England, in der viktorianischen Zeit war sie eine Delikatesse und gelangte sogar durch William Shakespeare zu Weltberühmtheit. Im alten England schmorte man die Mispeln und aß sie dann mit Sahne als Dessert.


Nicholas Culepeper, ein Heilkundiger aus dem England des 17. Jahrhunderts beschrieb die Mispel folgendermaßen:

"... Die Mispel stoppt Fehlgeburten, sie fördert den Fluss der Körpersäfte und des Blutes bei Mann und Frau, auch die Blätter der Pflanze. Mit einem Tee kann man gurgeln und den Mund waschen, auch den Hals und die Zähne. Die Mispel hilft gegen Blutverlust und Blutungen, gegen Schmerzen und Schwellungen. Frauen können die Mispel für Bäder verwenden, wenn die Menstruation zu reichlich ist, wenn Sie also zu viel bluten.


Getrocknete Blätter, die pulverisiert auf frische blutende Wunden gestreut werden, hemmen die Blutung und lassen die Wunde schnell verheilen. Die Mispelkerne, getrocknet und pulverisiert, gebe man zusammen mit Petersilienwurzeln Wein bei, lasse dies über Nacht ziehen, sodass dieser Wein gegen Nierensteine hilft. " (... frei übersetzt von mir...)



Die Mispel findet aber auch noch andere Erwähnung quer durch ganz Europa, so findet man die Mispel zum Beispiel in dem wohl allseits bekannten Märchen "Don Quijote" in dem es da heißt: "... dehnen sich in einem Feld und stopfen sich voll mit Eicheln oder Mispeln... ". "


Shakespeare erwähnte die Mispel zum Beispiel in seinem Stück "Romeo und Julia"

"... jetzt wird er unter einem Mispelbaume sitzen... "





















Der Beitrag "Mispel" wurde 7354 mal gelesen.

Kompletten Beitrag lesen
Nach oben



1.6.2012


Römische Kamille

Die Römische Kamille (Chamaemelum nobile L.) wird auf ähnliche Weise verwendet wie die echte Kamille.

Jedoch ist sie bei uns in Mitteleuropa nur sehr selten in den Gärten oder in der Natur zu finden. Unterscheiden kann man die Römische Kamille und die Echte Kamille dadurch, dass die Römische Kamille ein gefülltes Köpfchen hat, zudem ist der Boden des Köpfchens mit kleinen Schuppenblättchen besetzt. Der Duft ist aber wie der, der Echten Kamille, genauso aromatisch.

Nach dem Ernten luftig trocknen

Nachdem man die Römische Kamille abgeerntet hat, im Sommer bei einem sonnigen Tag, trocknet man sie an einer luftigen und schattigen Stelle. Man muss aufpassen, dass die Blüten nicht schwarz werden. Das kann vorkommen, wenn die Trocknung zu langsam vorangeht. Solche Blüten verlieren dann ihre Heilwirkung, man sollte sie aussortieren.


Römische Kamille findet man in freier Natur, bevorzugt in Südeuropa, gerne auf Schuttplätzen oder Feldern. Man findet sie aber auch in Marokko, den USA, Frankreich, in Großbritannien, Ungarn, Belgien oder Deutschland.


Die Römische Kamille

Sie wird bis zu 30 cm hoch, ist eine ausdauernde, mehrjährige, leicht behaarte Pflanze. Sie trägt kleine Blätter, die Blüten sind in ihrer Mitte gelb, sie tragen weiße Zungenblüten, die Blütezeit reicht von Juni bis September. Der Duft ist sehr aromatisch, der Geschmack aber leicht bitter. Die Römische Kamille gehört zu den Korbblütlern. Sie ist eine ausdauernde, krautige Heilpflanze, die stark aromatisch duftet.


Man verwendete die Römische Kamille früher schon als beruhigendes Mittel, besonders bei Kindern, aber auch gegen Magen- und Verdauungsprobleme. Die Römische Kamille entspannt, hemmt Entzündungen und Parasiten, stillt Schmerzen. Sie regeneriert die Leber und reinigt das Blut, entgiftet den Körper.


Zu den überlieferten und traditionellen Anwendungsgebieten gehören unter anderem Regelbeschwerden, Blähungen und Blähungen. Des weiteren hilft die Römische Kamille gegen Verdauungsstörungen, nervöse Beschwerden und allgemeine Schwächung zum Beispiel nach langen Krankheiten.


Äußerlich, in Form eines Tees, hilft die Römische Kamille als Waschung oder Spülung bei Entzündungen, zum Beispiel im Mundbereich bei Zahnfleischbeschwerden.


Die Römische Kamille wird auch für kosmetische Zwecke verwendet, zum Beispiel für die Haarpflege, zum Bleichen blonder Haare oder in Shampoos. Außerdem wird die Römische Kamille in Schönheitsmasken angewandt.



