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Das Heilkräuter - Verzeichnis

Piment

Piment stammt ursprünglich aus dem südlichen Mexiko, Zentralamerika sowie den vorgelagerten Inseln Südamerikas, besonders viel und guten Piment gibt es auf Jamaika. Der Baum trägt elliptische Blätter, die ca. 8 cm lang und 2 cm breit sind. Diese glänzend grünen Blätter verströmen einen wohlriechenden Duft, sie fühlen sich lederartig an. Die weißen Blüten wachsen aus den Blattachseln. Piment trägt männliche und weibliche Blüten, aus den weiblichen Blüten wachsen die Früchte.

Diese Früchte sind erbsengroß, und von grüner bis brauner Farbe. Die Früchte werden in der Sonne getrocknet.

Die Blätter und das Holz des Baumes sind nützlich zum Räuchern von Fleisch, da das Fleisch dann ein sehr gutes Aroma bekommt.

Das Piment-Öl enthält Eugenol, das eine antimikrobielle Eigenschaft besitzt.

Von Kolumbus entdeckt

Während seiner Expedition auf der Suche nach Indien, die bekanntlich schließlich in Amerika ihr Ende fand, entdeckte Christoph Kolumbus den Piment im Jahre 1494 durch einen Zufall, so wie wohl die ganze Expedition mehr dem Zufall ihren Erfolg zu verdanken hat. Auf der Suche nach dem Pfeffer, der damals noch sehr teuer war, stieß er auf den Piment, den er für etwas Ähnliches wie schwarzen Pfeffer hielt. Columbus dachte, dass die Körner dem Pfeffer verwandt sein würden, und so nahm er sie mit nach Europa. Daher auch der Name der Piments, denn Piment heißt auf Spanisch nichts anderes als Pfeffer.

Noch heute nennt man den Piment vereinzelt noch spanischen Pfeffer oder Jamaikapfeffer. Auch heute noch ist Jamaica noch der Hauptlieferant für Piment, dort wachsen die qualitativ besten Pimentbäume.

Die Jamaikaner genießen die Beeren zusammen mit Rum, sie stellen einen Likör daraus her.

Auch als Allgewürz bekannt

Der Volksname Allgewürz kommt daher, dass in den karibischen Gegenden der Piment als Gewürz wirklich sehr oft verwendet wird, man fand ihn früher in nahezu allen Gerichten.

Die frühen englischen Gewürzhändler haben diesen Namen dann übernommen, weil sie der Meinung waren, dass der Geschmack für jeden etwas sein könnte: Menschen, die Zimt mögen, die Nelken mögen oder die Muskatnuss mögen, werden an Piment ihre Freude haben.

In der englischen Kolonialzeit wurden große Plantagen mit Piment angelegt, damit der große Bedarf an diesem Gewürz in England gedeckt werden konnte, ohne dass man dafür relativ hohe Preise zahlen musste.

Piment für die Gesundheit

Auf Jamaika trinkt man einen heißen Tee mit Piment gegen Erkältungen, Menstruationsschmerzen, und Magenverstimmungen. In Costa Rica und Guatemala kennt man den Piment gegen Prellungen, schmerzende Gelenke und Muskel- und Nervenschmerzen.

Im Piment sind ca. 4% ätherisches Öl enthalten, darin wiederum ist der Wirkstoff Eugenol, der der Hauptwirkstoff des Piment ist. Eugenol wirkt keimtötend, er hilft gegen Schmerzen, kann auch Bakterien, Viren und Pilze bekämpfen, außerdem fördert er die Verdauung.

Piment kann aber noch mehr:
  1. Zahnschmerzen

    Ein Tropfen des Pimentöls auf einen schmerzenden Zahn gegeben, kann Schmerzen lindern. Dies führt man 1 bis 3 Mal pro Tag durch (bei erwachsenen Personen), zum Zahnarzt sollte man aber trotzdem gehen!

  2. Gegen Muskelschmerzen

    Piment gilt als traditionelles Mittel gegen Muskelschmerzen oder anderer Schmerzen.

    Man kann dazu zum Beispiel einfach eine Art Pflaster mit einer Paste aus Piment und ausreichend Wasser auflegen. Das Pflaster sollte eine gute halbe Stunde getragen werden.

  3. Betäubende Wirkung

    Das Öl des Piment hat eine betäubende Wirkung, die man sich zunutze machen kann, wenn man Muskelkrämpfe hat, wenn man Schmerzen durch Stöße hat oder wenn man von einem Insekt gestochen worden ist.

