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Das Heilkräuter - Verzeichnis

Taubnessel

Die Blätter der Taubnessel (Lamium album) erinnern an die der Brennnessel, allerdings besitzen sie keine Haare. Auch im Aufbau der Pflanze, besonders bei den Stängeln, sind die beiden Pflanzen unterschiedlich.

Die Taubnessel ist in Europa und in Asien heimisch. Die Taubnessel hat große weiße Blüten, die nach Honig duften.

Verwendung in der Naturheilkunde finden vor allem die Blüten der Pflanze, die getrocknet werden. Das Kraut hat heutzutage keine Bedeutung mehr.


Ist nicht mit der Brennessel verwandt

Obwohl die Taubnessel der Brennnessel sehr ähnelt, sind sie nicht miteinander verwandt. Eine Beziehung zueinander leitet sich nur vom Namen ab.

Man findet die Pflanze praktisch überall, besonders oft an Wegen, an Schuttplätzen oder an Zäunen. Die Blütezeit der Taubnessel ist von April bis in den Oktober hinein, das ist auch die Sammelzeit der Pflanze. Die gesammelten Blüten sollte man zügig trocknen und danach in gut abschließende Gefäße legen.

Die Taubnessel ist eine ausdauernde Pflanze, sie blüht von April bis September. Die Blüten sammelt man von April bis Oktober, danach trocknet man sie schattig und möglichst schnell, danach bewahrt man sie im Dunklen in verschlossenen Behältern auf.

In der Volksmedizin wird die Taubnessel traditionell als Mittel gegen Menstruationsbeschwerden eingesetzt, sie erleichtert das Husten, hilft bei Schlaflosigkeit oder bei Katarrhen der oberen Atemwege.

Äußerlich angewendet hilft die Taubnessel als Bad und Umschlag oder Kompresse u. a. gegen Ausschläge, bei Ekzemen, bei Verbrennungen oder bei Krampfadern.


Wirkung und Anwendung von Taubnessel

  1. Atemwegserkrankungen
  2. Ausfluss
  3. Ausschläge
  4. Blasenleiden
  5. blutreinigend
  6. Darmstörungen
  7. entzündungshemmend
  8. Ekzeme
  9. Gicht
  10. Husten
  11. Krampfadern
  12. leichte Verbrennungen
  13. Magen-Darm-Beschwerden
  14. Menstruationsbeschwerden
  15. Regelbeschwerden
  16. Vaginalbeschwerden
  17. Verbrennungen
  18. Weißfluss
  19. Wundheilung
  20. Zyklusstörungen

Übersicht zur Taubnessel



Volksnamen

Bienensaug, Blumennessel, weiße Nessel, Nettel, Todeskraut, Goldnessel, Kuckucksnessel, Sügerli, Tote Nessel, Weiße Nessel, Weiße Taubnessel, Zauberkraut


Verwendete Pflanzenteile

Verwendet werden die Blüten


Inhaltsstoffe

Schleimstoffe, Saponine, ätherische Öle und Gerbstoffe


Sammelzeit

Gesammelt wird im April bis Oktober


Wo findet man Taubnessel

Hecken, Ödland


Anwendungsbeispiele und alte Rezepte rund um die Taubnessel



Tee

3 Teelöffel Blüten und Kraut mit 1/4 l kochendem Wasser übergießen und nach 5 Minuten absieben. Täglich drei Tassen trinken.


Bei Asthma

Je ein Teil Taubnessel und ein Teil Brennnessel.

Man übergießt 1 Teelöffel der Teemischung mit 1 Tasse kochendem Wasser, lässt 10 Minuten ziehen und siebt ab.

Täglich 3 Tassen mit Honig oder Zucker über längere Zeit.


Bei Hämorrhoiden

1 EL Weiße Taubnessel und 250 ml kaltes Wasser in einem Topf zum Kochen erhitzen, zehn Minuten ziehen lassen und danach absieben.

Jeden Tag zwei bis drei Tassen.


Bei Unruhe

2 x täglich 3 Tropfen Taubnesseltinktur einnehmen.


Bevor Sie sich selbst mit Heilkräutern behandeln, fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker!








Fotogalerie














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Kurzinfo
Weiße Taubnessel
  • Gehört zur Pflanzenfamilie der Lippenblütler
  • Herkunftsgebiete: Europa, nördliches Asien
  • Wächst an Straßen und Wegen, im Gebüsch
  • Buschiger Wuchs, wird bis 40 cm groß, Wurzelrhizome sind kriechend, die Stängel sind vierkantig und innen hohl
  • Die Blätter stehen sich gegenständig gegenüber, sie sind herzförmig bis eiförmig, ähneln denen der Brennnessel, jedoch ohne die Brennhaare, deshalb kann man sich auch nicht daran brennen. Blattränder sind gesägt.
  • Die Blüten sind in Quirlen stehende, "blütenweiße" Lippenblüten
  • Der Wuchsort ist in der Sonne oder im Halbschatten, die Pflanze mag nährreiche, gering feuchte Böden
  • Verwendungsmöglichkeiten: Junge vitaminreiche Triebe und Blätter kann man im Frühling in Salate geben oder wie Gemüse essen
  • Die Blüten schmecken honigsüß
  • Tee aus den Blüten hilft gegen Magen-Darm-Erkrankungen und bei Katarrhen der oberen Luftwege