Der Name Schwedenkräuter kommt nicht etwa daher, daß
es schwedische Kräuter sind, sondern
vom schwedischen Mediziner Dr. Klaus Samst.
Er war ein Anhänger
von Paracelsus
und hat im 18. Jahrhundert diese Mixtur wiederentdeckt, die
schon lange in seiner Familie herumgereicht wurde. Das Rezept
kommt aber wahrscheinlich von Paracelsus, der es vernutlich
wiederum von den alten Ägyptern abkopiert hat. Es ist also eine
sehr alte Mixtur, die schon seit tausenden von Jahren ihre
Heilwirkung unter Beweis stellt.
Andere Namen für die Schwedenkräuter-Tinktur sind
auch "Langes Leben Elixier", "Universaltropfen",
"Lebenselixier" oder "Bitterer Schwedentropfen".
Dr. Samst, natürlich selbst Nutzer dieser Schwedenkräuter,
wurde laut Maria
Treben 104 Jahre alt und starb nicht etwa an Altersschwäche,
sondern bei einem Reitunfall (!), er stürzte vom Pferd...
sein Bruder soll im Übrigen auch sehr alt geworden sein.
Dr. Samst hat
das folgende Rezept hinterlassen:
Schwedenbitter-Rezept - Kleiner Schwedenbitter
- 0,2 g Safran
- 10 g Aloe
(statt Aloe kann
auch Enzianwurzel oder Wermutpulver genommen werden)
- 10 g Manna
- 10 g Sennesblätter
- 10 g Rhababerwurzel
- 10 g Kampfer
(nur Naturkampfer verwenden!)
- 10 g Zittwerwurzel
- 10 g Theriak venezian
- 5 g Eberwurzwurzel
- 5 g Angelikawurzel
- 5 g Myrrhe

Zutaten für den Schwedenbitter
Setzen Sie diese Mischung in einer 2-Liter-Flasche mit breitem
Hals mit ca. 1,5 Liter 40%igem Branntwein an und lassen Sie
dies 14 Tage an einem warmen Platz stehen. Die Flasche sollte
täglich geschüttelt werden. Nach 14 Tagen können
Sie die benötigte Menge durch einen Sieb in eine kleinere
Flasche abfüllen, während der Rest einfach weiter
ziehen kann. Da die Schwedenkräuter mit der Zeit immer
kräftiger werden ist es also ratsam, immer eine möglichst
große Menge herzustellen. Schwedenbitter hält mehrere
Jahre lang, auch wenn die Kräuter noch drin sind. Der
Alkohol verhindert eine Schimmelbildung.
Nach der Herstellung der Schwedenkräuter sind in der
Flüssigkeit kleine Schwebeteilchen enthalten, die nicht
schädlich sind, eher im Gegenteil, sie scheinen sogar
die Wirkung zu verstärken, jedoch möglicherweise
optisch stören (weil es einfach nicht schön aussieht). Wer diese Teilchen nicht haben möchte,
kann die Flüssigkeit durch einen Kaffeefilter sieben.
Hinweis: Kampfer
steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Wer auf Nummer sicher
gehen möchte, kann den Kampfer
auch weglassen.
Sennesblätter
und Rhabarberwurzel sind sehr stark abführend, sie können
auch weggelassen werden, wenn eine solche Wirkung nicht erwünscht
ist. Zudem sind sie apothekenpflichtig, dürfen in Deutschland
also nur dort erworben werden.
Wer übrigens auf die Idee kommt, jetzt selbst loszugehen,
alles selbst zu sammeln und daraus seine eigenen Schwedenkräuter
herstellen will, dem sei gesagt, daß es spätestens
beim Manna (dem Saft der Manna- Esche), Kampfer
oder Theriak schwierig wird, da diese Bestandteile eben nicht
so einfach zu finden sind bzw. herzustellen sind. Hier sei
auf fertige Produkte verwiesen, die man sich bestellen kann.
Achten Sie aber darauf, daß sie auch hochwertige Produkte
bekommen, nicht irgendwelche Billig-Dinger, die mehr schaden
als nutzen können.
