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Das Heilkräuter - Verzeichnis

Fieberklee

Der Fieberklee gehört zu den Sumpfpflanzen und ist deshalb, wie man vermuten mag, oft an feuchten Gebieten und Stellen zu finden, also zum Beispiel an Mooren oder in Sümpfen. Da immer mehr Moore trockengelegt wurden, ist der Bestand an Fieberklee dort stark zurückgegangen.

Die Bezeichnung Klee kommt wahrscheinlich daher, weil die Pflanze drei Blätter trägt, die denen des Klees sehr ähnlich sehen. Und schließlich weist der Name Fieberklee eindeutig darauf hin, dass die Pflanze seit jeher gegen Fieber eingesetzt wurde.

Übrigens ist der Fieberklee mit dem echten Klee in keinster Weise verwandt. Vielmehr ist er ein Verwandter des Enzians, und er ist so wie der Enzian auch sehr bitter, wenn man ihn isst. Je nach Wuchsort kann die Bitterkeit dabei aber sehr schwanken. Außerdem sei gesagt, dass der Fieberklee eine leicht giftige Wirkung hat!

Wie jede bittere Pflanze regt auch der Fieberklee die Verdauung an. So wird nach dem Genuss von Fieberklee mehr Speichel gebildet und außerdem wird der Magen dazu angeregt, mir Magensäfte zu produzieren.

Da der Fieberklee inzwischen so selten geworden ist, ist er zu einer geschützten Pflanze erklärt worden und steht auch auf der roten Liste der besonders gefährdeten Pflanzen.

Der Fieberklee hat die Fähigkeit, Entzündungen zu hemmen, Fieber zu senken oder den Harn zu treiben. Fieberklee treibt den Schweiß und regt den Appetit an, außerdem wird der Körper dazu animiert, mehr Blut zu bilden.

Diese verschiedenen Wirkungen macht man sich zum Beispiel dann zunutze, wenn man Probleme mit der Verdauung hat, wenn man unter Fieber leidet, wenn man unter Wassersucht leidet, wenn man eine Infektion hat, wenn zu wenig Galleflüssigkeit produziert wird, oder auch wenn man unter Ekzemen leidet.

In der Homöopathie gilt der Fieberklee als Mittel gegen Zahnschmerzen, wenn dabei die Backe heiß ist, außerdem bei schmerzenden Muskeln oder bei Beschwerden im Magen-Darm-Bereich.

Lateinische Bezeichnung

Der lateinische Name des Fieberklees ist Menyanthes palustris

Der Fieberklee gehört zur Familie der Fieberkleegewächse bzw. zu den Enzian-Gewächsen.

Englischer Name

Die englische Bezeichnung des Fieberklees ist Common bog bean.

Volksnamen

Wasserfieberklee, Wasserfieberkraut, Bachgräslein, Bachgräsli

Verwendete Pflanzenteile

In der Naturheilkunde verwendet man die Wurzel, das Kraut und die Blätter des Fieberklees.

Inhaltsstoffe im Fieberklee

Im Fieberklee sind unter anderem Kumarine, Gerbstoffe, Flavonoide, Saponine, Gentiane und fettes Öl enthalten. Und natürlich eine Menge Bitterstoffe.

Sammelzeit

Die Sammelzeit für den Fieberklee liegt zwischen Mai und Anfang Juli.

Bekannte Nebenwirkungen des Fieberklees

Es ist bekannt, dass die Pflanze Kopfschmerzen verursachen kann, ebenso kann es zu Durchfall kommen und zu Erbrechen sowie Übelkeit.

Fieberklee sollte man nicht verwenden, wenn man sowieso schon unter Durchfall leidet, oder auch Untergeschwüren im Darm oder einem Magengeschwür.

Anwendungsmöglichkeiten

Man kann aus dem Fieberklee sowohl einen Tee herstellen als auch einen Kaltauszug. Ein Tee wird mit heißem Wasser hergestellt, ein Kaltauszug bedeutet, dass man die Pflanzenteile in kaltes Wasser gibt und dann eine längere Zeit stehen lässt.

Einen Tee stellt man her, indem man die Pflanzenteile mit einer Tasse kochendem Wasser übergießt und dann 10 Minuten ziehen lässt. Dieser Tee darf nicht gesüßt werden und sollte auch maximal zwei bis dreimal am Tag getrunken werden. Er hilft gegen Fieber oder auch zur Appetitanregung, wenn man ihn vor den Mahlzeiten trinkt.

