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Schlüsselblume

Die Wurzeln der Schlüsselblume (Primula veris) können durch ihre heilenden Inhaltsstoffe besonders mild gegen festsitzenden Husten helfen. Die Wirkung gegen Husten ist inzwischen auch wissenschaftlich belegt.


Schlüsselblume

Leider ist die Schlüsselblume in letzter Zeit bei uns immer seltener geworden, es liegt wohl an der zunehmenden Umweltverschmutzung und der landwirtschaftlichen Nutzung der Flächen. Sie ist aber immer noch eine der ersten Blumen, die im Frühjahr erblühen.


Die Schlüsselblume ist eine bei uns heimische Pflanze. Sie gehört zu den mehrjährigen Pflanzen und wird bis zu 30 cm groß. Man findet sie auf Wiesen und in Gebüschen, auch an Waldrändern wächst die inzwischen geschützte Pflanze. Ab März erscheint der Stängel der Pflanze, an dem keine Blätter wachsen. Ende März bis in den Mai wachsen und öffnen sich die wunderschönen gelben Blüten, die teils auch orangefarbene Farbkleckse haben und die etwas nach Honig duften. Die Blüten stehen in baumelnden Trauben an der Spitze des unverzweigten Blütenstieles. Die Schlüsselblume hat längliche oder oval geformte, leicht borstige Blätter, die in einer Rosette am Fuße der Pflanze stehen.


Die Schlüsselblume ist eine geschützte Pflanze, man sollte (man darf!) sie deshalb nicht sammeln.

Und überhaupt sieht ein solch schönes Blümelein doch am schönsten aus, wenn es in der freien Natur steht...


Wirkung und Anwendungsgebiete

Vorweg: Die Blätter der Pflanze haben in ungefähr die gleichen Wirkungsgebiete wie die Wurzeln, allerdings sind sie in der Wirkung nicht ganz so stark.


Die Blätter als auch die Blüten der Heilpflanze haben eine schleimlösende Wirkung, sie wirken schweißtreibend, sie sind schmerzstillend und harntreibend.


Die Schlüsselblume hilft bei nervösen Beschwerden, bei Kopfweh und Migräne oder bei Nervenschmerzen, sie hilft bei nervlicher Anspannung, also zum Beispiel bei Stress. Sie hat eine beruhigende Wirkung auf die Nerven, man kann besser schlafen.


Die Schlüsselblume stärkt auch ein geschwächtes Herz, zudem hilft sie gegen Ödeme, also Wasseransammlungen, in den Füßen. Das überschüssige Wasser wird ausgeschwemmt. In der Naturheilkunde kennt man zudem die Anwendung bei einer Herzmuskelentzündung oder auch einer verstärkten Neigung bzw. einem erhöhten Risiko zu einem Schlaganfall.

Verschleimungen

Die Wurzel dieser Heilpflanze hat lösende Eigenschaften, sie löst Verschleimungen und verflüssigt den Schleim, damit der Schleim aus den Atemwegen abgehustet und abgeleitet werden kann. Das Kraut wird auch heute noch gegen einen hartnäckigen Husten, vor allem auch chronischen Husten, empfohlen. Ebenso gegen eine Bronchitis und Schleimansammlungen in den Lungen.


Die Wurzel der Schlüsselblume ist ein leicht wassertreibendes als auch antirheumatisches Mittel, außerdem ist es hilfreich zur Herabsetzung der Blutgerinnung.


Schlüsselblumenblüten gelten als beruhigendes Mittel, sie helfen Menschen mit bestimmten Schlafbeschwerden (Insomnie) und ständiger Überaktivität, speziell auch bei Kindern.


Dazu kommt eine entzündungshemmende und krampflösende Wirkung, die die Blüten hilfreich im Kampf gegen Asthma-Erkrankungen und unterschiedliche allergische Beschwerden werden lässt.


Seit alters her empfehlen Kräuterkundige einen Blütentee auch zur Behandlung von Hautbeschwerden.