Auf
meiner Suche nach den Bestandteilen für "meinen"
Schwedenbitter bin ich auf Kräuter
Kühne gestoßen, der sogar gleich ein fertig
abgepacktes Sortiment für Schwedenkräuter bereithält.
Man muß sich nur noch um den Alkohol kümmern (...hicks...)
und kann dann alles selbst ansetzen.
Schwedenkräuter
selbermachen? Mehr dazu hier->
Rezept des Großen Schwedenbitter
nach Maria Treben
Zutaten
Herstellung wie der kleine Schwedenbitter, nur mit 2,5 Liter
Alkohol. Möglich ist auch 60 g Kandiszucker dazuzugeben
um den Geschmack zu verbessern. Ansonsten sollen hier die
Anwendungsarten genau die Gleichen wie bei den Schwedenkräutern
sein.
Anwendungsgebiete der Schwedenkräuter
»Alte Handschrift«
(Abschrift der Heilkraft der Schwedenkräuter)
Wenn man öfters daran riecht oder schnupft, den Kopfwirbel
befeuchtet, einen feuchten Lappen auf den Kopf legt, vertreiben
sie Schmerz und Schwindel, stärken das Gedächtnis
und das Gehirn.
Sie helfen gegen trübe Augen, nehmen Röte und alle
Schmerzen, selbst wenn die Augen entzündet, trüb
und verschwommen sind.
Sie vertreiben auch die Flecken und den Grauen Star, wenn
man zeitgerecht die
Augenwinkeln befeuchtet oder einen feuchten Lappen auf die
geschlossenen Augen legt.
Pocken und Ausschläge aller Art, auch Krusten in der
Nase oder wo immer am Körper, werden geheilt, wenn man
oft und gut befeuchtet.
Bei Zahnschmerzen gibt man in etwas Wasser einen Eßlöffel
voll dieser Tropfen und behalte einige Zeit diese Flüssigkeit
im Mund oder man befeuchte den schmerzenden Zahn mit einem
Lappen. Der Schmerz verschwindet und die Fäulnis klingt
ab.
Blasen an der Zunge oder sonstige Schäden werden mit
den Tropfen fleißig befeuchtet, wodurch die Heilung
in kurzer Zeit eintritt.
Wenn der Hals erhitzt oder wund ist, sodaß man Speis
und Trank schwer schlucken kann, so nehme man morgens, mittags
und abends von den Tropfen, lasse sie langsam hinab und sie
nehmen die Hitze und heilen den Schlund.
Hat man Magenkrämpfe, so nehme man bei einem Anfall einen
Eßlöffel voll.
Bei Koliken nehme man drei Eßlöffel voll ein, langsam
nacheinander, man wird bald die Linderung verspüren.
Sie zerteilen im Leib die Winde und kühlen die Leber,
vertreiben alle Magenleiden und die der Eingeweide und helfen
bei Stuhlverstopfung.
Sie sind auch ein vortreffliches Mittel für den Magen,
wenn er schlecht verdaut und die Speisen nicht behält.
Ebenso helfen sie bei Gallenschmerzen. Täglich früh
und abends ein Eßlöffel voll und bei Nacht Umschläge
mit den Tropfen, werden alle Schmerzen bald vergehen.
Bei Wassersucht nehme man sechs Wochen hindurch früh
und abends einen Eßlöffel voll in weißem
Wein.
Bei Ohrenschmerzen und Ohrensausen befeuchte man ein Bäuschchen
und stecke es ins Ohr. Es hilft sehr gut und bringt selbst
das verlorene Gehör wieder.
Wenn eine Frau Mutterschmerzen hat, so gebe man ihr drei Tage
hindurch früh einen Eßlöffel voll in rotem
Wein, lasse sie nach einer halben Stunde einen Spaziergang
machen, dann kann sie frühstücken, jedoch keine
Milch.
Auf Milch sollen die Tropfen nicht genommen werden.
In den letzten 14 Tagen der Schwangerschaft früh und
abends einen Eßlöffel davon einnehmen, fördert
die Geburt. Um die Nachgeburt leichter loszuwerden, gibt man
der Wöchnerin alle zwei Stunden einen Kaffeelöffel
voll, solange, bis die Nachgeburt ohne Wehen abgeht.
