Das Heilkräuter-Verzeichnis

Gemüthsleiden


"Seit mehreren Jahren leide ich an Gemüthsverstimmungen, Kopfweh, krampfhaften Gesichtsschmerzen, viel Rheumatismus, viel Schwitzen am ganzen Körper. Mehrere Aerzte wollten mir Hilfe bringen, aber umsonst."

In vierzehn Tagen waren diese traurigen Zustände beseitigt; um den Körper für die Zukunft zu stärken und abzuhärten, genügte in der Woche ein Halbbad und eine Ganzwaschung. Die Anwendungen der ersten vierzehn Tage waren: 1) In der Woche zweimal ein nasses Hemd anziehen, vor dem Anziehen in kaltes Salzwasser getaucht, um die krankhaften Stoffe auszuleiten. 2) Zweimal in der Woche ein Halbbad, um den Unterleib zu stärken. 3) Zweimal wöchentlich eine Ganzwaschung, um den Körper zur Thätigkeit zu bringen.

"Ich komme, um mich bei Ihnen wegen einer gemütskranken Person zu befragen. Ein Weib, 38 Jahre alt, mag nichts mehr thun und kann auch nichts mehr thun. Sie lebt so traurig dahin, bekümmert sich nicht mehr um ihren Mann und ihr ganzes Hauswesen. Sie flieht, wo möglich, alle Leute und geht gar nicht mehr aus dem Hause. Sie ist schon ziemlich abgemagert, und was man ihr bisher eingegeben hatten war ohne Wirkung."

Anwendungen: 1) Jeden Abend, wenn die Kranke im Bett warm ist, den ganzen Körper mit Wasser und etwas Essig kalt waschen. 2) Täglich zweimal ein warmes Fußbad mit Asche und Salz, vierzehn Minuten lang. 3) Täglich zweimal jedesmal zwanzig Wermuthtropfen in Wasser einnehmen. Nach drei Wochen war der Zustand ziemlich gut. Weitere Anwendungen: 1) In der Woche zwei kurze Wickel. 2) Zweimal wöchentlich eine kalte Ganzwaschung. Vierzehn Tage später bloß in der Woche einmal kalt waschen und drei bis fünfmal wöchentlich im kalten Wasser gehen.

 

Letzte und nächste Einträge

 

 

Zurück zum Inhaltsverzeichnis - Behandlungsmethoden nach Pfarrer Kneipp

 

Bitte beachten Sie:
Dies ist der Text eines Buches aus dem 19. Jahrhundert, der teilweise überholte Heilmethoden erläutert.
Das Lesen dieser Seiten ersetzt keinen Arzt.
Sollten Sie an einer Krankheit leiden, wenden Sie sich bitte an einen Arzt!