Die Schlüsselblume ist bekannt als Mittel gegen Krämpfe, Lähmungen als auch rheumatische Schmerzreaktionen des Körpers. Das Heilkraut enthält Saponine und Salicylate, die man vielleicht aus dem Schmerzmittel Aspirin kennt, die entzündungshemmend, fiebersenkend und schmerzstillend wirken.


Die Wurzel der Schlüsselblume hat besonders viele Saponine in sich, die beim Abhusten von Schleim helfen können, ohne dass es zu einem Brechreiz kommt. Ein solcher Tee eignet sich besonders bei älteren Menschen, da dadurch auch der Kreislauf nicht belastet wird.

Seit langer Zeit kennt man daher Tees gegen verschleimte Bronchien.


Ein Tee ist herzstärkend, hilft gegen Schwäche, gegen Gicht und Rheuma, beugt einem Schlaganfall vor und hilft bei einem Schlaganfall, wenn dadurch das Sprechen nicht mehr möglich ist.


Eine Tinktur aus den Blüten, den Blättern und den Wurzeln setzt man gegen Rheumabeschwerden und bei Migräne ein. Aber auch gegen Spannungskopfschmerzen kann diese Tinktur helfen.


Die Schlüsselblume gilt auch als so genannte Magnesiumpflanze: Wenn man zu wenig Magnesium im Körper hat, wenn man also zum Beispiel öfters unter Wadenkrämpfen leidet, kann man die Schlüsselblume nehmen. Sie regt den Körper dazu an, mehr Magnesium aus der Nahrung zu extrahieren.


Die krampflösenden Eigenschaften der Schlüsselblume sind Grund genug dafür, dass die Wissenschaft heute die Wirkung gegen Zittern, Epilepsie oder sogar die Parkinsonkrankheit untersucht. Ergebnisse stehen aber noch aus.


Frühere Anwendungen

Schlüsselblumenblüten in Wein angesetzt haben eine leicht narkotisierende Wirkung, angeblich gab man früher in England den Kindern diesen Wein, wenn die Kinder nicht zur Ruhe kamen. Aus heutiger Sicht undenkbar...


Die Blütenblätter kann man in kandierter Form auch in Desserts geben, man kann aber auch Konserven und Marmelade daraus herstellen.


Im 18. Jahrhundert war es nicht unüblich, die Blüten zu essen, da diese das Gehirn stärken. Pulverisierte Wurzeln kochte man in Bier und gab dies Personen mit schwachen Nerven zu trinken.


In alten Kräuterbüchern der Antike findet man Eintragungen, die die Schlüsselblume gegen Muskelrheuma empfehlen, ebenso glaubte man im antiken Griechenland, dass das Kraut Lähmungen heilen könne.

Früher stellte man ein Öl aus den Schlüsselblumenblüten her, das zur Behandlung von Prellungen verwendet wurde.


Früher wurden die Blüten der Schlüsselblume nicht nur als beruhigendes oder schlafförderndes Mittel eingesetzt, sondern ebenso als sanftes Narkosemittel.


Im Mittelalter wurde die Schlüsselblume auch gegen Lähmungen oder Gicht verwendet, auch zur Herzstärkung oder zur Behandlung von Wunden.


Sagen und Sagenhaftes zur Schlüsselblume

Die heilige Hildegard von Bingen bezeichnete die Schlüsselblume als Himmelsschlüssel, der den Himmel aufzuschließen vermag. Sie setzte sie gegen depressive Zustände und als wärmende Pflanze ein.


Bei den Kelten setzten die Druiden wahrscheinlich die Schlüsselblumen für Frühlingsfeste ein, weil sie eine der ersten Blüten im Frühjahr sind und so den Frühling ankündigen.

Die Schlüsselblume hält angeblich Besucher, also ungewollte Besucher, fern, wenn man sie im Vorgarten anpflanzt.