Stellen sich nach der Geburt beim Einschießen der Milch
Entzündungen ein, werden sie bei Auflegen von feuchten
Lappen rasch genommen.
Sie treiben den Kindern die Blattern heraus. Man gebe den
Kindern je nach Alter von den Tropfen, verdünnt mit Wasser.
Wenn die Blattern zu trocknen beginnen, befeuchte man sie
öfters mit den Tropfen, es bleiben keine Narben.
Sie dienen den Kindern und Erwachsenen gegen Würmer,
ja sogar Bandwürmer vertreibt man damit, nur muß
man sie den Kindern je nach Alter verabreichen. Einen feuchten
Lappen mit den Tropfen auf den Nabel binden und ihn immer
feucht halten.
Bei Gelbsucht werden sehr bald alle Beschwerden genommen,
wenn man dreimal täglich einen Eßlöffel von
diesen Tropfen nimmt und auf die angeschwollene Leber Umschläge
macht.
Sie öffnen alle Goldadern (Hämorrhoiden), heilen
die Nieren, führen hypochondrische Flüssigkeiten
ohne weitere Kur aus dem Körper, nehmen Melancholie und
Depressionen
und regen Appetit und Verdauung an.
Es öffnet auch inwendig die goldene Ader (Hämorrhoiden),
wenn man sie anfangs öfters anfeuchtet und sie durch
Einnehmen von innen erweicht, besonders vor dem Schlafengehen.
Man lege äußerlich ein mit Tropfen befeuchtetes
Bäuschchen auf. Es macht das übrige Blut fließen
und hilft gegen das Brennen.
Wenn jemand in Ohnmacht liegt, öffnet man ihm nötigenfalls
den Mund, gebe ihm einen Eßlöffel der Tropfen ein
und der Kranke wird zu sich kommen.
Dieses Mittel vertreibt auch den Schmerz der stillen Fraisen
(Krämpfe) durch Einnehmen, sodaß sie mit der Zeit
aufhören.
Bei Lungensucht täglich früh nüchtern davon
nehmen und die Kur sechs Wochen lang fortsetzen.
Wenn eine Frau ihre monatliche Reinigung verliert oder dieselbe
zu stark hat, nimmt sie diese Tropfen drei Tage ein und wiederholt
dies zwanzig Male. Es wird, was zuviel ist, stillen und was
zuwenig ist, ausgleichen.
Dieses Mittel hilft auch gegen den weißen Fluß.
Ist jemand mit der fallenden Krankheit (Epilepsie) behaftet,
so muß man ihm auf der Stelle davon eingeben. Der Kranke
soll dann ausschließlich das Mittel nehmen, denn es
stärkt sowohl die angegriffenen Nerven als auch
den Körper und behebt alle Krankheiten.
Sie heilen Lähmungen, vertreiben Schwindel und Übelkeit.
Sie heilen auch die hitzigen Blattern und Rotlauf.
Hat jemand Fieber, hitzig oder kalt, und ist völlig schwach,
so gebe man ihm einen Eßlöffel davon ein und der
Kranke, wenn er nicht mit anderen Mitteln den Körper
belastet hat, wird in kurzer Zeit zu sich kommen, der Puls
wird zu schlagen beginnen und wenn auch das Fieber noch so
hoch war, dem Kranken wird bald besser werden.
Die Tropfen heilen auch Krebs, alte Blattern und Warzen, aufgesprungene
Hände. Ist eine Wunde alt und eitrig oder wildes Fleisch
daran, so wasche man alles gut mit weißem Wein aus,
dann lege man einen mit den Tropfen befeuchteten Lappen darauf.
Sie nehmen Geschwülste und Schmerzen sowie das wilde
Fleisch und die Wunde fängt zu heilen an.
