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Das Kräuter-Verzeichnis

Sagen und Geschichten um den Lavendel

Im antiken Griechenland erkannte man die Heilkraft des Lavendels und verwendete ihn zum Beispiel bei Nierenbeschwerden, bei Insektenstichen oder bei Menstruationsbeschwerden.

Und auch im alten Rom war der Lavendel bekannt, hier als Räucherkraut in Zeremonien oder auch als heilendes Kraut bei Verwundungen. Besonders beliebt war es hier bei den einfachen Soldaten. Wenn eine Schlacht nahte, rieb man sich etwas Lavendelöl auf die Rüstung, so dass der Duft beruhigte.

Freund der Soldaten

Soldaten im ersten Weltkrieg verwendeten den Lavendel wohl ebenfalls noch zur Behandlung ihrer Wunden, da vielerorts Desinfektionsmittel fehlten.

Der Lavendel sollte aber auch gegen böse Geister helfen: Man verstreute ihn auf dem Boden, um das Unheil der bösen Dämonen abzuwehren, gleichzeitig reinigte er aber auch die Luft und sorgte für eine wunderbare Frische.

Der Duft des Lavendels sollte auch den Teufel oder böse Hexen verjagen.

Im Mittelalter, als die Pest wütete, sollte dieser reinigende Duft die Pest fernhalten. Was so wohl zum Teil auch funktionierte: Nicht dass der Lavendel die Pest besiegte - man reinigte ja den Boden und streute dann den Lavendel aus, was zur Folge hatte, dass sich Ratten und Flöhe unwohl fühlten und so die Pest nicht weiter verbreitet wurde.

Lavendel für die Keuschheit

Hildegard von Bingen erwähnte den Lavendel als Muttergottespflanze, die gegen die Unkeuschheit helfen solle. So trug man früher kleine Sträußchen aus Lavendel und Rosmarin, um die Jungfräulichkeit zu beschützen. Ob es half? Jedenfalls liest man immer wieder über die anaphrodisierende (abtörnende) Wirkung des Lavendels...

Lavendel wurde früher oft als Opfergabe an die Götter verbrannt.

Wenn man Lavendel bei sich trug, so sollte man Geister sehen können.

Unruhigen Babys legte man früher etwas Lavendel in die Wiege. So schliefen sie besser und blieben länger ruhig.

Wenn man im Mai den Hühnern etwas Lavendel ins Futter gab, so sollten sie das Jahr über gesund bleiben.

Der Lavendel ist ein Zeichen für eine romantische Liebe, weniger für Sexualität. So soll der Duft auch gegen Liebeskummer helfen oder, wenn man einen Brief mit Lavendel parfümiert, den Geliebten heran oder zurückbringen.

Und überhaupt durfte der Lavendel nur von Männern angepflanzt werden - Lavendel stand dafür, die Unkeuschheit zu vertreiben, und das hatten die Männer wohl nötiger als die Frauen. Tatsächlich ist der Lavendel allerdings eine "Muttergottespflanze", also eher eine Frauenpflanze.

Hift auch gegen Milben und Motten

Ein Lavendelkissen, vielen als Einschlafhilfe bekannt, hält auch Milben fern. Ein solches Säckchen kann im Kleiderschrank auch gegen Motten helfen.

Paracelsus empfahl Lavendel zur Schmerzlinderung oder auch bei verschiedenen Nervenleiden.

Hildegard von Bingen empfahl "Lavendelwein" gegen Lungenbeschwerden:

"Wer Lavendel mit Wein oder, wenn er keinen Wein hat, mit Honig und Wasser kocht und oft lauwarm trinkt, der mildert den Schmerz in der Leber und in der Lunge und die Dämpfigkeit seiner Brust".

Zudem empfahl Hildegard den Lavendel gegen Läuse, eine innerliche Anwendung lehnte sie jedoch ab.

Übrigens: Genau diese Wirkung kann man sich auch im Blumen- bzw. Obstgarten zunutze machen: Pflanzen Sie Lavendel in Ihrem Garten an, das hält von den anderen Pflanzen die Läuse fern. Und schön aussehen tut's außerdem...

Auch für Parfüms geeignet

Reibt man einen Brief mit Lavendelblüten ein, so sollen alle Wünsche, die darin geschrieben sind, in Erfüllung gehen.

Parfümiert man seine Wäsche mit Lavendel, so sollen widerborstige Männer gefügig werden.

Der Name kommt vom lateinischen Wort "lavare", das übersetzt so viel wie "waschen" bedeutet. Man verwendete früher den Lavendel als Badezusatz oder zum Waschen.

Man bemerkte im 17. Jahrhundert, dass die Lavendelpflücker in der Provence nie TBC bekamen - und das, obwohl die Krankheit damals dort sehr verbreitet war. Grund dafür war die desinfizierende Wirkung des Lavendels. Auch heute gilt das Lavendelöl noch als Ersatz für chemische Desinfektionsmittel.

Wenn König Ludwig XIV. eine Dame begehrte, so sandte er ihr in Ambra getauchte Lavendelblütenähren.

War sie geneigt, seinen Wünschen zu folgen, so schob sie im Angesicht des Königs eine dieser Ähren in den Mund.


Lavendel
Lavendel




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