Die Schlüsselblume soll die eigene Schönheit erhalten, wenn man sie immer bei sich hat. Auch vergangene Schönheit soll dadurch wiederkommen.


Man sagte, dass eine Schlüsselblume besonders magisch und zauberkräftig sei, wenn sie zu Weihnachten blühte.


Wenn man allein sein möchte, sollte man Schlüsselblumenblüten auf die Türschwelle streuen, das hält Besucher fern.


Wenn eine Frau heiraten möchte, so solle sie ihr Gesicht in Schlüsselblumenmilch waschen, das helfe dabei, den Liebsten für die Hochzeit zu begeistern.


"Wo die Biene saugt, bin zu saugen ich; In einer Schlüsselblumen Glocke liege ich."
William Shakespeare, Der Sturm, Akt 5, Szene 1

Der große englische Schriftsteller William Shakespeare schrieb sieben Mal in seinen Werken über die Schlüsselblume - ein Zeichen dafür, dass die Engländer die Pflanze so sehr verehren. In England heißt es zum Beispiel, dass auch die Feen die Blüten lieben und dass sie immer in der Nähe der Schlüsselblume sind.


Man glaubte auch, dass sich Feen hinter oder in den Blüten verstecken, wenn sie von etwas erschreckt werden oder sie Angst haben.


Die Schlüsselblume soll auch dabei helfen, das Gold der Feen zu finden, welches sie zwischen den Felsen versteckt halten.


Nicholas Culpeper, ein englischer Pflanzenkundiger des 17. Jahrhunderts, vertrat die Meinung, dass eine Salbe aus der Schlüsselblume oder ein destilliertes Wasser aus der Pflanze jede Frau hübscher werden ließe. In der heutigen Zeit stellt man aus dem Heilkraut Lotionen zur Hautreinigung her. Die Schlüsselblume in Form einer Hautreinigungslotion kann zum Beispiel gegen Pickel, Akne und andere Hautunreinheiten helfen.


Die Schlüsselblume soll dem Zaubergarten der Muttergöttin stammen, man ordnet sie Freya, der Aphrodite oder der wunderschönen Venus zu. Im Laufe der Zeit schließlich wurde sie die Pflanze der Jungfrau Maria und des Petrus, seines Zeichens Wächter des Himmelstores.


Auch heut gibt es noch den Brauch, dass die Schlüsselblume die erste Heilpflanze sein soll, die man nach dem Winter essen oder trinken soll, denn nur dann könne man auch die Heilkräfte der anderen Pflanzen in sich aufnehmen, die im Laufe des Jahres noch wachsen.


Pflückt man die Schlüsselblume, bevor die Sonne aufgeht, und hebt man sie bis zur Walpurgisnacht auf und verfüttert sie dann dem Vieh, kann dies vor Krankheiten schützen.


Findet eine junge Dame in der Karwoche eine erblühte Schlüsselblume, wird sie noch im gleichen Jahr ihre Hochzeit feiern.


Laut Bauernregel wird auch die Gerste sehr groß, wenn die Schlüsselblume einen langen Blütenstängel trägt. Das bedeutet, dass es ein gutes Jahr wird.


Plinius, ein Kräuterkundiger im alten Rom, schrieb, dass keltische Priester die Schlüsselblume für einen Trank verwendeten, der euphorisch und begeisterungsfähig machte. In den Trank kamen ebenso Honig, Weizen, Isenkraut, Heidelbeeren und Moos. Der Trank wurde durch "den Hauch junger Priesterinnen erhitzt, bis er qualmte".

Beim Sammeln der Zutaten musste man barfuß sein, dabei ein Gebet vor sich hinmurmeln, man durfte mit niemandem reden und vor allem das Kraut, während man es pflückte, nicht anschauen! Und auch nach dem Pflücken sollte man es schnell unter seinem Gewand verbergen!