Sie heilen ohne Gefahr alle Wunden, sie mögen gehauen
oder gestochen sein, wenn sie öfters damit befeuchtet
werden. Man nehme einen Lappen, tunke ihn darin ein, überdecke
damit die Wunden. Sie nehmen in kurzer Zeit den Schmerz, lassen
weder Brand noch Fäulnis zu und heilen auch alte Wunden,
die man durch eine Schußverletzung bekommen hat. Sind
Löcher da, so spritze man die Tropfen in die Wunde, die
nicht unbedingt vorher gereinigt werden muß. Durch fleißiges
Auflegen mit einem angefeuchteten Lappen tritt die Heilung
in kurzer Zeit ein.
Sie nehmen alle Narben, auch wenn sie noch so veraltet sind,
Wundmale und Schnitte, wenn man sie bis 40-mal damit anfeuchtet.
Alle Wunden, die mit diesen Tropfen geheilt werden, hinterlassen
keine Narben.
Sie heilen auch alle Fisteln von Grund auf, wenn sie auch
unheilbar erscheinen; es mag der Schaden so alt sein wie er
will
Sie heilen alle Brandverletzungen, ob sie nun vom Feuer, vom
heißen Wasser oder vom Fett herrühren, wenn die
Verletzungen fleißig angefeuchtet werden. Es bilden
sich auch keine Blasen, die Hitze wird herausgenommen, selbst
eitrige Blasen werden von Grund auf geheilt.
Sie dienen gegen Beulen und Flecken, mögen sie von einem
Stoß oder Schlag herrühren.
Wenn jemand nicht mit Appetit essen kann, bringen sie den
verlorenen Geschmack wieder.
Bei großer Blutarmut bringen sie auch die verlorene
Farbe wieder, wenn die Tropfen eine Zeitlang morgens genommen
werden. Sie reinigen das Blut und bilden neues, auch fördern
sie dessen Umlauf.
Rheumatische Schmerzen in den Gliedern werden genommen, wenn
man sie morgens und abends einnimmt und auf die schmerzenden
Stellen feuchte Lappen legt.
Sie heilen gefrorene Hände und Füße, selbst
wenn es offene Stellen gäbe. Sooft als möglich,
besonders aber in der Nacht, soll man mit den Tropfen befeuchtete
Lappen auflegen.
Auf Hühneraugen lege man ein mit den Tropfen befeuchtetes
Bäuschchen und halte die schmerzende Stelle stets feucht.
Nach drei Tagen fallen sie von selbst heraus, oder man kann
sie schmerzlos herausschälen.
Sie heilen auch Bisse von wütenden Hunden und anderen
Tieren, indem man die Tropfen einnimmt, denn sie heilen und
vernichten alle Gifte. Die Wunden mit einem feuchten Lappen
belegen.
Bei Pest und anderen ansteckenden Krankheiten ist es gut,
wenn man am Tage öfters davon nimmt, denn sie heilen
Pestgeschwüre und -beulen, selbst wenn sie schon im Halse
stäken.
Wer Nachts nicht gut schlafen kann, nehme vor dem Schlafengehen
von diesen Tropfen. Bei nervöser Schlaflosigkeit einen
mit verdünnten Tropfen befeuchteten Lappen aufs Herz
legen.
Einen Betrunkenen kann man mit zwei Eßlöffel davon
auf der Stelle nüchtern machen.
Wer täglich diese Tropfen früh und abends nimmt,
braucht keine andere Medizin, denn diese stärken den
Körper, erfrischen die Nerven und das Blut, nehmen das
Zittern der Hände und Füße. Kurz, sie nehmen
überhaupt alle Krankheiten. Der Körper bleibt straff,
das Gesicht jugendlich und schön.
Wichtig: Alle angegebenen Mengen sollten mit Kräutertee
oder Wasser verdünnt eingenommen werden.
Anwendung
Man sollte beachten, daß nach 6 Wochen Anwendung von
Schwedenkräutern eine Pause von ca. 2 Wochen eingelegt
werden sollte.
Innerliche Anwendung des Schwedenbitter
Nach Angaben der "Alten Handschrift" je ein Teelöffel
Schwedenbitter in einer Tasse warmen Tee oder Wasser verdünnt
eingenommen.
Bei Unwohlsein kann diese Menge auf 3 Teelöffel gesteigert
werden.
