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Das Kräuter-Verzeichnis

Paracelsus

Der Arzt und Pharmazeut, Naturforscher und auch Theologe Paracelsus, der eigentlich Theophrastus Bombastus Philippus von Hohenheim hieß, wurde * 10. November 1493 in Einsiedeln geboren.

Paracelsus gilt als der Arzt, der im Mittelalter die Behandlung von Krankheiten durch chemische Medikamente einführte. Bereits im Alter von 14 Jahren suchte er an den großen Universitäten Europas nach Lehrern, nach denen er sich richten konnte und die ihm ein Vorbild sein sollten. Aufgrund seiner damals sehr unkonventionellen Art, alles bisherige in Frage zu stellen, hatte er aber bald Neider und Feinde.

Im Jahre 1510 erwarb er aber dennoch den Grad eines Bakkalaureus der Medizin und 1516 in Ferrara den Doktorhut. Zu dieser Zeit nahm er auch den Namen Paracelsus an, was so viel bedeutet wie “über Celsus stehend”, um seine Missachtung gegenüber einem alten römischen Arzt zu bekunden, der im Altertum sehr bewundert wurde.

In seinem Leben kam Paracelsus weit herum, unter anderem nach Irland, Konstantinopel (dem heutigen Istanbul) oder Russland. Auf seinen Reisen lernte er die dort vorherrschenden Lehren und nahm sie in sein Wissen mit auf. Als Arzt beim Militär nahm er auch an einigen lokalen Kriegen teil. Sein Streben lag immer in der Vervollkommnung seines Wissens und auch in der Anwendung der Kräfte der Natur.

Sein Leben lang suchte er immer wieder nach Gelegenheiten, akademische Autoritäten lächerlich zu machen. So verbrannte er zum Beispiel in Basel die Werke des griechischen Gelehrten Galen öffentlich und öffnete seine Vorlesungen für jeden. Zudem hielt er seine Vorlesungen in deutsch, und nicht wie üblich in Latein. So strömten aus ganz Europa Studenten zu ihm, was ihm wiederum viele Neider einbrachte. Man verjagte ihn aus Basel, jedoch machte er an jedem Ort auf die gleiche Weise wieder.

In einer Zeit, in der viele Krankheiten als gottgegeben, als Strafe Gottes oder als Auswirkung einer bösen Seele angesehen wurden, erkannte Paracelsus zum Beispiel, daß Lungenkrankheiten bei Bergarbeitern durch "metallische Dämpfe" oder Kröpfe durch fehlenden Mineralgehalt im Trinkwasser wurden.

In der Folgezeit nahmen sich immer mehr Gelehrte seines Wissens an und legten den Grundstein zur heutigen modernen Medizin.

Er verfaßte eine Menge medizinischer, naturkundlicher, astrologischer und theologischer Schriften.
Seine wohl bekannteste These, die auch heute noch volle Gültigkeit besitzt, lautet: "Die Menge macht das Gift (Dosis facit venenum)."

Er starb am 24. September 1541 in Salzburg.

"Du sollt wissen, daß alle kranckheiten in fünfferley weg geheilt werden: unnd heben also an unser artzney bey der heylung, unnd nit bey den ursachen, darumb, das uns die heylung, die ursach anzeigt. Auff das geht unser argument, das fünfferley heylung sind: dz ist als viel geredt, als das fünfferley artzney sind, oder fünfferley künst, oder fünfferley faculteten, oder fünfferley artzet: unter denen fünffen ist ein jegliche, ein genugsame facultas der artzney, alle kranckheiten zu heylen. Wann in fünff weg, wie angezeigt ist, werden fünfferley faculteten der artzney erfunden, da ein jedliche für sich selbst soll haben den gradum eines bewerten artzts, und eines genugsamen artzets, und eines kunstreichen artzts, zuheilen einen jeglichen zufall, kranckheit, und siechtagen, in beyden artzneyen, alß desselbigen gradts, der fünfferleyen faculteten einer, allein genugsamer artzt."

 













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