Wenn man in der Nacht zum Johannitag (23. auf 24. Juni) beim ersten Schrei des Hahnes eine Schlüsselblume pflückte und sie unter den Dachboden legte, dann musste man abwarten, wie schnell das Kraut frisch blieb. Blieb es länger als 12 Tage frisch, so fand im gleichen Jahr noch die eigene Hochzeit statt.


Hieronymus Bock empfahl in seinem "New Kreutterbuch" das Schlüsselblumenkraut gegen alle möglichen innerlichen Gebrechen. Ein Tee daraus solle schwachen kranken Menschen helfen, die vor sich hin siechten oder die "der Schlag" getroffen hat.


Matthiolus (er starb 1577) hatte ebenfalls schon die Wirkung bei einem Schlaganfall auf dem Schirm: "... es bringe die Sprache wieder, es stärkt das Herz."


Der Kräuterpfarrer Kneipp kochte Schlüsselblumenkraut in Wein, vor allem aber die Blüten der Heilpflanze, was er dann über einen längeren Zeitraum hinweg gegen Gicht und, ebenfalls wieder, nach Schlaganfällen gab.


Im Buch "Chrut und Uchrut" schrieb Künzle: "Nimm einen Tee aus frischem Schlüsseli, gib heißes Wasser dazu und lass das eine Viertelstunde ziehen, dann schütte den Tee ab und süße ihn mit Zucker. Das gibt einen herrlichen Trank". Und genau diesen Trank empfahl er gegen Erkältungen und Rheumaleiden.

Künzle riet außerdem, dass man einen starken Tee herstellte, indem man etwas Pfefferminze zugab.

Außerdem schrieb er ein Likörrezept nieder, das wie folgt lautet:

"Nimm frisches Schlüsseli, gibs in eine Flasche, gieße darein ein viertelliter Weingeist, hinzu dreiviertelliter Wasser. Gibt noch etwas von Pfefferminze hinein. Stell das 8 Tage in die Sonne. Danach gießt man die Flüssigkeit ab und gibt Zucker dazu, ein Pfund Zucker pro Liter Likör. Mit zehn Teilen Wasser verdünnt ein wunderbarer Tee. Alten Leuten mit Rheuma eine herrliche Medizin."


Seiltänzer hatten immer die Pflanze bei sich, oder sie kauten auf ihren Wurzeln, damit sie schwindelfrei blieben.


Culpeper schrieb:

"Eine Salbe aus ihr gemacht nimmt Flecken und Falten von der Haut, hilft bei Sonnenbrand und Sommersprossen, fördert die Schönheit. Die Schlüsselblume beseitigt alle Gebrechen des Kopfes durch Hitze und Wind, nimmt den Schwindel, Fallsucht, Lähmungen, Krämpfe, Schmerzen in den Nerven. Die Wurzel erleichtert Schmerzen im Rücken und in der Blase. Ihre Blätter heilen die Wunden und die Blüten nehmen das Zittern... "



Wirkung und Anwendung von Schlüsselblume

  1. stoffwechselanregend
  2. Erkältungskrankheiten
  3. Gliederschmerzen
  4. Erkältung
  5. Bronchitis
  6. nervöse Schlaflosigkeit
  7. Herzmuskelentzündung
  8. Rheuma
  9. Schnupfen
  10. Schwindel
  11. Migräne
  12. Kopfschmerzen
  13. Nervosität
  14. Keuchhusten
  15. Vitamin-C-Mangel
  16. Prellungen
  17. Mundschleimhautentzündung
  18. Gicht
  19. Halsentzündung
  20. Schlaflosigkeit
  21. Lungenentzündung
  22. Kehlkopfentzündung
  23. Herzschwäche
  24. Neuralgien
  25. Ödeme
  26. nervöse Kopfschmerzen
  27. Wassersucht
  28. Verstopfung
  29. Schlafstörungen
  30. Zahnfleischentzündung
  31. Mundfäulnis
  32. Husten

Tipps zum Ernten und Sammeln der Schlüsselblume

Die Schüsselblume ist geschützt und darf in freier Natur nicht gesammelt werden!

Im Garten können Sie die Blüten zur Blütezeit ernten und schnell schattig trocknen.

Die Blüten enthalten eine große Menge von heilenden Stoffen. Deshalb ist gerade bei den Blüten ein schonender Trockenvorgang besonders wichtig. Wenn man die Blüten zu sonnig oder zu schattig trocknet, verfärben sie sich und verlieren an Heilkraft.


Die Wurzeln der Schlüsselblume können Sie im Herbst oder Frühling sammeln. Die werden gereinigt, in kleine Teile zerschnitten und dann bei milder Wärme getrocknet.


Blüten und Wurzeln werden getrennt voneinander gelagert.





Übersicht zur Schlüsselblume


Volksnamen

Apothekerprimel, Arzneiprimel, Aurikel, Auritzel, Bärenohr, Batengelein, Ehrezeicheli, Eierkuchen, Erdprimel, Fastenblume, Frauenschlüssel, Fünfwundenblume, Gichtblume, Handschuhblume, Himmelsschlüssel, Kirchenschlüssel, Kuckucksblume, Madäneli, Osterblume, Peterschlüssel, Petriblume, Primel, Trubechnöpfli



Pflanzenfamilie

Familie der Primelgewächse, ist eine zweijährige Pflanze, wird bis zu 30 cm groß.



Wuchsort

Mag feuchte Böden, liebt es halb schattig.



Saatzeit

Man sollte die Samen im Mai bis in den Juli ausbringen.



Blütezeit

Die Pflanze blüht von April bis in den Mai.



Sammelzeit

Die Blüten und Blätter werden im Mai und Juni gesammelt, die Wurzeln im Frühling und im Herbst. Bitte nicht in freier Natur sammeln!



Verwendete Pflanzenteile

Verwendung finden die Blüten, die Blätter und die Wurzeln.



Wirkstoffe

Flavonoide, Phenolglykoside, Magnesium, ätherisches Öl, Vitamin C, Flavone, Saponine, Kieselsäure, Campher, Gerbstoff



Medizinische Eigenschaften

Löst Verschleimungen, treibt den Harn, treibt den Schweiß, wirkt beruhigend, fördert den Schlaf, stillt Schmerzen, wirkt abführend, wirkt erweichend, stärkt das Herz.




Anwendungsbeispiele und alte Rezepte rund um die Schlüsselblume






Anwendung finden Tinkturen oder Tees, Umschläge, Kompressen, Weine und Lotionen.



Einen Schlüsselblumentee...

...stellen Sie her, indem Sie zwei Teelöffel Schlüsselblumenwurzeln oder auch Schlüsselblumenblüten mit 250 ml kochendem Wasser übergießen und dann zehn Minuten ziehen lassen. Danach absieben und in möglichst kleinen Schlucken trinken.

Pro Tag kann man bis zu drei Tassen davon zu sich nehmen.



Tee bei Husten, bei Katarrhen und zur Schleimlösung

Der folgende Tee wirkt schleimlösend und hilft deshalb bei Husten bzw. Altershusten und Katarrhen. Aber auch bei einer entzündeten Mundschleimhaut oder einer Halsentzündung kann der Tee helfen.

Aufgrund dieses Wirkungsspektrums kann man den Tee auch als einen guten Grippetee ansehen.



Einen Grippetee...

...stellen Sie her, indem Sie 2 TL Schlüsselblumenwurzeln oder auch Schlüsselblumenblüten mit einem viertel Liter kochendem Wasser übergießen, dann zehn Minuten ziehen lassen. Dann absieben und in kleinen Schlucken trinken. Jeden Tag der Krankheit sollten Sie bis zu drei Tassen davon trinken.



Badezusatz bei Gliederschmerzen

Aufguss aus 150 bis 250 g Schlüsselblume in 1 Liter Wasser auf ein Vollbad.



Hustentee

Mischen Sie zu gleichen Teilen Huflattich, Schlüsselblumenblüten und Anis, geben Sie 2 TL davon in eine Tasse kochendes Wasser, dann 15 Minuten ziehen lassen, dann absieben und trinken.



Glühweinrezept im Frühling

Geben Sie 2 Handvoll der Blüten in einen Topf, geben Sie dann einen guten Weißwein hinzu und kochen Sie das auf. Dann vom Ofen nehmen, einige Minuten abgedeckt ziehen lassen, und fertig ist der Glühwein.



Ein Tee gegen Schlafstörungen

Nehmen Sie:

50 g Schlüsselblumenkraut, 25 g Lavendelblüten, 10 g Johanniskraut und 15 g Hopfen.

Alles gut vermischen, dann einen Löffel davon in eine Tasse kochendes Wasser geben, dann 3 Minuten ziehen lassen. In kleinen Schlucken trinken.



Tee gegen Nierenprobleme

Nehmen Sie:

50 g Schlüsselblume, 50 g Holunder, 15 g Brennnesselblätter und 15 g Löwenzahnwurzeln.

Einen Löffel dieser Mischung in eine Tasse kochendes Wasser geben, 3 Minuten ziehen lassen. Zwei Tassen pro Tag trinken.



Nebenhöhlenentzündung

Stellen Sie eine Teemischung aus zu gleichen Teilen Schlüsselblumenblüten, Eisenkraut, Sauerampfer, Enzianwurzel und Holunderblüten her, 2 TL pro Tasse genügt.

Trinken Sie den Tee, führen Sie außerdem Inhalationen damit durch.



Sirup für die Nerven und das Gehirn

Geben Sie 500 g der Blüten in 1 ½ Liter kochendes Wasser, geben Sie dann 200 g Zucker hinzu und kochen Sie so lange, bis der Zucker aufgelöst ist. Es entsteht ein hellgelber Sirup, der zur Anwendung mit Wasser verdünnt werden kann. Man trinkt ein Schnapsglas täglich bei nervöser Reizbarkeit, außerdem stärkt der Sirup die Nerven und das Gehirn.

Bitte beachten

Die Schlüsselblume steht unter Naturschutz. Verwenden Sie nur Blüten aus dem eigenen Garten oder aus dem Kräuterladen!



Ein schöner Teint

Kocht man eine halbe Handvoll Blüten in einer Tasse Weißwein und reinigt das Gesicht damit, verbessert das den Teint. Es soll auch dabei helfen, die (meiner Meinung nach süßen) Sommersprossen zu entfernen. Ein Presssaft aus den Blüten soll Flecken, Pickel und Falten verschwinden lassen, er verhindert die Hautalterung. Eine Salbe aus den Blüten und Butter oder Schweineschmalz ist seit Jahrhunderten als kosmetisches Schönheitsmittel bekannt.



Umschlag

10 g Wurzeln in 250 ml Wasser kochen und nach 10 Minuten absieben.

Ein Tuch damit tränken und auf die zu behandelnde Stelle auflegen.



Eine Schlüsselblumentinktur

Eine Schlüsselblumentinktur setzt man bei Neuralgien, also Nervenschmerzen, bei Kopfweh und Migräne oder auch bei Schwindelanfällen ein.

Wenn Sie eine Schlüsselblumentinktur selbst herstellen möchten, übergießen Sie das Schlüsselblumenkraut und die –wurzeln (die Sie vorher in ein Schraubglas gegeben haben) mit Wodka oder Korn, verschrauben Sie dann das Glas und lassen Sie es für 4 Wochen stehen. Danach gut absieben und in eine lichtgeschützte, also dunkle, Flasche füllen.

Nehmen Sie von dieser Schlüsselblumentinktur jeden Tag maximal 50 Tropfen.



Kompressen, mit einem heißen Aufguss getränkt, helfen gegen Gesichtsneuralgien und eine Trigeminusneuralgie.