Bei schwerwiegenden Erkrankungen sollte man bis zu drei Esslöffel
täglich einnehmen, dies in einem achtel Liter Tee, je
eine halbe Stunde vor und eine halbe Stunde nach jeder Mahlzeit.
Äußerliche Anwendung von Schwedenkräutern
Schwedenkräuter-Umschlag
Ein Stück Watte oder Stoff wird mit Schwedenbitter getränkt
und auf die betreffende Stelle gelegt. Diese Stelle sollte
vorher mit chweinefett oder Salbe, am besten Ringelblumensalbe,
eingestrichen werden. Darüber legt man dann am besten
ein Stück Plastikfolie oder Alufolie, damit die Kleidung
geschützt wird. Schließlich verbindet man das Ganze
mit einem Verband.
Solch ein Umschlag sollte bis zu 4 Stunden
einwirken.
Nach dem Abnehmen des Umschlages sollte man die
behandelte Stelle mit Puder einpudern. Bei Hautreizungen sollte
die Einwirkzeit verringert werden.
Schwedenkräuter-Creme
Eine Creme mit Schwedenkräutern als Inhaltsstoffen bietet
sich an, wenn wegen der körperlichen Lage der Beschwerden
ein Umschlag wegfällt, z.B.an der Zunge, am Po usw. Denn
normalerweise werden Schwedenkräuter ja verdünnt
als Flüssigkeit in einem Umschlag angewendet.
Des weiteren hat eine Creme den Vorteil, daß man die
Hautstelle nicht vorher einfetten muß, da in der Creme
ja bereits hautschützende Substanzen enthalten sind.
Die Anwendung der Schwedenkräuter ist dadurch sehr bequem
und einfach.
Obwohl die Schwedenkräuter in einer Creme ja verdünnt
vorliegen, haben sie trotzdem noch eine starke Wirkung. Und
zwar so stark, daß dennoch eine Hautreizung auftreten
kann. In einem solchen Fall sollten Sie die Creme weiter verdünnen.
Eine Creme selbst herstellen
Für die Creme wird Schwedenkräuter-Tinktur verwendet.
Als Basis-Öl können Sie Olivenöl oder ein
anderes Pflanzenöl verwenden. Als Emulgator für
die Creme verwenden Sie am besten wasserfreies Lanolin. Für
die Konsistenz verwenden Sie Bienenwachs, es hat eine schützende
und pflegende Wirkung auf die Haut. Besonders hautverträglich
wird die Creme, wenn Sie einen Teil des Bienenwachses durch
Kakaobutter oder Sheabutter ersetzen, jeweils 1 g Bienenwachs
mit 2 g der Kakaobutter oder Sheabutter.
Durch den hohen Alkoholgehalt der Schwedenkräuter bleibt
die Creme auch ohne Konservierungsstoffe lange haltbar, manchmal
einige Monate.
Zutaten für die Schwedenkräuter-Creme
30 ml Öl, z.B. Olivenöl
4 g Bienenwachs, oder 1g Bienenwachs und 2 g Kakaobutter bzw.
Sheabutter
15 g Lanolin anhydrid
30 ml der Schwedenkräuter
Zubereitung der Schwedenkräuter-Creme
- Vermischen Sie das Öl, die Konsistenzgeber und das
Lanolin in einem Glas
- Gießen Sie die Schwedenkräuter in ein anderes
Glas
- Stellen Sie die beide Gläser in ein heisses Wasserbad
- Erhitzen Sie das Wasserbad, bis alle festen Bestandteile
geschmolzen sind
- Gießen Sie unter ständigem Rühren die
erhitzten Schwedenkräuter in das andere Glas
- Und immer weiterrühren, rühren, und nochmals
rühren
- Und zwar so lange rühren, bis die entstandene Creme
nur noch handwarm ist
- Danach die Creme in ein Salbentöpfchen umfüllen
- Gut verschließen und beschriften, mit Tag und Inhalt,
um Verwechslungen zu vermeiden
- Im Kühlschrank hält sich die Creme länger,
aber bitte darauf achten, daß Kinder nicht davon "naschen"...
