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Süßholz

Im Süßholz (Radix Liquiritiae) sind Inhaltsstoffe enthalten, die verschiedenste Heilwirkungen haben, z. B. helfen sie bei Husten, gegen Magengeschwüre und gegen Entzündungen.


Das Süßholz war die Arzneipflanze des Jahres 2012.

Als Süßholz bezeichnet man die Wurzel der Süßholzpflanze. Süßholz ist wahrscheinlich allen von uns bekannt, denn aus ihm, besser gesagt aus seinem Saft, stellt man die leckere Lakritze her. Auch wenn der Anteil von Süßholz in der Lakritze immer weiter absinkt, ist es immer noch ein wesentlicher Bestandteil der Lakritze. Von ihr kommt nicht nur der Geschmack, auch die dunkle Farbe rührt vom Süßholz.


Lakritzensaft ist übrigens nicht nur etwas für den Gaumen: Er hat schaumbildende Eigenschaften und wird daher auch Feuerlöschmitteln zugesetzt.

Das Süßholz gehört zu den ausdauernden Pflanzen, es mag warme Gegenden und tiefe Erdböden. Die Heilpflanze kann bis zu 2 m groß werden, die aufrecht wachsenden gestreiften Stängel sind innen hohl. Die Wurzel verholzt schnell und wächst auffällig verzweigt im Erdboden.


Nach dem Winter wachsen aus den Wurzeln viele neue Stängel, an denen wiederum unpaarige gefiederte Blätter wachsen. Die Pflanze erblüht im Juni oder Juli in einem milden Blau bis Violett. Aus diesen Blüten bilden sich die Samen der Pflanze.


Schon in der Antike und im Mittelalter war die Wirkung des Süßholzes bekannt. Die alten Griechen und die alten Ägypter nahmen das Süßholz zum Beispiel gegen Asthma, Husten, bei Heiserkeit oder bei Beschwerden in der Brust. In der TCM, der traditionellen chinesischen Medizin, ist das Süßholz eines der 50 Basiskräuter.



Wie schon erwähnt, bezeichnet man mit Süßholz eigentlich die Wurzel der Süßholzpflanze. In dieser Wurzel ist der Inhaltsstoff Glycyrrhizin enthalten, der dem Süßholz seinen typischen Geschmack verleiht.


50-mal süßer als Zucker

Ursprünglich stammt das Süßholz aus Südeuropa, dem Orient und Asien. Man nennt es auch die "süße Wurzel". Diese Süße kommt vom Inhaltsstoff Glycyrrhizin, der wesentlich süßer ist als Zucker.


Die Süßkraft des Süßholzes ist übrigens ca. 50-mal höher als die des Rohrzuckers, also sehr süß. Neben dem enthaltenen Glycyrrhizin gibt es im Süßholz noch andere sehr wirksame Stoffe, z. B. die Saponine. Saponine gelten als entzündungshemmend und schleimtreibend bzw. schleimlösend.



Das Süßholz ist eine mehrjährige Pflanze mit einem holzigen Stamm, die bis zu 2 Meter groß werden kann. Die Wurzeln des Süßholzes wachsen lang und horizontal in der Erde, und wohl jeder kennt das berühmte Produkt, das daraus hergestellt wird: die Lakritze.


Zu den Wirkstoffen, die im Süßholz enthalten sind, gehören unter anderem Flavonoide, Vitamin B1, B2, B3, B5 und Vitamin E. Hinzu kommen Mineralien wie Phosphor, Kalzium, Cholin, Eisen, Magnesium, Kalium, Selen, Silicium, Zink und schließlich noch ätherische Öle.


Gesundheitliche Wirkung des Süßholzes

In der Naturheilkunde verwendet man das Süßholz zur Heilung von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren, als Abführmittel, beim Husten, es stärkt zudem den Blutdruck.

Das Süßholz lässt sich als Aufguss oder in Form einer Tinktur verwenden.

Die beliebteste Form der Anwendung ist bei den meisten Menschen aber als Lakritze.