  4. Wirkt antioxidativ

    Piment hat eine antioxidative Wirkung, es bekämpft freie Radikale im Körper, beugt so Zellschäden vor.

  5. Reinigende Wirkung

    Piment kann dabei helfen, dass Wunden sich nach einer Verletzung nicht infizieren. Er wirkt antiseptisch und beugt so Infektionen vor, wenn man ihn sowohl innerlich als Tee trinkt oder äußerlich als Umschlag aufbringt.

  6. Anregendes Mittel

    Piment regt an - und zwar den ganzen Körper. Er steigert die Durchblutung, kurbelt die Verdauung an, ebenso den Stoffwechsel, und auch das Zellwachstum wird beschleunigt, was zur Erneuerung des Körpergewebes beiträgt. Er gilt als tonisierendes Mittel, das allgemein die Gesundheit stärkt und die Körperabwehr kräftigt.

  7. Zur Beruhigung

    Das ätherische Öl im Piment wirkt gleichzeitig beruhigend auf den Körper und den Geist, man kann besser entspannen und abschalten, außerdem wird die Stimmung gesteigert.

  8. Macht warm

    Der Piment gehört zu den wärmenden Gewürzen, zu denen auch der Zimt, der Ingwer, die Muskatnuss oder die Chili gehören. Diese Wirkung regt den Blutkreislauf an, wodurch mehr warmes Blut aus dem Körperinneren nach außen gelangt, so dass ein Wärmegefühl entsteht.

  9. Verlangsamt die Alterung

    Piment enthält viel an Vitamin C und Antioxidantien, die freie Radikale im Körper bekämpfen und so die Alterung verlangsamen.

  10. Bluthochdruck und Nervensystem

    Piment ist in Mittelamerika bekannt als Naturheilmittel gegen Bluthochdruck, Übergewicht und Verdauungsprobleme, sowie zur Behandlung von Menstruationsbeschwerden und Bauchschmerzen.

    Es wurde auch berichtet, dass Piment das Zentralnervensystem (ZNS) beruhigt und so die Herzfrequenz herabsetzen kann.

  11. Wechseljahre

    In Süd- und Mittelamerika hat sich gezeigt, dass einheimische Frauen durch die tägliche Nutzung der pflanzlichen Arzneimittel wie Piment wesentlich weniger unter Wechseljahrsbeschwerden leiden.

  12. Krebs

    Durch die antioxidativen Bestandteile kann Piment Krebsarten wie Darm-, Brust- und Prostatakrebs vorbeugen. Einige Studien haben gezeigt, dass die regelmäßige Aufnahme von Piment in den Herkunftsländern dafür verantwortlich sein könnte, dass dort weniger Menschen an Krebs erkranken.

  13. Atemprobleme In der ayurvedischen Medizin gilt Pimentöl als Mittel gegen Infektionen der Atemwege, Bronchitis, Husten, Schüttelfrost. Dazu gibt man einfach 2 Tropfen Pimentöl in heißes Wasser und inhaliert die Dämpfe.

  14. Verdauungsstörungen

    Pimentöl gilt in der ayurvedischen Medizin außerdem als ausgesprochenes Magenmittel, es unterstützt die Verdauung, hilft gegen Blähungen, Übelkeit, Appetitlosigkeit und Koliken.

    Man kann dazu einen Kräutertee mit Piment trinken, oder 3-4 Tropfen ätherisches Pimentöl, vermischt in etwas Trägeröl, auf den Bauch einmassieren.

  15. Rheuma und Muskelschmerzen

    in der ayurvedischen Medizin ist bekannt, dass Piment gegen rheumatische Beschwerden helfen kann. Das enthaltene ätherische Öl wirkt leicht harntreibend, es hemmt Entzündungen und kann so gegen rheumatische Schmerzen, gegen Muskelschmerzen und gegen Schmerzen in den Gelenken helfen.

    Dazu vermischt man drei Tropfen Pimentöl in etwas Trägeröl und reibt die betroffenen Körperstellen damit ein. Man kann auch 2-3 Tropfen des Öls in das Badewasser geben und dann darin baden, dadurch entfaltet sich die Wirkung ebenfalls.

  16. Körper und Geist

    In der ayurvedischen Medizin ist das Öl bekannt für seine beruhigende Wirkung, es erwärmt den Körper und den Geist, es steigert das Befinden. Das Pimentöl hat eine besondere persönliche Note, es stärkt das zentrale Nervensystem, mildert Nervenschmerzen, hilft bei Erschöpfung, bei Krämpfen, es lindert hysterische Anfälle, es hilft in stressigen Zeiten, wenn man dauernd erschöpft ist, und es hilft sogar bei depressiven Verstimmungen.

    Dazu gibt man einige Tropfen des Öls in eine Duftlampe und beduftet die Wohnräume damit.

  17. Eine Abkochung aus den Piment-Beeren kann zum Beispiel auch als antiseptische Mundspülung verwendet werden, wenn man unter Zahnfleisch bluten leitet und dadurch einen schlechten Mundgeruch hat. Dieselbe Abkochung kann man auch verwenden, wenn man unter äußerlichen Pilzerkrankungen leidet, zum Beispiel unter Hautausschlägen, die durch Pilze verursacht wurden oder wenn man Nagelpilz hat. Sogar gegen allergische Hautreaktionen soll Piment helfen können.

    Verwendet man diese Abkochung als Haarspülung, sollen Schuppen auf den Kopf gebessert werden. Und wenn wir schon einmal beim Thema Schuppen sind, ist auch die Schuppenflechte zu erwähnen, denn hier hilft Abkochung ebenso, genauso wie bei Ekzemen.

    Das regelmäßige Gurgeln mit einer solchen Abkochung soll zudem Zahnbelag verhindern und dadurch zum einen der Bildung von Zahnstein vorbeugen und außerdem auch der Bildung von Karies. Inzwischen hat das auch die Industrie erkannt und gibt einigen Zahnpasten die Wirkstoffe von Piment bei. Besonders gut ist diese Wirkung, wenn man Basilikum oder Thymian hinzu gibt, denn diese beiden Heilkräuter verstärken die Wirkung des Piment.

  18. Pulverförmiges Piment kann zur Stillung kleinerer Blutungen verwendet werden, indem man das Pulver in etwas Trägeröl gibt und dies dann auf die Wunde aufträgt. Der Piment verhindert dadurch, dass sich die Wunde entzündet, außerdem hört sie schneller auf zu bluten und Schmerzen lassen schneller nach.

  19. Wenn man ständig unter kalten Händen oder Füßen leidet, kann man eine Mischung aus pulverisiertem Ingwer und Piment, gemischt mit etwas Trägeröl, herstellen und dann Hände und Füße damit einreiben.

  20. Esoterische Wirkung

    Wenn man Piment-Beeren und Blätter verräuchert, so soll das Glück bringen und Geld anziehen. In den Ursprungsländern wird eine solche Verräucherung zum Beispiel dann angewandt, wenn eine neue Firma gegründet wird.

    Eine Räucherung am Krankenbett soll dafür sorgen, dass die erkrankte Person schneller gesund wird. Indirekt werden tatsächlich Krankheitserreger in der Raumluft dadurch abgetötet.

  21. Studien Studien haben gezeigt, dass Pimentöl Schmerzen stillen kann, zudem wurde eine antibakterielle Wirkung belegt. Weitere Studien zeigten, dass Piment gegen Pilze und Pilzerkrankungen helfen kann, dass Piment den Blutdruck senken kann, dass er Krebszellen in ihrem Wachstum hemmen kann, dass er das zentrale Nervensystem beruhigen kann. Piment hat außerdem eine östrogene Wirkung, außerdem wird durch dieses Heilkraut das Immunsystem gestärkt.


Piment in der ayurvedischen Medizin

Die alte indische Medizin, die ayurvedische Medizin, kennt Piment als Mittel gegen Erkältungen, Durchfall, Menstruationsbeschwerden, Diabetes, hysterische Anfälle und Müdigkeit.

Gemörserter Piment, äußerlich angewandt, wird gegen Blutergüsse, schmerzende Muskeln und Gelenke verwendet.

Ein Tee aus Piment gilt in der ayurvedischen Lehre als Mittel gegen eine schmerzende Menstruation, gegen leichte Kopfschmerzen, gegen Muskel- und Gelenkbeschwerden, gegen Arthritis, und sogar gegen Zahnschmerzen.

Gibt man etwas Pimentöl in das Badewasser, hilft das ebenso gegen Schmerzen.

Piment in der Küche

Piment passt sehr gut zu Fleisch wie Lamm und wild, ebenso zu Huhn, Schwein und Rind.

Piment ist außerdem auch in indischen Currys zu finden.