Weitere Anwendungsgebiete der Schwedenkräuter
Wie in der Alten Handschrift beschrieben wirken die Schwedenkräuter
ja bei allerlei Krankheiten, der Name "Allheilmittel"
kommt ja nicht von ungefähr. Aber neben diesen historischen
Berichten findet man aus unserer heutigen Zeit noch viele neue
Einsatzgebiete der Schwedenkräuter.
- Erkältungen
Hat man eine Erkältung
mit Müdigkeit, Gliederschmerzen und Druckgefühl
im Stirn- und Kopfbereich, kann man einen mit Schwedenbitter
befeuchteten Wattebausch unter die Nase halten und die Dämpfe
inhalieren.
Sind bei der Erkältung
auch die Bronchien betroffen kann man die Dämpfe auch
durch den Mund einatmen.
Es wird zudem empfohlen, vorbeugend in der Grippezeit täglich
einen Teelöffel mit warmen Wasser verdünnt einzunehmen.
- Fieber
Trinken Sie einen Teelöffel Schwedenkräuter in
ein Glas Wasser vermischt.
- Hämorrhoiden
Die Hämorrhoiden werden mit einer Verdünnung von
einem Eßlöffel Schwedenbitter auf ein Glas Wasser
betupft, dieses nimmt man mehrmals am Tag vor. Zusätzlich
nimmt man vor dem Zubettgehen einen Teelöffel Schwedenbitter
verdünnt ein.
- Insektenstiche
Bei Insektenstichen hilft ein Umschlag mit den Schwedenkräutern.
Ein solcher Umschlag sollte mehrere Stunden einwirken können.
- Mandelentzündungen
Leidet man unter bakterielle Infektionen der Rachenmandeln,
kann man einen Teelöffel des Schwedenbitters auf ein
Glas Wasser geben und damit gurgeln. Ist es eine starke
Entzündung, kann dies auch mehrmals täglich vorgenommen
werden.
- Ohrenschmerzen
Stecken Sie einen befeuchteten Wattebausch in das schmerzende
Ohr.
- Schnittwunden oder Verletzungen
Bei Verletzungen kann man einen getränkten Wattebausch
auf die Wunde legen. Aber Vorsicht: es brennt höllisch!
Dies lässt man am besten mehrere Stunden oder über
Nacht einwirken. Der Schwedenbitter wirkt antibakteriell,
reizlindernd und entzündungshemmend, Verletzungen klingen
also schnell ab und verheilen schneller.
- Schnupfen mit verstopfter Nase
Schnüffeln Sie an einem befeuchteten Wattebausch
- Stirnhöhlenentzündungen
Reiben Sie mehrmals täglich die Stirn und den Nasenrücken
mit der Tinktur ein. Der Schleim wird dadurch verflüssigt
und fließt leichter ab, zudem werden Bakterien abgetötet.
- Zahnfleischentzündungen
Geben Sie einen Eßlöffel Schwedenbitter in ein
Glas Wasser. Das Zahnfleisch wird mehrmals am Tag damit
bepinselt.
- Zahnschmerzen
Spülen Sie Ihren Mund mit der Mixtur aus Wasser und
Schwedenkräuter aus bzw. betupfen Sie den betroffenen
Zahn.
- Alte Wunden oder Narben
Kann man vierzigmal mit Schwedenkräutern behandeln.
So sollen die Wunden endgültig abheilen und Narben
verschwinden.
- Brandverletzungen
Ständig befeuchtet mit einer Schwedenkräuter-Wasserlösung
soll Brandblasen verhindern.
- Rheuma
Die betroffene Stelle jeden Abend mit einer Lösung
befeuchten, zusätzlich je morgens und abends einen
Teelöffel auf ein Glas Wasser trinken.
- Schlaflosigkeit
Vor dem Schlafengehen einen Teelöffel der Schwedenkräuter
auf ein Glas Wasser.
- Völlegefühl
Falls man einmal zu viel gegessen hat, hilft ein Eßlöffel
Schwedenkräuter den Magen aufzuräumen und bringt
die Verdauung in Schwung.
- Warzen
Kleine Warzen
verschwinden bereits nach einigen Behandlungen mit Schwedenbitter,
welchen man über Nacht in Watte getränkt aufbringt.