Die Wurzel des Süßholzes fördert den Auswurf, es löst Krämpfe, hemmt Entzündungen, es wirkt antibakteriell und fungizid, also pilztötend.


Süßholzextrakte steigern den Blutdruck, Menschen mit einem zu hohen Blutdruck müssen also aufpassen. Menschen mit einem zu niedrigen Blutdruck hingegen können davon profitieren, indem sie regelmäßig einen Tee trinken.


Die Heilpflanze hat eine blutreinigende Wirkung, sie steigert die Nierenfunktion und hilft dem Körper, Giftstoffe auszuleiten.


Das Süßholz lindert Entzündungen, besonders bei einem Katarrh, bei Magengeschwüren und bei Darmgeschwüren.

Das Süßholz wirkt besonders gut bei Menschen, die durch eine Krankheit geschwächt sind, etwa in den Wechseljahren, nach einer langen Krankheit oder durch dauernden Stress und Druck.




Wechseljahre und PMS

Die Wurzel der Pflanze hilft bei Wechseljahresbeschwerden und Beschwerden durch die bevorstehende Menstruation, dem prämenstruellen Syndrom (PMS).

In den Wurzeln sind Isoflavone enthalten, die die Östrogen- und Progesteronbalance im Körper wiederherstellen helfen.


Studien zeigten günstige Einflüsse bei der Verringerung von nächtlichen Hitzewallungen, außerdem eine generelle physische und psychische Besserung des Befindens.


In Süßholz sind Phytoöstrogene enthalten, die Krämpfe und Schmerzen während der Menstruation abmildern.


In den Wechseljahren kann der Wirkstoff Glycyrrhizin die körpereigenen Hormonstoffe und Botenstoffe verstärken und diese unterstützen. Frauen in den Wechseljahren sollten sich also überlegen, ob sie Süßholzprodukte in der Menopause einsetzen möchten. Dadurch werden eventuell die Beschwerden gebessert.


Depression

Studien zeigten, dass Bestandteile des Süßholzes gegen depressive Verstimmungen in der Pre- und Postmenopause bei Frauen helfen können.

Im Süßholz sind Mineralien wie Magnesium, Kalzium und Betacarotin, außerdem Flavonoide, enthalten, die für diese Wirkung auslösend sind.

Das Süßholz beinhaltet Stoffe, die cortisonähnlich wirken, die jedoch nicht dessen schädliche Nebenwirkungen haben. Ausgenommen davon ist eine Langzeitanwendung oder hohe Dosen der Süßholzwurzel, denn dann können ähnliche Beschwerden auftreten wie bei einer üblichen Verwendung von Cortison. Man kann zum Beispiel versuchen, Allergien und Heuschnupfen mit Süßholz zu bessern, bei manchen Menschen hilft es.

Schon Dioskurides erwähnte die Wurzel in einem Saft gegen "Rauheit der Luftröhre", gegen Magenbrennen und Brust- und Nierenbeschwerden.


In der Naturheilkunde kennt man die Süßholzwurzel zur inneren Anwendung bei Blinddarmentzündungen, Verstopfungen, Magen- Darm- und Harnsystementzündungen, zur Förderung der Menstruation, zur Steigerung der Milchbildung nach der Geburt und zur Harnausscheidung. Früher verwendete man die Süßholzwurzel auch gegen Epilepsie und als potenzsteigerndes Mittel.


Nach Operationen

Eine Studie in Österreich zeigte, dass Patienten bei Lungenoperationen, bei denen ein Doppellumentubus in den Rachen zur Beatmung eingeführt wurde, oft nach der OP unter Halsschmerzen, Heiserkeit und Husten litten.

Gab man diesen Patienten Süßholz, so verringerte sich die Stärke der Beschwerden wesentlich. Außerdem waren die Erkrankten zufriedener und hatten allgemein weniger Nebenwirkungen durch die Anästhesie.

