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Ein kleines Säckchen mit Heublumen angefüllt kommt in einen Kessel heißen Wassers und bleibt mindestens eine Viertelstunde im Sude. Der ganze Absud wird in die mit Warmwasser bereitstehende Wanne geschüttet und die Mischung, bis sie die vorgeschriebene Temperatur erreicht hat, mit warmem oder kaltem Wasser aufgefüllt. Dieses Bad, das leichteste und häufigste, ist eigentlich das unschuldigste, das normale Bad zum Wärmen des Körpers. Auch Gesunde können es jederzeit benutzen. Bei mir zu Hause geht mancher Wassermann, von solchem Heublumenduft umschwängert, Dorf auf und ab. Das kaffeebraune Wasser öffnet eindringlich die Poren und löst Anstauungen im Körper auf.
bb) Das Haberstrohbad (Haferstrohbad)
Haferstroh besteht aus den getrockneten, gedroschenen Laubblättern und Stängeln des Hafers. Nachdem ein ordentliches Büschel Haberstroh in einem Kessel siedenden Wassers eine halbe Stunde lang gesotten, verfährt man mit dem Absude wie oben.
Dieses Bad wirkt stärker als das Heublumenbad und ist bei Nieren- und Blasenbeschwerden, bei Stein-, Gries- und Gichtleiden (Hunderte von kleinsten Steinen bilden den so genannten "Gries") vorzüglich. Wer kein Haberstroh zur Hand hat, nehme Zinnkraut oder saures Pferdeheu.
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