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Das Kräuter-Verzeichnis

Lerchensporn

Der Lerchensporn, Corydalis cava, ist eine giftige Pflanze. Man findet ihn auch heute noch in größeren Beständen, bevorzugt in lichten Wäldern und Waldlichtungen, wo er die kompletten Flächen bedecken kann.

Die knolligen Wurzeln sind innen hohl, so entstand auch der Name "Hohlwurz".

Diese teils sehr langen Wurzeln sind auch die Pflanzenteile, die man in der Naturmedizin verwendet.

Homöopathie

Das homöopathische Mittel Corydalis cava stellt man aus den Wurzeln her, die jedoch geerntet werden, bevor die Pflanze erblüht ist. Verwendet wird das Mittel gegen entzündete Augen, bei Atemwegsentzündungen, bei einer schwachen Verdauung und einem auffällig stark klopfenden Herzen.

Die giftigen Inhaltsstoffe sind, in geringen Dosen, narkotisierend und beruhigend, man verwendete sie früher als Beruhigungsmittel und Narkosemittel.


Sagen und Geschichten

Wenn man seine Nase in die Blüte hineinsteckt, so soll man Sommersprossen bekommen.

Räuchert man in der Walpurgisnacht das Haus und die Ställe damit aus, werden die Hexen vertrieben.

Zudem soll der Lerchensporn auch nur dann heilen können, wenn man ihn in der Walpurgisnacht sammelt, genau um 0 Uhr!

Laut Sage soll die Pflanze verdorren, wenn es donnert. Hintergrund dafür war, so denkt man heute, dass die ersten Gewitter im Sommer erst dann kamen, als die Pflanze sowieso schon ihre beste Zeit hinter sich hatte...

Wenn die Samen schon am ersten Mai reif waren, so sagte man, dass ein gutes Jahr für den Wein kommen würde.


Anwendungsmöglichkeiten des Lerchensporns

In der Volksmedizin wird der Lerchensporn kaum verwendet. Manchmal findet man Aufzeichnungen, nach denen die Pflanze gegen Mandelschwellungen helfen soll, ebenso gegen zitternde Hände und gegen Aufregung.

Tatsächlich sollte man aber beachten, dass die Pflanze giftig ist. Einige Giftstoffe führen zu Lähmungen, auch Atemlähmungen. Laien sollten besser die Finger davon lassen!

Ansonsten liest man des Öfteren, dass der Lerchensporn eine ähnliche Wirkung wie der Erdrauch haben soll.


Übersicht



Volksnamen

Hohlwurz, Donnerflug


Familie

Gehört zur Familie der Erdrauchgewächse, ist eine mehrjährige Pflanze, wird 20 bis 30 cm groß.


Verwendete Pflanzen

Verwendet werden die Wurzelknollen.


Inhaltsstoffe

Alkaloide, Bulbocapnin, Corypalmin, Tetrahydropalmatin


Blütezeit

März und April


Sammelgut und Sammelzeit

Gesammelt wird die Wurzelknolle von August bis in den Oktober.




Über die Pflanze

Der Lerchensporn, den man auch hohlen Lerchensporn nennt, ist ein Mohngewächs.

Die Pflanze hat zu Schutz davor, von den Tieren gefressen zu werden, von der Natur eine Portion giftige Substanzen mitbekommen: giftige Alkaloide, die man früher auch in der Medizin verwendete.

Die bis zu 20 Blüten stehen in einer endständigen Traube, ihre Färbung reicht von einem trüben Rot, Violett bis hin zu Weiß.

Die Blüten haben einen Sporn, woher sich der deutsche Name Lerchensporn ableitet.

Der Stängel der Pflanze ist bis zu 30 cm lang, an ihm wachsen Blätter.

Diese Blätter sind dreizählig, bläulich grün und weich.

Die Bestäubung der Pflanze übernehmen Bienen oder auch Hummeln, die wegen ihres kurzen Rüssels seitlich in die Blüte ein Loch bohren, damit sie an den Nektar kommen. Die später wachsenden Samen wiederum werden von den Ameisen verbreitet.


Vorsicht

Giftig!




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