Das ätherische Öl der Schlüsselblume hilft bei Schlaflosigkeit, man gibt einige Tropfen davon in das Badewasser.


Für ein Massageöl gibt man einige Tropfen des ätherischen Öles in etwas Sonnenblumenöl und massiert es bei Nervenschmerzen ein, oder auf die Schläfen, wenn man Migräne oder andere Kopfschmerzen hat.


Kompressen mit einer Wurzelabkochung helfen gegen arthritische Gelenke.



Bevor Sie sich selbst mit Heilkräutern behandeln, fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker!




Schlüsselblume im eigenen Garten anpflanzen


Man kann die Schlüsselblume gut im Garten selbst anbauen, dann kann man sich an ihrem schönen Äußeren erfreuen und sie auch für Heilzwecke einsetzen.


Die Schlüsselblume mag die Sonne und schweren, humosen Lehmboden, der gut feucht ist.

Sie wächst besonders gut in schweren Erdböden als auch auf Kalkstein.

Schlüsselblume können Temperaturen von -20 ° C überstehen, ohne Schaden zu nehmen.


Schlüsselblume in der Küche


Eigentlich ist die Schlüsselblume zu schade für die Verwendung in der Küche, da sie doch so gesund ist.


In Spanien war es früher üblich, aus den Blättern eine Spezialität in Form eines grünen Salates zu verspeisen.


In England kochte man die Blüten oder gab sie in Wein und Essig für Salate.

Man kandierte die Blüten auch und knabberte sie so nebenbei.




Vorsicht - Risiken und Nebenwirkungen

Die Schlüsselblume darf nicht in der Schwangerschaft angewendet werden. Sie kann bei Überdosierung Durchfall und Erbrechen auslösen.


Das Kraut kann aber in der Stillzeit verwendet werden, da es die Milchproduktion stimuliert.


Schlüsselblumen stehen unter Naturschutz! Man darf die Wurzeln in der Natur nicht ausgraben.


Es kann zu Hautausschlägen kommen.


Ein Dauergebrauch sollte vermieden werden. Setzen Sie nach sechs Wochen die Schlüsselblume ab und machen Sie zwei Wochen Pause.


Die Staubblätter der Blüten können Allergien auslösen.


Die Schlüsselblume kann den Blutdruck absenken und den Magen reizen.


Nicht bei einer Allergie gegen Aspirin verwenden.










Fotogalerie

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Thema: Heilkräuter

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Kurzinfo
Schlüsselblume
  • Angehöriger der Pflanzenfamilie der Primelgewächse
  • Herkunftsgebiet: Europa
  • Pflanzenbeschreibung: Die Schlüsselblume wird bis zu 30 cm groß, sie mag feuchte Stellen.
  • Die Blattrosetten sehen runzelig aus, die Blätter sind länglich und eiförmig. Die Blüten sind hellgelb, sie stehen in einer Dolde.
  • Der Wuchsort ist in der Sonne oder im Halbschatten, die Pflanze mag fruchtbare und durchlässige Erdböden, die gut feucht sein sollten.
  • Vermehrung durch Aussaat und durch Teilung.
  • Verwendungsmöglichkeiten: Die Blätter und die Blüten kann man zwischen März und April für Salate verwenden. Ein Tee aus den getrockneten Wurzeln hilft bei Husten.
  • Steht unter Naturschutz, bitte nicht in freier Natur sammeln!








Hildegard von Bingen über die Schlüsselblume

Dieses Kraut hilft bei Verstopfungen der Milz und der Leber, es ist nicht nur den Wassersüchtigen hilfreich, sondern einer Menge Leute, auch denen, die unter Skorbut leiden.

Der Himmelschlüssel besitzt die Kraft der Sonne, und falls jemand traurig ist, so solle er sich das Kraut über sein Herz binden, sodass die Traurigkeit vergehe.





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Letzte Änderung am Mittwoch, 25.2.2015, 15:18:25 Uhr


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