Das Heilkräuter-Verzeichnis

Der Lein hilft dem Magen und dem Darm - Nach Hildegard von Bingen

Der Lein ist eine wunderschöne zierliche, unaufdringliche Pflanze mit blauen, gelben, rosafarbenen oder weißen Blüten. Bekannt sind die Leinsamen als pflanzliches Mittel, wenn es um Verdauungsprobleme, Magen-Darm-Beschwerden, Verstopfung oder um Blähungen geht.





Leinsamen enthalten viele Ballaststoffe, Schleimstoffe als auch pflanzliche Eiweiße und die Linolensäure. Ballaststoffe sind wichtig für unsere Verdauung, Schleimstoffe legen sich wie ein dünner Schutzfilm über die Darm- und Magenschleimhäute.



Hildegard von Bingen über den Lein

Die heilige Hildegard rühmte die Leinsamen schon wegen ihrer entzündungshemmenden, schmerzstillenden und aufweichenden Eigenschaften.



So empfahl sie Umschläge mit zermahlenen Leinsamen gegen Geschwüre, bei Furunkeln oder auch bei Akne.

Innerlich angewandt hilft der Schleim der Leinsamen bei Entzündungen im Magen-Darm-Trakt.

Zerstoßene Leinsamen regulieren den Stuhlgang, sie helfen der Verdauung und helfen zudem gegen Blähungen.



Vorsicht: Leinsamen nicht bei einem Darmverschluss verwenden!


Anwendungsbeispiele für Leinsamen

  1. Rezept für einen Leinsamenumschlag

    Zerreiben Sie 50 g Leinsamen und verrühren Sie sie mit kochendem Wasser zu einem gut streichfähigen Brei. Tragen Sie diesen Brei auf einen Umschlag, ein Tuch oder auf Mull auf und legen Sie dies auf die betroffenen Stellen auf. Den Umschlag eine halbe Stunde aufgelegt lassen, und das dreimal täglich wiederholen.



  2. Leinsamenschleim bei Magen- und Darmentzündungen

    Nehmen Sie dafür 3 EL geschrotete Leinsamen, die Sie für 12 Stunden in 500 ml kaltem Wasser aufweichen lassen und dann mit etwas Salz kurz aufkochen.

    Essen Sie davon zwischen den Mahlzeiten, damit die wirksamen Inhaltsstoffe des Leinsamens auf die entzündeten Schleimhäute einwirken können.



  3. Geschrotete Leinsamen zur Darmregulierung

    Nehmen Sie bis zu dreimal pro Tag je einen Esslöffel geschrotete Leinsamen zusammen mit 1 - 2 Gläsern Wasser, Mineralwasser oder wahlweise auch Buttermilch ein. Den Leinsamenschrot bitte vorher nicht einweichen!



Vorsicht: Ausreichend Flüssigkeit trinken

Da der Leinsamen eine Menge Flüssigkeit bindet, wenn er aufquillt, muss man genügend Flüssigkeit trinken, wenn man Leinsamen einnimmt. Ansonsten kann es zu einem Darmverschluss kommen!


Quellen zu diesem Artikel

  1. Die Kräuter in meinem Garten

Quellenverzeichnis




Ähnliche Themen: