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Das Heilkräuter - Verzeichnis

Mehr Interessantes zum Augentrost

Der Augentrost wird auch Heudieb genannt

Da der Augentrost ein Halbschmarotzer ist, der sich seine für das Überleben wichtigen Nährstoffe durch die Wurzeln anderer Pflanzen "beschafft", sorgte er auf Felder natürlich dafür, dass die anderen Pflanzen nicht so gut gedeihen konnten. Zudem ist er kleiner als das umgebende Gras, er bleibt also auf den ersten Blick unsichtbar.

Deshalb nennen die Bauern ihn auch den "Heudieb".

In Italien heißt der Augentrost Luminella, was so viel wie Licht für die Augen bedeutet.

In England sagt man Eyebright dazu - Augenglanz. Die Pflanze ist also überall sehr beliebt (es sei denn bei den Bauern).

Noch schöner ist es in Frankreich - dort heißt der Augentrost Casselunette - Brillenbrecher. Man kann also getrost die Brille wegwerfen, wenn man den Augentrost verwendet.

Man sagt, dass wenn der Augentrost besonders üppig blüht, es einen harten Winter gibt.

In einem alten Rezept findet man Folgendes: Augentrost mitsamt der Reben zu Wein vergären lassen und diesen ein Jahr lang trinken. Dies vertreibt "die Dunkelheit aus den Augen". Nach dem Jahr wurden dann "die Brillen hinweg gethan und allerley Schrift gelesen".

"Wann diß Kräutlein anfanget zu blühen / soll man es sammeln / und ein Wasser daraus brennen. Diß Wasser wird fürnemlich gebrauchst zu den dunklen und blöden Augen / dieselbige klar und lauter zu machen: Desgleichen auch zu den hitzigen Augen / man soll aber jederzeit Morgens und Abends fürnemlich einen guten Schluck darvon thun: Man kann auch die Wasser gebrauchen wider die Verstopfung der Leber / auch zu der Gelbsucht/..."

Tabernaemontanus





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