Auch bei psychischen Erkrankungen hilfreich

Heute findet die römische Kamille auch Verwendung bei Angsterkrankungen und -zuständen, bei dauernder Unruhe, bei ADHS oder auch bei Depressionen. Sie gleicht starke Gefühlsschwankungen aus und entspannt. Des Weiteren findet sich eine Anwendung bei Akne, bei Dermatitis und anderen Hautkrankheiten.


Interessantes zur Römischen Kamille

Im alten Ägypten war die Römische Kamille dem Sonnengott Ra geweiht. Man schätzte sie als eines der höchsten Kräuter.


Auch in Mitteleuropa war die Römische Kamille seit jeher oft gebrauchtes Heilkraut. Angeblich soll die Römische Kamille andere Pflanzen heilen, wenn sie in deren Nähe wächst.


Schon im antiken Ägypten galt die Römische Kamille in den so genannten Häusern des Lebens, in denen die Priester die Kranken heilten und pflegten, als wichtige Heilpflanze. Damals schon galt die römische Kamille als Heilmittel gegen Erkältungsbeschwerden, Schüttelfrost, Frauenbeschwerden und fiebrige Erkrankungen.


Als Heilmittel verwendet man die Blütenköpfe, die besonders aufgrund der enthaltenen Öle heilsam sind. Im Unterschied zu der Echten Kamille gibt es zur Römischen Kamille leider nur wenige Untersuchungen und Studien.




[alp:RoemischeKamille128.jpg x=530 'Römische Kamille']


Wirkung und Anwendungsgebiete der Römischen Kamille

  1. antidepressiv
  2. narbenglättend
  3. Akne
  4. appetitanregend
  5. Neuralgie
  6. Verstopfung
  7. Brechreiz
  8. brechreizerzeugend (in starker Dosierung)
  9. Psoriasis
  10. Leberleiden
  11. verdauungsfördernd
  12. Magenkrämpfe
  13. nierenanregend
  14. blähungstreibend
  15. stimmungsaufhellend
  16. Fieber
  17. Darmparasiten
  18. Dermatitis
  19. Nervosität
  20. magenwirksam
  21. menstruationsfördernd
  22. Fußpilz
  23. wundheilend
  24. blutbildend
  25. Immunschwäche
  26. Gelenkentzündung
  27. antibakteriell
  28. Asthma
  29. Regelschmerzen
  30. Nervenschmerzen
  31. blutbildend
  32. Ohrenschmerzen
  33. Menstruationsprobleme
  34. Verdauungsstörungen
  35. Koliken
  36. desinfizierend
  37. Kopfschmerzen
  38. Hautentzündung
  39. beruhigend
  40. Stress
  41. Arthritis
  42. Hautunreinheiten
  43. menstruationaseinleitend
  44. krampflösend
  45. Blasenentzündung
  46. Bronchialstau
  47. schmerzlindernd
  48. Verstauchung
  49. Schlaflosigkeit
  50. Blähungen
  51. rheumalindernd
  52. entblähend
  53. Brandwunden
  54. gallentreibend
  55. Abwehrschwäche
  56. entzündungshemmend
  57. Zahnschmerzen
  58. Divertikulitis
  59. fiebersenkend
  60. Würmer
  61. schmerzlindernd
  62. Leberbeschwerden
  63. Schuppenflechte
  64. Muskelkater
  65. Pilzbefall
  66. Morgenübelkeit
  67. entwässernd
  68. Verbrennungen
  69. PMS
  70. wurmabtötend
  71. Migräne
  72. Seekrankheit
  73. schlaffördernd
  74. krampflösend
  75. Herpes
  76. Durchfall
  77. Gelbsucht
  78. schlaffördernd
  79. schweißtreibend
  80. Muskelschmerzen
  81. Reisekrankheit
  82. Pickel
  83. Pilzinfektion
  84. Gelenkschmerzen
  85. schwache Abwehrkräfte
  86. Wunden
  87. harntreibend
  88. windtreibend
  89. Furunkel
  90. Menstruationsbeschwerden
  91. Übelkeit
  92. nierenanregend
  93. Krämpfe
  94. Magenprobleme
  95. fiebersenkend
  96. antirheumatisch
  97. Wechseljahresbeschwerden

Übersicht



Inhaltsstoffe

Phosphor, Cholin, Ätherisches Öl, Schwefel, Eisen, Inositol, Sterol



Verwechslungsgefahr

Es besteht eine Verwechslungsgefahr mit der Echten Kamille, die eine ähnliche Wirkung hat und ebenfalls ungefährlich ist.



Englisch

Roman Chamomile



Volksnamen

Härmelchen, Hemdknöpf, Tüfelschrut, Kuhmelle, Große Kamille, Kathreinenblume



Verwendete Pflanzenteile

Verwendung finden das Kraut und natürlich die Blüten



Sammelzeit

Juli - September



Rezepte und Anwendungen rund um die Römische Kamille






Tee

Geben Sie 2 Teelöffel Blüten in eine Tasse kochendes Wasser, lassen Sie dies 10 Minuten abgedeckt ziehen und sieben dann ab. Ein solcher Tee hilft u. a. bei Verdauungsschwierigkeiten, Schlafproblemen oder auch gegen Nervosität.