Hartnäckige Warzen behandelt man so mehrere Tage, entfernt
dann die obere Hautschicht der Warze und führt die
Behandlung so immer weiter fort, bis die Warze weg ist.
Falls man die Tinktur nicht auf der Haut verträgt,
vorher einfetten.
- Überdrehtheit
Es wird berichtet, daß Schwedenkräuter auch ausgleichend
auf den Hormonhaushalt wirken. Auch bei Hyperaktivität
sollen sie helfen.
- Schwangerschaftsstreifen
Schwangerschaftsstreifen werden etwas glatter und verblassen.
- Rissige Hände
...reibt man mit der Tinktur ein. Aber Vorsicht: Nicht in
die Augen bringen!
- Pickel
Pickel
kann man pur mit Schwedenkräutern betupfen. Dadurch
trocknen sie schnell aus.
- Neben- oder Stirnhöhlenentzündung
Die Höhlen heilen schneller, wenn man einen gut getränkte
Lappen mit Schwedenkräutern auf die vorher gefetteten
Stellen legt. Dadurch öffnen sich die Höhlen und
das Sekret läuft ab.
- Kopfschmerzen und Migräne
Hier kann es helfen, wenn man einen Teelöffel voll
Schwedenkräuter etwas verdünnt mit Wasser auf
den Kopf gibt. Allerdings scheint das nicht immer zu helfen,
also ausprobieren...
- Hexenschuss
Einen gut getränkten Lappen auf dem Rücken legen
und sich dann hinlegen.
- Blähungen
Geben Sie etwas von der Schwedenkräuter-Tinktur in
warmen Tee (am besten Anis,
Fenchel oder Kümmel).
Die Blähungen
und die Schmerzen vergehen dann bald.
- Thrombosen und Venenleiden
Schwedenkräuter-Umschläge können helfen,
die Durchblutung zu verbessern. Diese sollten ca. eine Stunde
einwirken und bis zu dreimal am Tag aufgelegt werden.
- Bauchschmerzen
Legen Sie einen mit Schwedenkräuter getränkten
Lappen auf den Bauch. Denken Sie vorher an's einfetten!
- Frische Narben
Frische Narben sollte man generell ersteinmal ruhen lassen.
Ist aber schon eine neue Hautschicht vorhanden, kann man
sie mit Schwedenkräuter reinigen. Vorsicht, es kann
ziemlich brennen. Wem das zu heftig ist, kann die Schwedenkräuter
mit Wasser, Gundermanntee oder Ringelblumentee verdünnen.
Anwendungsgebiete der Schwedenkräuter nach Maria Treben
Maria Treben
hat sich in Ihrem Leben oftmals Gedanken um die Wirkung der
Schwedenkräuter gemacht und verschiedene Anwendungsgebiete
für sie gefunden.
Hier ein Auszug der Erkrankungen, die laut Maria Treben gut
mit Schwedenkräutern behandelt werden können:
- Alkoholverbot, strenges
- Altersflecken
- Appetitlosigkeit
- Armverletzungen
- Atemnot
- Augenleiden
- Ausschläge
- Bandwürmer
- Bauchspeicheldrüsenerkrankung
- Benommenheit
- Beulen
- Bisse
- Blattern
- Blutarmut
- Bluterguß
- Blutreinigung
- Blutschwamm
- Brand
- Brandwunden
- Bronchialkatarrh
- Brustwarzenentzündung
- Cox-Arthrose
- Darmblutungen
- Darmerkrankung
- Darmkrebs
- Darmträgheit
- Darmverschluß
- Deformierungen
- Depressionen
- Durchblutungsförderung
- Durchfall
- Eierstockerkrankungen
- Eiterherd, im Ohr
- Emphyseme
- Entzündungen, Vereiterungen
- Epilepsie
- Epileptische Anfälle
- Erbrechen
- Erfrierungen
- Erkältungen
- Erschlaffung des Aftermuskels
- Fieber
- Fisteln
- Flecken