Man kann dazu Fertigpräparate verwenden, aber auch einfach Lakritzstangen oder Lakritztaler essen, denn diese helfen ebenso, so der Studienleiter.


Aphthen und Geschwüre

Studien haben gezeigt, dass das Süßholz zur Behandlung schmerzhafter Aphthen und Geschwüre im Mund helfen kann. Aphten sind kleine, nicht ansteckende Läsionen, die auf dem Mundgewebe oder auf dem Zahnfleisch entstehen.

Die Studien zeigten, dass sich durch die Verwendung von den Süßholzextrakten die Beschwerden wesentlich besserten, besonders die Schmerzen und Entzündungen.

Zudem wurde die Heilung beschleunigt und generell die Immunabwehr des Körpers gestärkt.


Für die Leber

Andere Studien haben belegt, dass das Süßholz besonders leberschützend ist. Das enthaltene Glycyrrhizin unterstützt die Leber in ihren Funktionen, das Flavonoid lsoliquiritigenin wirkt antioxidativ. Die Leber wird vor dem so genannten oxidativen Stress geschützt, außerdem helfen die Wirkstoffe in Zeiten, in denen der Mensch zu viel Fett zu sich nimmt.


Magenerkrankungen

Die Glycyrrhizinsäure des Süßholzes wirkt gegen Helicobacter-pylori-Bakterien und stärkt die Verdauung.


Rheumatoide Arthritis

Die Extrakte des Süßholzes sind entzündungshemmend, können so gegen die Beschwerden einer rheumatoiden Arthritis helfen, wie Studien zeigten. Das Süßholz lindert außerdem die typischen Schmerzen und Schwellungen.


Krebs

Süßholz kann laut Studien das Wachstum von Brustkrebszellen verlangsamen, bzw. die Neubildung von Krebszellen verhindern. Süßholz erwies sich außerdem als hilfreich bei chronischer Prostatitis und Prostatakrebs.


Husten

Man kann das Süßholz bei Hustenbeschwerden in den verschiedenen oben vorgestellten Formen einsetzten, also als Aufguss, als Tinktur oder in Form des leckeren Honigs, in dem das Wurzelpulver ist. Mein Favorit ist der Honig, aber das kann ja jeder selbst entscheiden.

Alle drei Möglichkeiten sorgen dafür, dass Verschleimungen sich lösen und der Schleim ausgehustet werden kann, sie lösen Krämpfe und unterdrücken so übermäßigen Hustenreiz.

Die antibakteriellen Eigenschaften unterstützen außerdem den Körper dabei, die auslösenden Krankheitskeime unschädlich zu machen.


Magenbeschwerden

Bei Schmerzen im Magen und bei Magenentzündungen kann die Wurzel die Beschwerden bessern und der Heilung helfen. Sie kann sogar noch "junge" Magengeschwüre wieder abheilen lassen.


Das Verdauungssystem wird angekurbelt, die Süßholzwurzel wirkt leicht abführend.


Blutreinigung

Die reinigende Wirkung des Süßholzes kann übrigens auch das Blut reinigen, früher führte man damit Blutreinigungskuren durch.


Rauchen

Wer noch Raucher ist und damit aufhören möchte, der kann einmal versuchen, anstatt an einer Zigarette zu ziehen auf etwas Süßholzwurzel zu kauen. Es gibt Menschen, denen das geholfen hat, von ihrer Sucht loszukommen.


Das Immunsystem

Süßholz steigert die Immunabwehr des Körpers. Die Immunzellen werden angeregt, Viren und Bakterien schneller zu bekämpfen.


Tuberkulose

Laut Studien hilft die Pflanze gegen Lungentuberkulose und beschleunigt die Genesung davon.

Die Heilpflanze enthält antimikrobielle Wirkstoffe, die gegen Lungeninfektionen helfen können.


Infektionen

Das Süßholz wirkt teilweise antiviral, antimykotisch, antibakteriell, es hemmt zum Beispiel das Wachstum von Herpesviren.


