Das Heilkräuter-Verzeichnis

Hopfen und Gerste nach Hildegard von Bingen

"Viriditas" nannte die heilige Hildegard von Bingen, die schon im 11. Jahrhundert lebte, die Kraft der Natur und das Wachstum der Pflanzen. Sie sah darin auch die stärkste Kraft der Schöpfung.



Nahrung wurde von Hildegard weniger (bzw. gar nicht) nach Vitaminen und Kalorien eingeteilt, sondern nur nach ihrer Heilwirkung. So liebte sie besonders den Dinkel, eine uralte Getreideart, dem sie eine überragende gesundheitliche Wirkung zugeschrieben hat.

Aber sie nannte auch noch andere besonders gesunde Gemüsesorten, Früchte und Heilkräuter.



So nannte Hildegard etwa besonders:
  1. die Quitte
  2. die Möhre
  3. den Galgant
  4. den Knoblauch
  5. die Edelkastanie
  6. den Fenchel
  7. den Apfel
  8. die Kichererbse
  9. die Rote Beete
  10. den Kürbis
  11. die Petersilie


oder eben auch den Hopfen und die Gerste.

Heilwirkung des Hopfens

Der Hopfen beruhigt die Nerven, die heilende Wirkung kommt von den weiblichen Blüten des Hopfens, den Hopfenzapfen. Der Hopfen hilft wunderbar bei nervöser Unruhe, bei Magenbeschwerden oder auch bei Schlafproblemen.



Ein Hopfentee

Nehmen Sie 2 TL Hopfenzapfen, die Sie mit kochendem Wasser übergießen und dann 10 Minuten stehen lassen. Sie können zur Steigerung der beruhigenden Wirkung auch z. B. Melisse oder Johanniskraut zugeben.

Trinken Sie bevor Sie ins Bett gehen je eine Tasse davon.



Heilwirkung der Gerste

Die Gerste harmonisiert und stärkt den Magen und den Darm, Hildegard empfahl einen Gerstentrunk zur Kräftigung nach einem grippalen Infekt und nach einem Magen-Darm-Infekt.



Gerstentrunk

Nehmen Sie dazu:

  1. 40 Gramm Haferkörner
  2. 20 Gramm Fenchelsamen
  3. 40 Gramm Gerstenkörner

Alles eine viertel Stunde lang in 1 Liter Wasser kochen lassen, dann absieben.

Trinken Sie den Absud über den Tag verteilt.


Quellen zu diesem Artikel

  1. Die Kräuter in meinem Garten

Quellenverzeichnis




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