- Fleisch, wildes
- Fleischvergiftungen
- Füße, gefrorene
- Gallenanfälle
- Gallenbeschwerden
- Gastritis
- Gebärmuttererkrankungen
- Gedächtnis, stärkend
- Gehirnhautentzündung
- Gehirnverletzungen
- Gehörfehler
- Gehörleiden durch Verkühlung
- Gelbsucht
- Gelbsucht, infektiöse
- Geschwülste
- Gicht
- Gliederzittern
- Grippe, vorbeugend gegen
- Halsentzündung
- Hämorrhoiden
- Hände, gefrorene
- Hautstellen, weiße
- Herzasthma
- Herzbeschwerden
- Heuschnupfen
- Hodenerkrankungen
- Hornissenstich
- Hühneraugen
- Hundebisse
- Insektenstiche
- Juckreiz
- Kiefervereiterungen
- Knie, steifes
- Knieausbuchtungen
- Knöchel, verstauchter
- Knochenerkrankungen
- Kolikanfälle
- Kopfschmerzen
- Kopfverletzungen
- Krämpfe
- Kreislaufstörungen
- Krustenbildungen
|
- Lähmungen
- Leber, geschwollene
- Lebererkrankungen
- Leukämie
- Lungenemphyseme
- Lungenentzündungen
- Lungenerkrankungen
- Lungensucht
- Lymphdrüsenerkrankungen
- Magenbeschwerden
- Magenkrämpfe
- Magenleiden
- Male
- Menstruationsbeschwerden
- Metastasen
- Mutterschmerzen
- Nachgeburt, leichtere
- Narben
- Nase, Verkrustungen
- Netzhaut, poröse
- Netzhautablösung
- Netzhautblutungen
- Nierenbeschwerden
- Nierenerkrankung, schwache
- Nierenkoliken
- Nierenschrumpfungen
- Ohnmacht
- Ohrensausen, Tinnitus
- Ohrenschmerzen
- Operationswunden, -narben
- Parkinson
- Pest und Pestgeschwüre
- Pocken
- Rheuma
- Rotlauf
- Schlafstörungen
- Schleimbeutelentzündungen
- Schließmuskelerschlaffung
- Schluckbeschwerden
- Schmerzen aller Art
- Schnittwunden
- Schnupfen
- Schußverletzungen
- Schüttellähmungen
- Schwangerschaft
- Schwerhörigkeit
- Schwindel
- Sehkraft, stärkend
- Spastische Lähmungen
- Sprachstörungen
- Star, grauer
- Stirnhöhleneiterungen
- Stirnhöhlenentzündungen
- Stuhlverstopfung
- Talgdrüsen
- Taubheit
- Thrombosen
- Trunkenheit
- Tumore
- Typhus
- Übelkeit
- Unterleibskrebs
- Venenentzündungen
- Verdauungsbeschwerden
- Verkrampfungen
- Verkrüppelungen
- Verstopfungen
- Wangenfisteln
- Warzen
- Wassersucht
- Weißfluß
- Wildes Fleisch
- Winde
- Wundbrand
- Wunden
- Wunden, eitrige
- Wunden, faulende
- Wundmale
- Würmer
- Zahnschmerzen
- Zittern der Glieder
- Zuckerkrankheit
- Zunge, Blasen
- Zysten
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Nebenwirkungen der Schwedenkräuter
Wie immer, wenn es um Medizin geht, können auch bei Schwedenkräutern
Nebenwirkungen auftreten. Bekannte Nebenwirkungen sind:
- Durchfall
- Brennen in Wunden
- Austrocknung der Haut, aufreißen der Haut
- Allergien
Vorsicht beim Einsatz der Schwedenkräuter
Schwedenkräuter-Tinktur enthält Alkohol. Deswegen
bei Kindern mit Bedacht einsetzen. Zudem sollten "trockene"
Alkoholiker die Finger davon lassen, da die Gefahr eines Rückfalles
in die Alkoholsucht
droht!
Unverdünntes Auftragen kann zu Hautreizungen führen.
Nach der äußerlichen Anwendung sollte man Sonnenbestrahlung
oder Solarium meiden, da Verfärbungen der Haut auftreten
können.
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