Cholesterin

Enthaltene Wirkstoffe helfen bei einem zu hohen Cholesterinspiegel, das Flavonoid Glabridin verringert die Vermehrung von LDL-Cholesterin und hilft bei der Vermeidung von Atherosklerose oder einem Schlaganfall.


Beschwerden mit den Atemwegen

Das Süßholz ist hilfreich bei der Behandlung von Halsschmerzen, bei Erkältungsbeschwerden, bei Lungenerkrankungen und Bronchitis.

Es hilft außerdem, die oberen Atemwege von Bakterien und Viren zu befreien. Es löst Verschleimungen und unterstützt das Abhusten von Schleim aus den Bronchien.


Studien haben gezeigt, dass das Süßholz gegen Verengungen der Luftwege hilft und so bei Asthma vorteilhaft sein kann.


Entgiftung

Das Süßholz wirkt abführend, es fördert außerdem die Entgiftung des Körpers.

Studien zeigten, dass Lakritzextrakte, regelmäßig eingenommen, die Belastung von giftigen Stoffen im Körper senken kann.


Für die Haut

Das Süßholz hat besonders hautwirksame Inhaltsstoffe, die bei allerlei Erkrankungen der Haut helfen können, so bei Ekzemen oder Schuppenflechte.


Studien zeigten außerdem, dass die äußerliche Anwendung des Süßholzes zur Besserung von Schwellung und Juckreiz auf der Haut nützlich sein kann.


Zur Haarpflege

Das Süßholz hilft wirkungsvoll bei der Gesunderhaltung der Kopfbehaarung, es hilft gegen fettiges Haar und Schuppenbildung.


Zahngesundheit

Die Heilpflanze kann präventiv gegen Karies und Zahnfleischentzündungen helfen.

Die enthaltenen antimikrobiellen Wirkstoffe helfen gegen die Bakterien, die im Zahnbelag vorhanden sind. Der Zahnbelag und Mundgeruch werden reduziert.


Süßholzwurzel wird deshalb seit jeher in Mundpflegeprodukten wie Zahnpasten und Mundspülungen eingesetzt. Die Einwohner in den Gebieten, in denen das Süßholz zu Hause ist, verwenden die Wurzeln traditionell als Zahnbürste.


Kognitive Funktionen

Studien zeigten, dass der enthaltene Wirkstoff kognitiven Beeinträchtigungen vorbeugen kann, etwa einem Gedächtnisverlust im Alter oder einer Lernschwierigkeit bei Kindern.


Hepatitis C

In Japan stellte eine Studie fest, dass die Wirkstoffe Glycyrrhizin und Glycyrrhizinsäure gegen Hepatitis-C helfen können. Weitere Studien sind aber nötig.


Herpes

Amerikanische Studien zeigten eine Wirkung gegen Herpesviren. Herpesviren trägt fast jeder Mensch in sich, bei vielen kommt es aber nie zum Ausbruch der typischen Symptome. Meist kommt es zu den schmerzenden Lippenbläschen, wenn man unter Stress steht oder körperlich geschwächt ist.


Magenschwüre

Studien zeigten eine positive Wirkung bei einem peptischen Magengeschwür. Nach maximal drei Monaten täglicher Anwendung hatten 78 % der Patienten deutlich weniger Beschwerden.

Radiologische Untersuchungen bestätigten bei 50 % der Studienteilnehmer vollständige bzw. fast vollständige Heilung, bei weiteren 40 % wenigstens eine deutliche Besserung.

Gleiches gilt auch für andere Arten von Magengeschwüren.


Kulinarische Anwendung

Das Süßholz ist ein Aromastoff für Süßwaren wie Lakritze und Bonbons, dafür wird das Süßholz schon seit der Antike geliebt.


Süßholz wird außerdem in der Tabakindustrie für Zusätze in Zigarren, Zigaretten und Rauchmischungen benötigt.

Es gilt als Geschmacksverstärker als auch Feuchtigkeitsregulator in Tabakerzeugnissen.


Lakritze trifft man außerdem in Getränken an, wie in manchen Biersorten, da es für einen schönen Schaum sorgen kann.