Spülungen für Mund und Rachen

Mit diesem Tee lässt es sich auch gut gurgeln, etwa bei Entzündungen im Mund, Aphten, nachdem ein Zahn gezogen wurde usw.



Umschläge bei Verletzungen

Der oben genannte Tee hilft auch bei Verletzungen, wenn man ihn als Umschlag auflegt. Tränken Sie dazu ein Leintuch mit dem Tee und legen Sie das Tuch dann mehrmals am Tag auf.



Für die Haut: Dampfbäder

Dampfbäder sind besonders gut für die Haut, auch hier kann man wieder den Tee als Ausgangsstoff verwenden.



Zur Haarpflege für helles Haare

Wenn man mit diesem Tee die Haare regelmäßig ausspült, werden Sie mit der Zeit immer heller, besonders natürlich bei sowieso schon blonden Haaren.



Gegen müde Augen

Geben Sie 2-3 Esslöffel römische Kamillenblüten in 500 ml kochendes Wasser. 10 Minuten stehen lassen, dann absieben und abkühlen lassen. Danach in eine Eiswürfelform gießen und einfrieren. Wenn Sie überanstrengte und müde Augen haben, reiben Sie mit diesen Eiswürfeln die Augenlider und die Augenbrauen ein.



Windwasser von den Römischen Chamillen nach Eleonora Maria Rosalia Liechtenstein

„Nimb der Römischen Chamillen 30. Hand voll/ hacks klein/ oder stoß in einem Mörser/ pairz in 15. Pfund Chamillen-Wasser 24. Stunden lang/ und 6. Pfund des stärckesten Weins/ darnach preß auff das stärckeste auß/ in disem außgepresten Wasser pairz zweymahl mit Chamillen / laß stehen wie zum ersten/außgeprest/dann zum dritten mahl wiederholt mit frischen Chamillen = Blumen/ hernach nimbt man dises Wasser/und thut nahfolgende Stuck darzu/ Wermuth/ Centauer/ Wolgemuth/ jedes drinhalb Hand voll/ Aneiß / Römischen Kimel/ Carbobenedict = Saamen jedes 3. Loth / Cronabethbör/ Lorbeer/ jedes 1 Loth/ dises alles groblecht zerschnitten und zerstossen/ und in obiges Wasser eingepaitzt/ 24. Stund stehen lassen/ darnach außgebrennt/ in ein Glas wolverwahrt.- dises Wasser hat grosse Krafft die Wind außzutreiben/ und die Schmerzen deß Reissen zu lindem/ so von den Winden entstanden/ stärckt auch die Geschwächten Glieder/ so von disen Schmerzen herkommett seyn.“







Vorsicht - Risiken und Nebenwirkungen

Nicht im ersten Monat einer Schwangerschaft verwenden, das Öl wirkt menstruationsfördernd!

Hohe Dosen von Öl aus der Römischen Kamille wirken einschläfernd.

Bei Dauergebrauch kann es zu erhöhter Nervosität und Drehschwindel kommen.

Nicht verwenden bei einer Korbblütlerallergie.

Nicht verwenden in der Schwangerschaft oder Stillzeit.




Römische Kamille
  • Buschiger dichter Wuchs, wird bis zu 30 cm groß
  • gefiederte Blätter, die Blüten sind weiß mit einer gelben Mitte. Sie sitzen auf langen Stielen.
  • Wuchsort ist in der Sonne, auf durchlässigem, nährstoffhaltigem Erdboden

    Verwendungsmöglichkeiten: Die vollends offenen Blüten kann man in frischer Form oder im getrockneten Zustand als Tee bei Schlafbeschwerden oder als Umschlag zur Heilung von Wunden verwenden.

    Gesichtsdampfbäder damit pflegen die Haut. Haarspülungen mit einem Absud aus den eignen sich für helle Haare.





  • Roemische-Kamille
  • Roemische-Kamille
  • Roemische-Kamille
  • Roemische-Kamille
  • Roemische-Kamille
  • Roemische-Kamille
  • Roemische-Kamille
  • Roemische-Kamille
  • Roemische-Kamille
  • Roemische-Kamille
  • Roemische-Kamille
  • Roemische-Kamille
  • Roemische-Kamille
  • Roemische-Kamille
  • Roemische-Kamille
  • Roemische-Kamille
  • Roemische-Kamille
  • Roemische-Kamille
  • Roemische-Kamille



Der Beitrag "Römische Kamille" wurde 15392 mal gelesen.

Kompletten Beitrag lesen
Nach oben



Mein Shop














zum Seitenanfang