Wie heißt es im Kinderlied: "Safran macht den Kuchen gehl". Stimmt! Der Safran wird zum Backen und Kochen verwendet. Verwendung findet dafür das kleine Häärchen aus der Blüte. Das ist auch der Grund, warum man mit Safran so sparsam umgehen sollte: Ein Kilo Safran kostet viele tausend Euro... Für 1 kg Safran müssen bis zu 150.000 Blüten geerntet und verarbeitet werden, die ca. 1000 qm Anbaufläche beanspruchen.
Aber nicht nur beim Kochen und Backen setzt man Safran ein, er hat auch eine gesundheitliche Wirkung.
Geschichtliches um den Safran
Vor 3500 Jahren wurde der Safran erstmals schriftlich erwähnt. Man fand alte Papyrus-Rollen aus dem geschätzten 16. Jh. v. Ch., auf denen über 30 Safranrezepte zur medizinischen Anwendung beschrieben stehen. Empfohlen wird darin der Safran für die Augen, den Kopf, bei Bleichsucht, zur Herzstärkung, bei Nervenleiden, bei Gliederleiden, bei eitrigen Wunden, gegen Geschwüre, bei Blasen- und Leberleiden.
Hyppokrates empfahl im 4. Jh. v. Chr. den Safran gegen "vielerei Krankheiten", hauptsächlich bei Frauenleiden und zur Geburtshilfe.
Im alten Rom streute man vor wichtigen Persönlichkeiten Safranblüten.
In den Theatern wurde zur Erfrischung und Parfümierung Wasser mit Safran über die Zuschauer gesprüht.
Die Safranpflanze war der Göttin Diana geweiht.
Dioskrides erwähnte Safran als Mittel gegen Rheuma und Trunksucht. Frauen färbten ihre Schleier mit Safran: es vertreibe die Läuse und mache fröhlich.
In der griechischen Mythologie waren die Musen und Nymphen safrangewandet, Königinnen und Fürstinnen übernahmen dies dann später.
Man verwendete den Safran als Färbemittel.
Heute ist Safran teuer, im Mittelalter erst recht. Im 14. und 15. Jh. hatte Venedig hatte die Vormachtstellung für den Safran. Safran war damals die teuerste und begehrteste Handelsware. Man führte sogar Kriege deswegen (z.B. 1374 der Safrankrieg von Balsthal).
Und weil er so teuer war, der Safran, gab es auch Fälschungen: Plinius (röm. Geschichtsschreiber) schrieb: „Nichts wird so sehr verfälscht wie Safran". Zur Bekämpfung der Fälscher wurden "Safranschauer" bestellt, die schwer bewaffnet waren. Es wurden Strafen bis hin zur Todesstrafe verhängt.
Übrigens wird auch heute noch gefälschter Safran unter die Leute gebracht. Eine Studie der Uni Würzburg ergab, daß in den geprüften Produkten fast kein echter Safran enthalten war.
Im Mittelalter wurde der Safran bei Frauenleiden, in der Geburtshilfe, bei Augenleiden, bei Hautkrankheiten, bei Herzbeschwerden, gegen Magen- u. Darmkoliken, er war schmerzstillend und desinfizierend.
Übrigens kann Safran als Rauschmittel verwendet werden. Tödlich wird er ab ca. 10 - 12 Gramm.
Man bezeichnete das früher als "der fröhliche, lachende Tod". Im ersten Stadium starker Lachreiz, dann Herzklopfen, Schwindel und Sinnestäuschungen. Später tritt eine Lähmung des Zentralnervensystems ein, was zum Tod führt. Auch dies wurde im Mittelalter genutzt, um Widersacher aus dem Weg zu räumen...
Die kräftigende, herzstärkende und aphrodisierende Wirkung des psychoaktiven Safrans war schon in der vorchristlichen Zeit bekannt.
In der islamischen Medizin wurde der Safran zur Stärkung des Geschlechtstriebes eingesetzt.
Safran als Gewürz und Nahrungsmittel
Aus den frisch gepflückten, sich gerade öffnenden Blüten wird per Hand das Innere abgeknipst.
Tipp: Safran dient auch als Färbemittel.
Man sagt ihm eine lindernde Wirkung bei Krämpfen, Asthma und Nervosität nach. In der aryuvedischen Küche gilt er als Aphrodisiakum.