Sagen und Geschichten

"Süßholz raspeln" bedeutet, sich bei jemandem beliebt machen zu wollen, sich einschmeicheln zu wollen.


In Oberfranken wird die Lakritze auch "Bärendreck" genannt.


Im 10. Jahrhundert soll die heilige Kunigunde, einer Sage nach, der Stadt Bamberg, ihrer Lieblingsstadt, die Süßholzpflanze geschenkt haben. Seitdem wird dort das Süßholz angebaut.


Wenn man Süßholzstangen kaut, soll das aphrodisierend wirken.


Theoprast empfahl das Süßholz bereits im 3. Jhd. v. Chr. gegen Hustenbeschwerden.


Die römischen Soldaten, die auf ihren langen Feldzügen nicht allzu viel mitnehmen konnten, hatten trotzdem meist etwas Süßholz dabei, weil es bei Husten half und weil es den Durst unterdrückte.


Wirkung und Anwendung von Süßholz

  1. blutdrucksteigernd
  2. blutreinigend
  3. Bronchitis
  4. entzündungshemmend
  5. Gicht
  6. harntreibend
  7. Husten
  8. Kopfschmerzen
  9. Magengeschwür
  10. Migräne
  11. Rheuma
  12. schleimlösend
  13. schmerzlindernd
  14. Sodbrennen
  15. Verstopfung
  16. Zwölffingerdarmgeschwüre






Übersicht


Verwendete Pflanzenteile des Süßholzes

Verwendet werden die Wurzeln der Pflanze.



Sammelzeit des Süßholzes

Gesammelt wird im März und im April, zudem im September und Oktober.



Edelsteine

Granat und Rhodonit



Planet

Merkur



Anwendungsbeispiele und alte Rezepte rund um das Süßholz







Ein Tee

Die am meisten verwendete Anwendungsform der Wurzeln ist in Form eines Tees.

Dabei wird der Süßholztee nicht alleine wegen seines Wirkungsspektrums getrunken, sondern auch einfach wegen seines exquisiten Geschmackes.

Um einen Tee herzustellen, geben Sie 2 TL der Süßholzwurzeln in 250 ml kochendes Wasser und lassen Sie sie darin eine viertel Stunde ziehen. Danach wird der Tee abgesiebt und schluckweise getrunken. Trinken Sie bis zu 3 Tassen davon am Tag.

Beachten Sie bitte die Anwendungseinschränkungen am Ende der Seite. Außerdem sollte man diesen Tee nicht dauerhaft trinken, sondern alle 4 Wochen eine Pause von wenigstens 4 Wochen machen.



Süßholz gegen Hustenreiz

Der Inhaltsstoff Glycyrrhizin des Süßholzes macht es nicht nur süß, er hat auch eine entzündungshemmende und schleimlösende bzw. auswurffördernde Wirkung.

Man setzt das Süßholz deswegen gerne in Hustensäften ein. Zähflüssiges Sekret in den Bronchien wird verflüssigt und kann leichter abgehustet werden.

Zusätzlich hemmt der Wirkstoff Glycyrrhizin das Wachstum von Bakterien, Pilzen und Viren. Bei Husten ist reichlich Süßholztee also genau das Richtige!

Nehmen Sie dafür einen halben Teelöffel fein geschnittenes Süßholz und übergießen Sie dies mit einer Tasse kochendem Wasser. Fünfzehn Minuten ziehen lassen und mehrmals am Tag eine warme Tasse dieses Tees trinken.



Eine Hustenmischung

Wenn Sie unter Husten leiden, kann folgende Teemischung vielleicht helfen:

Sie brauchen dazu

8 g Anissamen,

15 g Fenchelsamen,

20 g Süßholzwurzeln

und 8 g Spitzwegerichblätter.

