Das Kräuter-Verzeichnis


Fuß-Geschwüre


Ein armer Taglöhner hatte viele Monate hindurch einen offenen Fuß, an welchem eine Oeffnung war so lang wie ein Finger und drei Finger breit. Dieser Mann, noch in den schönsten Jahren, hatte fast immer große Schmerzen und konnte nur selten einige Stunden schlafen. Sein Ansehen war recht krank und aller Muth verschwunden. Dem Patienten gab ich den Rath, er solle auf die wunden Stellen gekochtes Foenum graecum auf Flecken ausgestrichen, wie ein Pflaster auflegen, darüberher den ganzen Fuß von über dem Knöchel bis über die Waden mit frischen Huflattichblättern umlegen und darüber die Strümpfe anziehen. Jeden Morgen und jeden Abend musste er Pflaster und Blätter frisch umwinden und vom Foenum graecum Zu Thee gesotten, nach je zwei Stunden zwei Löffel voll einnehmen. Dabei konnte er seinem Geschäften ohne Unterbrechung nachgehen. In vierzehn Tagen nach diesen Anwendungen waren zwei Drittheile dieser Wunde schon geheilt. Der Mann sah ganz gesund und frisch aus, hatte keine Schmerzen mehr und konnte gut schlafen. Drei Wochen später war der Fuß vollkommen geheilt. Zum Einnehmen des Foenum graecum wird ein kleiner Löffel voll in ungefähr einem Schoppen Wasser eine Minute lang gesotten, dann abgegossen und so löffelweise, wie bemerkt, eingenommen. Es nimmt die innere Hitze und wirkt heilend von innen heraus.

 

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Bitte beachten Sie:
Dies ist der Text eines Buches aus dem 19. Jahrhundert, der teilweise überholte Heilmethoden erläutert.
Das Lesen dieser Seiten ersetzt keinen Arzt.
Sollten Sie an einer Krankheit leiden, wenden Sie sich bitte an einen Arzt!

 

 


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