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Das Heilkräuter - Verzeichnis

Ahorn

Der Ahorn ist schon seit langer Zeit als Nutzpflanze bekannt. So fertigt man aus seinem Holz Möbel, Bretter, gar ganze Häuser, oder auch Musikinstrumente.

Dieser wunderschöne Baum ist in Deutschland mittlerweile selbst in größeren Städten wieder zu finden, da er sehr beliebt ist. Es gibt bei uns drei Arten, die den Bestand dominieren. Dies sind der Feldahorn, der Spitzahorn und der Bergahorn.

Im fernen Kanada ist der Ahornbaum die Nationalpflanze, ein Ahornblatt schmückt die Flagge Kanadas.

Der Ahorn gehört zur Familie der sogenannten Seifenbaumgewächse, was darauf hindeutet, dass man aus dem Pflanzenmaterial auch Waschmittel herstellen kann.

Doch darum soll es hier nicht gehen, denn auf dieser Seite geht es ja um Heilpflanzen. Und richtig: der Ahorn ist auch eine Heilpflanze. In ihm sind gesundheitswirsame Stoffe enthalten wie zum Beispiel Flavonoide und Gerbstoffe, Kalium, Calcium, Eisen, Magnesium und Eiweiß. Das Eiweiß ist mit 5 % Anteil in den jungen Blättern sogar ausgesprochen hoch, weshalb man diese Blätter auch als Salat essen kann. Dies wussten auch unsere Vorfahren, denn sie verwendeten die Blätter als Nahrungsmittel, woher sich dann auch der Name Speisebaum ableitete.

Auch die Blüten, die ab April am Baum wachsen, können gegessen werden. Sie haben einen besonders süßlichen Geschmack.

Doch zurück zur medizinischen Verwendung des Baumes.

Die Hauptwirkstoffe des Ahorns sind Flavonoide, Saponine und Gerbstoffe. Verwendet werden zum Großteil junge Blätter, aber auch die Rinde kann Verwendung finden.

Die Hauptwirkung wird als kühlend und abschwellend beschrieben, allerdings wird der Ahorn in der modernen Phytotherapie kaum mehr verwendet.

Hildegard von Bingen berichtete über den Ahorn, dass er kühlend und trocknend sei, dass er so gegen Fieber helfen könnte. Angeblich soll Hildegard von Bingen den Rauch und das erwärmte Holz bei Gicht empfohlen haben. Sie verräucherte dazu Ahornholz und legte erwärmte Holzstücke auf die betroffenen Stellen auf.

Wenn Sie unter Hautirritationen leiden, so wird empfohlen, dass man frische Ahornblätter in einem Mörser zerstößt und diesen Brei dann direkt auf die Irritationen legt. Dieser Brei kühlt die Haut und beruhigt die Hautirritationen.

Ein solcher Brei kann auch aufgelegt werden, wenn man entzündete Haut hat.

Alternativ dazu kann man bei Hautentzündungen auch einen Tee aus 2-3 zerkleinerter Blätter herstellen, diesen 10 Minuten ziehen lassen und dann in Form einer Auflage für eine Viertelstunde auf die Entzündungen auflegen.

Ein altes Rezept weist darauf hin, dass die Blätter sich gegen Fieber, bei erhöhten Blutzuckerwerten und gegen Gefäßverkalkung einsetzen lassen. Dazu stellt man aus noch jungen Blättern zusammen mit einem guten Honig einen Sirup her.

Ein Sirup aus Ahornblättern

Schneiden Sie die Ahornblätter, nachdem Sie sie gewaschen haben, in kleine Stücke und geben Sie sie zusammen mit dem Honig in ein verschraubbares Glas. Lassen Sie dieses Glas dann mehrere Wochen stehen und sieben Sie danach die festen Bestandteile aus dem Honig heraus. Fertig ist ein Sirup, der sich ca. ein halbes Jahr lang hält.

Geben Sie zur Anwendung jeweils einen Teelöffel davon in ein Glas Wasser und trinken Sie dies.

Ein Tee aus Ahornblättern

Ein Tee aus den Blättern hilft zum Beispiel gegen Fieber, gegen Beschwerden im Magen-Darm Bereich, gegen Entzündungen und Ekzeme. Verwenden Sie dazu frische oder getrocknete junge Blätter.

Geben Sie zwei Teelöffel der Blätter in eine Tasse kochendes Wasser und lassen dies 5 Minuten ziehen, danach sieben Sie den Tee ab. Trinken Sie jeden Tag drei Tassen davon.

Bei Insektenstichen

Wenn Sie im Sommer bei einem Spaziergang von Insekten gestochen werden, können Sie zum Beispiel ein Ahornblatt zwischen den Fingern zerreiben und direkt auf die Einstichstelle legen. Besser noch ist es, Sie zerkauen das Blatt im Mund.

Das Blatt wirkt dann eine kühlende Wirkung aus, wodurch sich Schwellungen zurückbilden und der Juckreiz nicht allzu stark wird.

Gegen müde Füße

Und wenn Sie schon auf einem Spaziergang sind, besser gesagt auf einer Wanderung, und die Füße werden müde und brennen, so können Sie sich einige Ahornblätter in die Socken legen. Dies hilft gegen müde schwere Füße.

Müde Augen und Schwellungen

Ein ebenfalls sehr altes Rezept beschreibt einen Brei aus zerriebener Rinde und Blättern, den man auf müde und geschwollene Augen aufträgt, oder den man in Form eines Wickels auf geschwollene Gelenke gibt.


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