Mischen Sie alle Zutaten miteinander, geben Sie dann 2 Teelöffel der Mischung in eine Tasse heißes Wasser. Sie sollten in den Tee, wenn er ca. auf 40 Grad abgekühlt ist, einen Esslöffel Honig geben, denn der Honig schmeckt zum einen vorzüglich, zum anderen verstärkt er die Wirkung des Tees.

Der Tee kann übrigens auch für Kinder verwendet werden, da er süß schmeckt und so auch wirklich gerne getrunken wird.



Eine Tinktur

Man kann eine Süßholztinktur relativ leicht selbst herstellen, indem man in ein Schraubglas

ca. einen halben Liter Wodka gibt und dann eine Handvoll Süßholzwurzeln dazugibt.

Das Glas dann zuschrauben und 4 Wochen stehen lassen, danach die Tinktur absieben und in eine Braunglasflasche umfüllen.

Die Tinktur nimmt man bis zu dreimal am Tag ein, jeweils bis zu einem Schnapsglas davon. Man kann die Tinktur auch in etwas Wasser verdünnen, wenn sie zu stark ist.



Ein Süßholzhonig

Die Teemischung mit dem Honig weiter oben ist ja schon gut gewesen, man kann aber auch gleich einen Süßholzhonig selber machen. Mischen Sie dazu pulverisierte Wurzeln mit doppelt so viel Honig und mischen Sie alles sehr gut miteinander. Den fertigen Honig kann man schließlich einnehmen.



Magenbeschwerden

Wenn Sie unter Magenbeschwerden leiden, können Sie Wurzelteile kauen, das vertreibt die Beschwerden. Hilft auch bei Heißhunger und soll sogar bei einem Kater helfen.



Zu Pulver zerriebene Wurzeln können Sie in etwas kaltes Wasser geben und dann trinken. Dieses Getränk schmeckt ganz gut und entwickelt ebenfalls die Heilwirkung der Wurzeln. Wenn Sie unter Husten leiden, können Sie etwas Thymian zugeben, bei einem Magengeschwür etwas Fenchel.


Sie können auch einen Presssaft aus den Wurzeln pressen und diesen dann aufkochen. Diesen Saft trinkt man dann esslöffelweise, in einem Glas Wasser.



Süßholz schützt die Magenschleimhaut

Man setzte es früher deshalb auch gegen Magengeschwüre und Geschwüre des Zwölffingerdarms ein. Da die Wirkung jedoch nicht mit heutigen modernen Mitteln mithalten kann und die Erkrankungen relativ schwerwiegend sind, werden heutzutage überwiegend andere Medikamente bei diesen Erkrankungen eingesetzt.



Bevor Sie sich selbst mit Heilkräutern behandeln, fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker!

Die oben verwendeten Artikel können Sie hier kaufen:




Pflanztipps


In besonders gemäßigten Regionen lässt sich das Süßholz im eigenen Garten anpflanzen.


Sie können dazu Samen oder gekaufte Stecklinge verwenden. Der Standort der Pflanze sollte, wenn es geht, recht warm, in der Sonne und dennoch wettergeschützt sein.


Als Erde für die Pflanze bietet sich lockere Erde an, wodurch Wurzeln besonders gut wachsen können.



Tipps zum Ernten und Sammeln von Süßholz

Die Süßholzwurzel wächst erst dick und pfahlartig, später bilden sich viele dünnere Nebenwurzeln, die sehr lang werden können, bis zu 2 Meter. Das Sammelgut sollte nur aus den dünnen Nebenwurzeln bestehen, da eine Beschädigung der Hauptwurzel der ganzen Pflanze schaden würde. Nach dem Ernten gibt man wieder Erde auf die verbleibenden Wurzeln.


Die Wurzeln des Süßholzes werden im Herbst gesammelt, das heißt sie werden ausgegraben und dann gereinigt und abgeschält. Dann trocknet man sie sonnig und luftig. Danach kann man sie in einer Dose aufbewahren.


Den typischen Lakritzengeschmack bekommt man durch Abkochen der Wurzeln. Diese Abkochung lässt man reduzieren und gibt je nach Geschmack Zucker dazu.