Ein wesentlich effektiverer Tee gegen Appetitlosigkeit ist folgender: Geben Sie zu gleichen Teilen jeweils Wermut, Fieberklee, Salbei und Tausendgüldenkraut in eine Dose und mischen Sie alles gut miteinander durch. Von dieser Mischung nehmen Sie dann einen Teelöffel und geben Sie ihn in eine Tasse kochendes Wasser. Nach 5 Minuten absieben und trinken. Dieser Tee hilft außerdem gegen Probleme im Magen-Darmbereich oder Beschwerden mit der Leber. Von diesem Tee sollte man ebenfalls nicht mehr als 2-3 Tassen am Tag trinken.

Eine weitere Anwendungsmöglichkeit sind Umschläge mit Fieberklee, die sich zur Behandlung von Hautbeschwerden eignen. Man stellt aus dem Fieberklee einen wie oben beschriebenen Tee her und tränkt damit einen Baumwollstoff, den man dann auf die betroffenen Stellen auflegt.

Als Gurgelmittel hilft dieser Tee gegen Halsbeschwerden, wenn man gleichzeitig eine fiebrige Erkältung hat.

Eine Tinktur aus Fieberklee eignet sich gegen Verdauungsbeschwerden und hilft, wenn man keinen Appetit bekommt.

Fieberklee wird seit Ende des Mittelalters dokumentiert, seltsamerweise gibt es aus der Zeit davor keine Aufzeichnungen, dass er zu medizinischen Zwecken verwendet wurde.

Es ist allerdings bekannt, dass der Fieberklee in England als Nahrungsmittelzusatz Anwendung fand, zum Beispiel gab man Fieberklee dem Bier bei.

Bei nordischen Völkern war es offensichtlich der Brauch, pulverisierte Wurzeln zum Brotbacken zu verwenden.

Auch heute ist es noch üblich, dass man den Fieberklee in ungefährlichen Mengen Magenbittern zugibt, da die Pflanze ja eine verdauungsfördernde Wirkung hat.

Als Mittel gegen Fieber wird der Fieberklee heutzutage eigentlich nicht mehr verwendet, da es wesentlich ungefährlichere Pflanzen gibt, die die gleiche Wirkung haben.

Sammeltipps für den Fieberklee

Wenn Sie den Fieberklee selber sammeln wollen, so muss ich Ihnen gleich im Vorfeld eine Absage erteilen. Der Fieberklee steht auf der Roten Liste und ist eine gefährdete Pflanze. Lassen Sie den Fieberklee deshalb bitte in freier Natur stehen, wenn Sie ihn dort antreffen sollten.

Etwas anderes ist es natürlich, wenn Sie Fieberklee im eigenen Garten angepflanzt haben. Hier sammelt man im Mai bis Anfang Juli, während die Pflanze blüht, die Blätter bzw., wenn man möchte, das ganze Kraut. Die Wurzel des Fieberklee wird im Herbst ausgegraben.

Alle Pflanzenteile werden schnell, jedoch schonend, getrocknet und dann in einer Dose aufgehoben.


Wirkung und Anwendung von Bitterklee

  1. Appetitlosigkeit
  2. dyspeptische Beschwerden
  3. Gallensteine
  4. Magen-Darm-Beschwerden
  5. magensaftanregend
  6. Migräne
  7. speichelanregend
  8. Verdauungsbeschwerden

Übersicht

Verwendete Pflanzenteile

Verwendet werden die Blätter

Volksnamen

Fieberklee, Biberklee, Bitterklee, Dreiblatt, Dreiblättriger Fieberklee, Gallkraut, Magenklee, Monatsblume, Sumpf-Bitterklee, Sumpfklee, Wasserklee, Ziegenschleppen, Zottelblume, Zottenblume

Wo wächst Bitterklee

Moore, Sümpfe, torfige Wegränder

Sammelzeit

Gesammelt wird von Mai bis Juli

Rezepte und Anwendungen rund um den Bitterklee

Tee

Einen Teelöffel auf 250 ml Wasser, 5 Minuten ziehen lassen, danach absieben.


Vorsicht - Risiken und Nebenwirkungen

Nicht während der Schwangerschaft und Stillzeit anwenden!

Nicht anwenden bei Durchfall, Magen- oder Darmgeschwüren oder bei entzündlichen Darmerkrankungen!

Bitterklee ist eine geschützte Pflanze.


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