Das Kräuter-Verzeichnis


Fußleiden, anderes


Eine Frau hatte Jahre hindurch Fußleiden. Von Zeit zu Zeit brach einer der Füße aus mit Entleerungen von viel Unrath, und nach mehreren Wochen heilte er wieder zu. Wie Jeder gesund werden will, so wollte auch diese Frau für ihren Beruf von diesem Leiden befreit werden und wendete Folgendes an: 1) Dreimal in der Woche in der Nacht vom Bett aus ganz waschen und gleich wieder in's Bett; 2) in der Woche einmal den spanischen Mantel; 3) die Füße wurden von Morgen bis Mittag oder bis Abend umwunden mit einem Tuch (siehe: Fußwickel), das in Heublumenwasser getaucht war, aber ziemlich stark ausgewunden, und darüber ein Wollstoff gelegt. Auf die wunde, von Haut entblößte Stelle, die so groß war, wie ungefähr drei Finger breit und lang, wurde gesottenes Foenum graecum auf Flecken ausgestrichen, aufgelegt. Dasselbe zieht das Ungesunde heraus, nimmt die Hitze und den Schmerz und heilt, wenn der Krankheitsstoff ausgeleitet ist. Nach je zwei bis drei Tagen wurden über den kranken Fuß angeschwellte Heublumen, die ziemlich gut ausgetrocknet waren, warm, aber nicht heiß, direkt aufgetragen und umwickelt - zwei Stunden lang. Innerlich: täglich eine Messerspitze voll graues Pulver und täglich eine Tasse Thee, von vier bis fünf grünen Hollunderblättern gesotten.

 

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Bitte beachten Sie:
Dies ist der Text eines Buches aus dem 19. Jahrhundert, der teilweise überholte Heilmethoden erläutert.
Das Lesen dieser Seiten ersetzt keinen Arzt.
Sollten Sie an einer Krankheit leiden, wenden Sie sich bitte an einen Arzt!

 

 


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