Sie können die getrockneten Wurzeln zu einem Pulver zerreiben oder in ca. 2 cm lange Stücke schneiden und dann einlagern. Sie können aber auch gleich eine Tinktur daraus herstellen. Wie das geht, wurde oben schon erwähnt.


Süßholz als Gewürz

Das Süßholz schmeckt süß und wärmend, es erinnert leicht an den Geschmack des Anises, hat aber einen bitteren und etwas salzigen Nachgeschmack.


Süßholz kann man in komplett trockener Form fast unbegrenzt lange lagern, allerdings sollte dies in einer komplett luftdichten Dose sein.


Süßholz ist zum Beispiel ein Geschmackgeber in Spirituosen, zum Beispiel in Sambuca und Pastis.


Lakritzbonbons stellt man aus Wurzelpulver, Zucker, Mehl, Wasser, Gummi arabicum (man kann auch Gelatine nehmen) her.

Der Geschmack der heute käuflichen Lakritze kommt jedoch meist von Anisöl, nur das Süße der Lakritze kommt noch vom Süßholz.


In Marokko kennt man das Wurzelpulver für Tintenfischgerichte.


Das vielleicht bekannte chinesische Fünf-Gewürze-Pulver beinhaltet Süßholz ebenso wie die berühmte Sojasoße. Generell findet man in asiatische Marinaden und Brühen oft etwas Süßholz.


In Holland kennt man salzige Lakritzbonbons, in Norddeutschland ebenso.


In der Türkei wird die Wurzel auch schon mal frisch gekaut und zum Backen verwendet.


Das Gewürz passt besonders gut zu Fenchel, Kassiazimt, Nelken, Ingwer, Szechuanpfeffer, Koriandersamen und Sternanis.


Vorsicht - Risiken und Nebenwirkungen


Die Süßholzwurzel kann in manchen Fällen Müdigkeit, eine unregelmäßige Monatsblutung, Nierenerkrankungen und Ödeme auslösen. Dazu muss man aber schon sehr viel davon zu sich nehmen.


Menschen mit hohem Blutdruck und Herzbeschwerden sollten ebenso nur wenig Süßholzprodukte, wie Lakritze, zu sich nehmen.


Das Süßholz hat eine östrogenähnliche Eigenschaft, hormonsensitive Krankheiten wie Brustkrebs, Eierstockkrebs und Gebärmuttermyome können dadurch negativ beeinflusst werden.


Schwangerschaft und Stillzeit

Ein überschwänglicher Konsum sollte vermieden werden, da es bei hoher Dosierung zu Beschwerden wie einer Frühgeburt oder Fehlgeburt kommen könnte.


Süßholz kann den Testosteronspiegel des Mannes verändern, das sexuelle Interesse könnte dadurch zurückgehen.


Süßholz - Nicht zu viel davon!

Eine übermäßige Einnahme von Süßholz kann zu ähnlichen Nebenwirkungen wie die von Kortison führen. Als weitere Folge einer zu langen oder zu hohen Einnahme können Bluthochdruck, Ödeme oder Kaliummangel sein. Schwangere Frauen oder Menschen, die diesbezüglich bereits vorbelastet sind, sollten grundsätzlich keine Süßholzwurzel verwenden.














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Thema: Heilkräuter

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Wissenschaftliches

Die Kommission E nennt eine Anwendungsmöglichkeit von Süßholz bei Atemwegserkrankungen oder auch bei Magengeschwüren und Zwölffingerdarmgeschwüren.

Süßholz wirkt gegen Viren und Bakterien, hemmt Entzündungen und ist antioxidativ, kann deshalb wohl auch Krebs vorbeugen.





Das Süßholz ist gut für eine klare Stimme, helle Augen und einen milden Sinn. Auch dem Geisteskranken hilft es, weil es die Wut, die in seinem Gehirn ist, auslöscht.

Hildegard von Bingen









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Letzte Änderung am Mittwoch, 25.2.2015, 15:26:23 Uhr


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