Der Hafer ist eine Pflanze, die überall angebaut wird.
Wie alle Getreidearten wächst auch der Hafer aufrecht
und hat seine Früchte am Ende des Stengels. Die Blütezeit
des Hafers ist von Juni bis August. Man erntet das Korn und
das Stroh im August und im September.
Man nennt den Hafer auch Saathafer.
In der Naturheilunde verwendet man überwiegend die Körner
des Hafers, vereinzelt auch das Stroh. Besonders der grüne
Hafer hat sich in den letzten Jahren in der Naturheilkunde
einen besonderen Ruf erworben. Als Grünen Hafer versteht
man den kurz vor der Blüte geernteten und schnell getrockneten
oberen Teil der Pflanze.
Jeder kennt Haferflocken oder Haferschleim als Schonkost
bei allerlei Magenbeschwerden. Zudem wirkt ein Tee aus Hafer
appetitanregend, er hilft bei Hals- und Brustschmerzen, er
stärkt bei geistiger Erschöpfung, beruhigt bei Nervosität
und hilft bei Schlaflosigkeit. Als Tee findet der Hafer auch
Verwendung bei Erschöpfung, Schlaflosigkeit und Beruhigungsmittel.
Als Badzusatz hilft das Haferheu bei rheumatischen Schmerzen,
bei Ischias, bei Lähmungen und bei Leberkrankheiten.
Ein Haferstroh-Bad kann bei Rheuma, Gicht
und anderen Stoffwechselstörungen helfen. Bei Frostbeulen
und Frauenbeschwerden können Sitzbäder eine Linderung
bringen.
Ein Sud aus Haferheu hilft bei Ekzemen, bei Erfrierungen
und bei Krätze.