Der Gattungsname der Klette, der sich bereits in alten griechischen Schriften findet, leitet sich wahrscheinlich von Arcteion ab, das bedeutet soviel wie der Bär, wahrscheinlich wegen der wolligen Beschaffenheit der Blüten.
Mit dem deutschen Namen Klette wird ebenfalls auf die klebrige, anhaftende Wirkung der Klette hingewiesen.
Die Klette ist eine zweijährige Pflanze, die zwischen Juli und September erblüht. Man kann die Wurzeln im März und April als auch im September und Oktober sammeln. Danach werden die Klettenwurzeln gründlich gereinigt, zerschnitten und dann vor dem Trocknen in kochend heißes Wasser getaucht. Dadurch bleiben die Wirkstoffe besser erhalten.
Früher verwendete man die Klette als harntreibendes Mittel, zur Blutreinigung und zur Heilung von Geschlechtskrankheiten.
In der Volksmedizin ist Klette in Teegemischen enthalten, die man zur ergänzenden Behandlung der Zuckerkrankheit verordnet. Außerdem hat sie auch eine harn- und schweißtreibende Wirkung. Aber auch gegen Gelenkrheuma, Geschwüre, Haarausfall, unreine Haut und einigen anderen Krankheiten ist die Klette wirksam.
Äußerlich wird die Klette bei Hauterkrankungen als Absud angewendet. Ölextrakte dienen heute noch als haarwuchsfördernde Mittel.
Verwendung finden nur die gesammelten und getrockneten Wurzeln der Klette.
Zur innerlichen Anwendung dient ein Aufguss ausgeharrten Wurzeln, äußerlich wird ein Öl aus Klettenwurzeln angewendet.