(Cupressus sempervirens) Sieht man Zypressen, denkt man ans Mittelmeer. Sie sind der Begriff für das mediterrane Gebiet unserer Erde. Aber eigentlich stammt sie aus Asien, sie wurde von den Phöniziern zu uns gebracht.
Ihr würziger Duft kann bei Atemwegserkrankungen helfen, aber auch die Pflanze selbst hat natürlich einiges an Heilwirkung zu bieten. Dies war auch schon den alten Griechen bekannt, die sie als Medizin nutzten.
Die Zypresse gedeiht in unseren Breiten nur an milden Orten, typischerweise eben im Mittelmeerraum, aber auch hier bei uns, in besonders milden Gebieten, wird sie manchmal angepflanzt.
Die Zypresse ist ein Nadelbaum, der bis zu dreißig Meter hoch werden kann und an sonnigen tockenen Plätzen wächst. Die Form des Baumes ist schmal, fast Säulenartig. Der Duft der Zypresse ist typisch würzig und wie Balsam.
Aus den kleinen Blüten wachsen bis zum Herbst Früchte heran.
Hippokrates, der bekannte Heiler aus dem alten Griechenland, verwendete die Zypresse bei Tuberkulose, damals Schwindsucht genannt.
Die alten Perser hielten die Zypresse für den ersten Baum im Paradies. Daß man Zypressen oft in der Nähe von Friedhöfen findet, liegt daran, daß viele Völker die Zypresse als Symbol der Trauer sehen bzw. daß immergrüne Pflanzen für die Unsterblichkeit stehen.
Die Zypresse ist ein immergrüner Nadelbaum (lat. sempervirens für „immergrün”), der in seiner Jugend schnell, im Alter jedoch immer langsamer wächst.
Die Zypresse wird mit einer Vielzahl antiker Götter in Verbindung gebracht, so z.B. Kronos, Persephone, Aphrodite, Artemis, Hera und Athene. Zudem steht sie für die Unterwelt und die Langlebigkeit.
Die Zypresse wird außerdem mit dem Tod in Verbindung gebracht, so fertigte man Zauberstäbe, die zur Nekromantie genutzt werden sollen, bevorzugt aus Zypressenholz.
Laut griechischer Sage entspringt die Lethe, der Fluß des Vergessens, an den Wurzeln einer weißen Zypresse.
Verwendet werden die Zweige, die Früchte und das Holz
Sammelzeit
Zweige
Im späten Winter bis zum Frühjahr
Früchte
Von Mai bis Juni
Holz
Das ganze Jahr
Inhaltsstoffe
Ätherische Öle
Äusserliche Anwendung der Zypresse
Äusserlich kann man die Heilkraft der Zypresse nutzen, indem man sie in Form von Tee oder Tinktur auf Umschläge gibt, Bädern oder Waschungen durchführt.
Zum Beispiel hilft ein Sitzbad mit Zypresse gut bei Hämorrhoiden. Aber auch bei Krampfadern oder schlecht heilenden Wunden können Umschläge oder Bäder helfen.
Innere Anwendung der Zypresse
Man kann aus den Bestandteilen der Zypresse wirksame Tee's herstellen. Dabei unterscheidet man zwischen Tee's aus den Früchten, aus den Zweigen und aus dem Holz.
Tee aus Zweigen
Für einen solchen Tee nimmt man ein bis zwei Teelöffel Zypressen-Zweige und übergiesst sie mit einer Tasse kochendem Wasser. Danach zehn Minuten ziehen lassen. Dieser Tee wird in kleinen Schlucken getrunken und hilft bei Husten oder Asthma, generell bei Atemwegserkrankungen.
Ein solcher Tee kann aber auch, innerlich angewendet, bei Hämorrhoiden helfen.
Tee aus dem Zypressen-Holz
Schreddern Sie das Holz in kleine Stücke und geben Sie zwei Teelöffel voll davon in eine Tasse und geben Sie kochendes Wasser dazu. Dann eine Viertelstunde ziehen lassen und absieben. Ein solcher Tee kann zum Beispiel bei Erkrankungen des Dickdarmes oder der Gebärmutter helfen.
Tee aus den Früchten
Aus den unreifen Früchten stellt man einen Tee her, wie es bei den Zweigen beschrieben ist. Wirksam ist ein solcher Tee bei Entzündungen des Darmes, bei Erkältungen oder bei Frauenbeschwerden.
Ätherische öle der Zypresse
Die in der Zypresse enthaltenen Öle können bei einer Vielzahl von Beschwerden angewendet werden. Oder einfach
so, weil einem der Duft gefällt. In Salben oder Cremes eingemischt helfen sie zum Beispiel bei Krampfadern.