Das Heilkräuter-Verzeichnis

Schwermuth


Ein Herr zog sich durch Überanstrengung und Geschäftssorgen folgendes Leiden zu: Ohrensausen, anhaltendes Eingenommensein des Kopfes (Kopfschmerzen?), Abnahme des Denkvermögens, sowie auch des Gedächtnisses, so daß er für seine Berufsthätigkeit ganz unfähig war. Dabei befand er sich in unbeschreiblich trüber Gemüthsstimmung, und häufig traten Angstzustände auf. Schlaf meistens Schlecht. Die Körperkräfte des sonst robusten Mannes schwanden, das Körpergewicht verminderte sich erheblich. Der äußerst schwermütige Kranke unterzog sich in Wörishofen folgender Behandlung: Oberguß, Rückenguß, Wassergehen im kalten Wasser, in der Woche zwei kurze Wickel, einen spanischen Mantel und zum innerlichen Gebrauche Wermuthtropfen, auch mit Tausendguldenkraut gemischt. Von diesen Tropfen rühmt er eine ganz besondere Wirkung. Nach achtwöchentlicher Kur fühlte er sich vollkommen gesund und arbeitsfähig; seine Gemüthsstimmung war wieder gehoben und heiter und ist es auch geblieben. Das Körpergewicht hatte jetzt 22 Pfund zugenommen.

 

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Bitte beachten Sie:
Dies ist der Text eines Buches aus dem 19. Jahrhundert, der teilweise überholte Heilmethoden erläutert.
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