Das Heilkräuter-Verzeichnis

Unterleibsverschleimung


Es kommt ein Herr und erzählt: "Ich habe beständig große Schmerzen in der Nierengegend; es wird mir oft fast unerträglich. Die Aerzte, deren ich mehrere hatte, erklären es als Nierenleiden und Anschoppungen im Unterleibe; ich fühlte auch stets mehr oder weniger starken Drang nach oben, hatte viel Reiz zum Erbrechen, heftiges Kopfleiden, viel Schwindel, weiß mich oft kaum recht zu halten, viel Säure im Magen; es geht sehr wenig Urin ab; ohne Fußschmerz bin ich gar nie, und stehen kann ich nur ganz kurze Zeit. Ich habe viel Schweiß und große Müdigkeit; meine Gesichtsfarbe ist stets abgestanden. Ich bin etwa vierzig Jahre alt."

Der gute Herr hatte wirklich allen Muth verloren (Gemüthsleiden), und weil alle Medikamente ihm nichts nützten, suchte er Hilfe durch's Wasser.

Die Anwendungen waren folgende: 1) Täglich zwei Obergüsse und zwei Kniegüsse; späterhin 2) täglich ein Rückenguß und zwei-, auch dreimal täglich im kalten Wasser gehen, öfter ein bis zwei Stunden lang auch im nassen Gras. Es war warme Sommerszeit; deßhalb konnten die Anwendungen verdoppelt wenden. Es ging außer-ordentlich viel Urin ab; der Brechreiz ließ schon am zweiten Tage nach; die Farbe änderte sich, und wie neue Frische, so trat auch neuer Muth und neues Leben ein. In 14 Tagen war er vollständig hergestellt. Wäre die Sommerszeit nicht gewesen, hätte die Kur vielleicht 14 Tage länger gedauert.

 

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Bitte beachten Sie:
Dies ist der Text eines Buches aus dem 19. Jahrhundert, der teilweise überholte Heilmethoden erläutert.
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