Piment passt besonders gut zu Gemüse wie Kohl, Rosenkohl, Rüben und anderem Wurzelgemüse, Tomaten, Spinat, Paprika, aber auch zu Champignons und Auberginen. Piment verfeinert Suppen und Eintöpfe, Reis auf Couscous, Hirse, Gerste, und auch Süßspeisen wie Obstkuchen, Pudding, Kuchen und Eis. In Südamerika findet sich Piment auch in der Schokolade.

Man erntet die Piment-Beeren bereits vor der vollen Reife, da sie mit dem Erreichen der vollen Reife sehr schnell an Geschmack verlieren. Dieser Geschmack erinnert etwas an Pfeffer, gleichzeitig jedoch auch an das Aroma von Nelken und Zimt - für uns Europäer ungewöhnlich, dadurch jedoch ein um so größeres Geschmackserlebnis.

Das Pimentgewürz ist bei uns in Deutschland in der Küche ein inzwischen gern verwendetes Gewürz geworden, genauso wie der Pfeffer. Dabei sollte man beachten, dass man am besten keinen pulverisierten Piment kauft, sondern Pimentkörner und die dann erst zermahlt, so wie in einer Pfeffermühle - erst dann bekommt man das volle Aroma! Man kann auch ganze Körner mitkochen, jedoch ist die Würzkraft dann nur ein Zehntel so groß wie bei pulverisiertem Piment.

Der Piment macht sich besonders gut in sauere Gemüse, zu Fleisch und Fisch, in Suppen, er ist ein häufig gebrauchtes Gewürz in Würsten, auch in Ketchup, Kuchen und anderen Backwaren.

Bei uns ist Piment auch in Gewürzkuchen und Lebkuchen enthalten.

Bei den Briten gibt man Piment auch in Eintöpfe und Soßen, ebenso zum Würzen von eingelegtem Gemüse.

Etwas Piment gibt auch einem Tee einen besonderen Geschmack - einfach einmal ausprobieren!

Der Piment passt gut in einen selbst gemachten Magenbitter, ein Pimenttee regt ebenso die Verdauung an, besonders wenn man zu viel gegessen hat. Der Piment ist wahrscheinlich jedem schon einmal im Glühwein "über den Weg gelaufen" - er hat eben so etwas Weihnachtliches an sich. Die enthaltenen Bitterstoffe regen unsere Verdauung an, außerdem wird die Speichelproduktion angeregt und Blähungen wird vorgebeugt.

Sehr beliebt ist auch das ätherische Öl des Piment, sowohl als Heil- oder Duftöl, oder auch in Parfüms oder in Seifen.


Übersicht

Volksnamen

Nelkenpfeffer, Neugewürz, Gewürzkömer, Jamaikapfeffer

Pflanzenart und Wuchshöhe

Gehört zur Familie der Myrtengewächse, ist ein Baum der bis zu 9 Meter groß werden kann. Wächst in den Tropfen oder auch bei uns im Wintergarten.

Inhaltsstoffe

Harze, ätherische Öle, Gerbstoffe, Eugenol, Bitterstoffe

Medizinische Eigenschaften

Wirkt schmerzstillend, reizt die Haut, fördert die Verdauung

Rezepte und Anwendungen rund um den Piment

Ein luststeigender Tee

Dieser Tee soll Lust auf mehr machen: Zermörsern Sie 1/2 Teelöffel Pimentkörner, geben Sie dann etwas Orangenschalen hinzu, und geben Sie dies in eine Tasse kochendes Wasser. Nach zehn Minuten absieben und trinken.

Massageöl gegen Muskelschmerzen

Zerstoßen Sie 3 Esslöffel Pimentkörner, geben Sie sie dann in ca. 100 ml Ringelblumenöl (oder Beinwellöl - oder anderes Öl), dann 14 Tage warm stehen lassen, dann absieben. Danach in eine dunkle Flasche umfüllen.

Kann gegen Muskel- und Rheumaschmerzen einmassiert werden.

Vorsicht

Piment verhindert die Aufnahme mancher Mineralstoffe, besonders von Eisen. Deshalb nicht bei Blutarmut in größeren Mengen essen.

Nicht bei einem erhöhten Krebsrisiko essen, da Piment durch das enthaltene Eugenol in größeren Mengen als krebserregend in Verdacht steht.

Kann zu Hautausschlägen führen.

Nicht in größeren Mengen in der Schwangerschaft und der Stillzeit verwenden.




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