Der Blutwurz ist eine Staude mit gelben, meist vierblättrigen Blüten. Ein besonderes Merkmal zur Identifizierung der Pflanze ist die rasche Rotfärbung der Schnittstelle, wenn man den Stängel abbricht. Ein Tee aus Blutwurz ist hilfreich bei Blutungen, Blutarmut, Durchfall und auch gegen Zahnschmerzen.
Früher schätzte man den Blutwurz aufgrund seiner Heilwirkung bei blutenden Wunden, daher leitet sich wohl auch sein Name ab. Der Blutwurz ist jedoch auch als "Tormentill" bekannt. Der mehrjährige Blutwurz erblüht zwischen Mai und September, man kann die Wurzeln im September, Oktober oder im März selbst sammeln. Diese werden dann zerschnitten und getrocknet.
Wie der Name Ruhrwurz schon andeutet, kann Blutwurz besonders gut gegen Durchfall helfen (dies ist übrigens auch wissenschaftlich inzwischen anerkannt).
Man verwendet Blutwurz innerlich als Tee, äußerlich in Form von Umschlägen oder auch Salben z.B. gegen nässende Hautausschläge und gegen Verbrennungen.
Ein Absud und eine Tinktur können als Gurgelmittel bei Entzündungen der Mandeln und der Mundschleimhaut helfen.
Volksnamen
Tormentill, Ruhrwurz
Wo wächst der Blutwurz
Der Blutwurz liebt halbschattige bis sonnige Plätze, er wächst in lichten Waldgebieten. Blutwurz mag keinen kalkhaltigen Boden, er gilt als Zeigerpflanze für einen oberflächlichen, saueren Boden.
Anwendungsbeispiele und alte Rezepte rund um den Blutwurz
1 Teelöffel Blutwurz auf 1 Tasse Tee.
Mit kaltem Wasser ansetzen, gemeinsam zum Kochen bringen, vom Herd nehmen. Zugedeckt ca. 5 Minuten ziehen lassen, absieben. Langsam und schluckweise trinken.
2 Tassen täglich.
Blutwurztee zur Darmreinigung
Trinken Sie sechs Wochen lang pro Woche eine Tasse Blutwurz-Tee. Dies reinigt den Darm.
Bevor Sie sich selbst mit Heilkräutern behandeln fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker!
Vorsicht
Empfindliche Menschen können nach dem Verzehr von Blutwurz manchmal Magenreizungen und Erbrechen bekommen.